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| Text zum Download unter: www.onlinesucht.de/reso.pdf
Wir möchten gern im Sommer/Herbst 2012 mit Euch starten!
Resozialisierungsmaßnahme für Onlinesüchtige - Begleitende Therapiemaßnahme für Angehörige: "Zurück ins Leben!"
Worum geht es beim Suchtausstieg eines Onlinesüchtigen? Richtig, er sollte lernen, das Internet sinnvoll zu nutzen und die Kontrolle über Zeiten und Inhalte seiner Onlinesitzungen zu behalten! Durch die früher so sinnlos vertane Zeit am PC werden während der „Entwöhnungsphase“ neue Zeitressourcen frei, die es zu füllen gilt. Da setzt unser neues Projekt an.
Bitte fragt Euch, wo Eure Talente liegen! Was wolltet Ihr immer schon mal machen, trautet Euch aber nicht, es umzusetzen? Wie ist es zum Beispiel mit:
• Schnitzarbeiten, Sägearbeiten • Ton- oder Steinmetzarbeiten • Basteln von Dekorationsstücken • Modellflugzeugbau • Drachenbau • Töpferarbeiten • Glasbläserei • Komposition von Musikstücken (instrumental oder mit Text) • Etwas Elektronisches bauen • Teddys oder Puppen nähen • Duftkissen oder Dinkelkernkissen nähen • Tier-Accessoires nähen (bspw. Bademantel für Hunde *g*) • Moderne Halstücher nähen • Schmuck herstellen • Gedichte schreiben • Handtücher beschriften (stempeln) • Karten basteln • Kochrezepte schreiben • Neue Ideen verbreiten
..
Schreibt uns, was Euch liegt und was Ihr gern herstellen möchtet!
Der HSO e.V. möchte allen Betroffenen und deren Angehörigen hiermit die Gelegenheit geben, sich im Handwerklichen auszuprobieren und damit die Zeit sinnvoller zu verbringen! Das Material wollen wir durch Fördergelder, Spenden und später dann den Verkauf der Produkte finanzieren und Euch kostenlos zur Verfügung stellen. Das heißt, wir brauchen im Vorfeld eine Bedarfsliste mit Mengenangaben und Preisen von Euch. Die Bestellung kann komplett vorbereitet von Euch eingereicht werden (Lieferanten solltet Ihr ausfindig machen).
Sobald Ihr dann Euer „Kunstwerk“ fertiggestellt habt, schickt Ihr es zum HSO e.V., der es dann fotografiert und ins Netz stellt, über einen (noch einzurichtenden Shop) vertreibt. 10 % des Erlöses aus dem Verkauf Eures hergestellten Artikels möchten wir Euch als kleine Anerkennung zukommen lassen.
Es soll auch eine kleine Werkstatt in Buxtehude entstehen, wo wir uns jederzeit treffen und gemeinsam arbeiten können. Wenn schon keine Selbsthilfegruppen greifen, so können wir es doch auf diese Art und Weise einmal versuchen? Sicher wird beim „Handwerkeln“ auch über die Onlinesucht des einen oder anderen gesprochen. In dieser Werkstatt soll auch genügend Lagerraum zur Verfügung stehen, so dass Ihr jederzeit an Euer benötigtes Material herankommt.
Wir planen allerdings auch Ausstellungen und die Präsentation auf Messen. Auch auf Sommermärkten wollen wir präsent sein, ebenso wie zu den Advents- und Ostermärkten. Die (Ex-)Betroffenen und deren Angehörige brauchen sich um den Verkauf also nicht zu kümmern, das übernimmt der Vorstand des HSO e.V. (und gern auch Freiwillige, die mithelfen wollen) für Euch. Der Erlös geht (bis auf die 10 % des Erlöses aus dem Verkauf Eurer Artikel) dem HSO e.V. zu, der seine Arbeit davon fortsetzt und neue Materialien für diese Resozialisierungsmaßnahme beschaffen kann.
Kommt mit ins Boot und entwickelt Ideen! Wir sind für neue Vorschläge auch immer zu haben. Ach so, das ist auch nicht unwichtig:
Wir arbeiten mit einer 100%-igen Transparenz! Das bedeutet nicht, dass Ihr Eure Identität preisgeben müsst, Ihr könnt Eure Arbeit mit einem Username oder einer unkenntlichen (aber gültigen) E-Mail-Adresse unterschreiben, denn vielleicht kommen ja Nachbestellungen? Aber trotz der gewahrten Anonymität soll für alle klar ersichtlich sein, was wir anbieten, was gebastelt/hergestellt wurde und welche Förder- oder Spendengelder wofür verwendet wurden.
Ob dieses wirklich gute Projekt Wirklichkeit wird, hängt von der Förderbereitschaft der Krankenkassen, des Landes oder des Bundes statt. Die Krankenkassen haben bereits signalisiert, dass sie nicht so recht an die Umsetzung glauben, aber es liegen uns schon die Zusagen von ca. 10 Betroffenen vor, die mitmachen zu wollen!
Sollte der HSO e.V. wirklich keine Chance haben, das Projekt finanziert zu bekommen, versuchen wir, es privat zu realisieren und dafür Unterstützung zu gewinnen!
Bitte fragt schon einmal im Vorfeld Eure Bekannten, weitere Betroffene, Eure Angehörigen, ob sie mitmachen wollen! So ganz am Rande möchte ich noch sagen, dass wir SICHER sind, dass Ihr viel Spaß an Eurer neuen Aufgabe haben werdet, erst recht, wenn Ihr mit Stolz Eure fertige Arbeit ansehen und anbieten könnt!
Kann es denn zum Beispiel etwas Schöneres geben, als mit dem eigenen Kind/ Nichte/Enkel einen Drachen zu bauen? Dann baut Ihr halt zwei, einer geht in den Verkauf für die gemeinnützige Arbeit des HSO e.V. und kommt denen zugute, die auch ihr Material gesponsert haben möchten und damit von ihrer Onlinesucht Abstand gewinnen.
Sollten noch Fragen offen sein, wendet Euch an uns unter HSO2007eV@aol.com.
Spuckt in die Hände, es ist Zeit, etwas zu TUN!
Eure Gabriele Farke
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