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Forum Übersicht » WOW - World of Warcraft und andere PC-Spiele » Angehoerige berichten ueber ihre onlineSPIELsuechtigen Partner und Kinder » Ich habe die PCs mit Bekenntnissen beklebt ...
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Ich habe die PCs mit Bekenntnissen beklebt ...
gabriele_farkefehlende Rechte fehlende Rechte erste Beitrag kann nicht gelöscht werden -> lösche das ganze Thema 
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gerne mit Erlaubnis hier abgedruckt: Mail vom 10.09.07:

Liebe Mitwirkende von onlinesucht.de,

recht lieben Dank für Ihre Side. Sie hat mir sehr geholfen. Da ich kein Mitglied werden möchte und mich sonst nicht in Ihrer Side äußern kann, tue ich es auf diesem Wege, um mich zu bedanken :-)


Ich habe noch nie WOW gespielt und möchte es auch nicht. Die Geräuschkulisse hört sich an wie ein schlechter Comic :-(

Mein Freund spielt WOW und hat meine Söhne (10 und 13 J.) mit seiner Sucht angesteckt. Das Spielchen schaue ich mir unter Protest seit 8 Monaten an.

In den Bekenntnissen auf Ihrer Side konnte ich lesen, womit sie sich auch herausreden wollen. Nein, sie können nicht mehr zu Mahlzeiten erscheinen, vergessen das Wesentliche im Leben, vernachlässigen Freunde, etc. pp. Ich übertreibe natürlich nur :-( .

Ich habe heute ihre drei PC's mit den gedruckten Bekenntnissen beklebt, so dass vor lauter Papier keine Hardware mehr zu erkennen war. Meine Söhne haben es
gelesen und sich sofort auf onlinesucht.de begeben und ALLE Bekenntnisse gelesen. Sie waren sichtlich geschockt. Nein, so wollen sie nicht werden. Sie spielen gerade Karten, supi.

Ich bin auf die Reaktion meines Freundes gespannt, wenn er den Zustand seines PC's sieht :-) und hoffe, es wirkt bei ihm ähnlich.

Dankeschön und wenn sie möchten, können sie meine Mail gerne veröffentlichen.

Liebe dankbare Grüße
....xxx mit drei bisher WoW-süchtigen Kerls, wovon zwei mir Besserung gelobt haben



Gabriele Farke (HSO e.V.)

++++ Individuelle Onlinesexsucht-Beratung:
http://www.onlinesucht.de/Kosten HSO-2014-OK.pdf

++++ Das Buch "Gefangen im Netz?" ist auch als eBook erhältlich unter
http://www.ciando.com/ebook/bid-240826-gefangen-im-netz-onlinesucht-chats-onlinespiele-cybersex/



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10.09.2007 19:27:28    
gabriele_farkefehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Klasse, einfach klasse!

Ich (und wir alle hier) druecke/n die Daumen, dass es in Ihrer Familie 5 VOR 12 war, um aufzuwachen! Die Jungens werden es Ihnen eines Tages danken, dass Sie so kreativ und engagiert waren! Und Ihr Freund wird dem guten Beispiel Ihrer Soehne hoffentlich folgen!

Alles Gute,
GF



Gabriele Farke (HSO e.V.)

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10.09.2007 19:30:10    
Reisebaerfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Meinen Glückwunsch,

wäre ich früher auf diese Seite gestossen und hätte auch schon dann mein Suchtproblem erkannt, hätte ich sicher schon vor Jahren einen anderen Weg eingeschlagen.

Aber lieber spät als nie.
Wichtig ist das man sich selbst die Sucht eingesteht und mein den Willen hat, davon loszu kommen. Es gibt dabei nichts schöneres als einen Partner zu haben der einen dabei unterstützt.

Grüße
Reisebär



11.09.2007 12:15:56   
gabriele_farkefehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Hier geht es weiter, es ist wirklich spannend, dass eine Frau das umsetzt, was wir hier immer wieder empfehlen: Konsequenz!

Liebe Frau Farke,

>> Dankbar habe ich Ihre Mail anonym im Forum veroeffentlicht unter "Angehoerige von onlinespielsuechtigen Kindern/Partnern berichten..." >>>

Bitteschön. Sie bzw. die Bekennenden haben mir geholfen und ich hoffe, meine Zeilen können anderen helfen. Ich möchte ihnen -gerne auch zur Veröffentlichung- berichten, wie es bei uns weiterging.

Als mein Freund seinen PC sah, sah ich ein fassungsloses verärgertes Männergesicht. Er wollte nichts davon lesen, aber meine Söhne habe nicht locker gelassen, so dass er in Zugzwang kam :-). Bei ihm klebte zusätzlich ein Zeitungsbeitrag mittig an seinem Monitor: Unachtsamkeit ist der schlimmste Feind der Liebe. Geschrieben von Beziehungstherapeuten. Das saß *kicher*

Ich durfte gestern seit Monaten drei schwarze Monitore erleben und zwei Söhne nebst Freund, die pünktlich zum Abendessen erschienen :-) Es folgten Schuldzuweisungen meiner Söhne, die behaupteten, dass mein Freund schuld sei.
Den Zahn habe ich ihnen gezogen und sie über eigenverantwortliches Handeln informiert. Ich erinnerte die Drei daran, wie unsere Freizeitgestaltung aussah, bevor sie WoW spielten. Irgendwie hatten sie das vergessen/verdrängt und es freute mich, dass sie zugaben, einige Aktivitäten davon zu vermissen. Es war dazu ja keine Zeit mehr wg. WoW :-(

Wir haben uns wie folgt geeinigt: eine Woche WoW-Abstinenz. Ich möchte, dass sie mir berichten, was sie dabei empfinden. Ob sie ein Gefühl des Vermissens haben, sie sich magisch zum PC hingezogen fühlen, ihre Gedanken um das Spiel kreisen. Die PC's werden eine Zeitschaltuhr bekommen. Über die Dauer der Spielzeiten werden wir noch abstimmen.

Falls sie es wieder übertreiben sollten, Warnungen und Abmachungen ignorieren, habe ich ihnen angedroht ihre PC's wieder zu bekleben mit Beiträgen über Online(spiel)sucht, aber diesmal nicht mit Tesafilm, sondern mit Tapetenkleister ultrastark. Es verschlug ihnen die Sprache, die mein Jüngster zuerst wieder fand: "Glaubt ihr wirklich, dass die Mama das tut?" Mein Großer und mein Freund
aus einem Munde: "Ja." Ich grinsend: "Meine Mutter sagte immer, wo Worte nichts nützen, müssen Taten her."

Ich habe ihnen danach geschildert, was für nette Aktionen meine Mum auf Lager hatte, wenn wir Kids nicht gehört haben. Sie hat uns ganz geschickt an unserer wundesten Stelle 'getroffen'. Mein Bruder bekam z.B. Fußballverbot, was ganz schlimm für ihn war. Mir hat sie mein Fahrrad verweigert, was für mich einem Weltuntergang glich.
Ich werde WoW nicht verbieten. Ich möchte, dass sie ein gesundes Spielmaß finden und die Qualität der wirklich schönen Dinge im Leben wieder zu schätzen wissen.
Z.B gemeinsam herzhaft über einen Witz zu lachen.

Liebe Bekennende, es ist richtig, gut und mutig, dass Ihr nicht nur über Euer Problem geschrieben, sondern es auch erkannt habt. Das ist der erste Schritt zur Änderung. Weiter so! Für meine Kerls waren Eure Beiträge der Weg zur Erkenntnis. Ich glaube ihnen, dass sie sich über eventuelle heftige Folgen keine Gedanken gemacht haben. Wer sich keine Gedanken macht, den muss man in die entsprechende Richtung schubbsen :-))) Ich danke Euch und wünsche Euch toi, toi, toi, um ein Mittelmaß zu finden.
Erschreckend fand ich z.B einen Mann, der schrieb, dass das real life öde sei und er, wenn er spielt, von Menschen nicht mehr enttäuscht werden kann. Das nenne ich einen Fluchtversucht und die schönen Seiten des Lebens nicht
(er)kennen. Aus vielen Beiträgen las man, dass sie im Spiel die Anerkennung finden, die sich in real life nicht haben. Das kann man ändern. Sei es, dass man sich ehrenamtlich in (Sport)vereinen engagiert oder in Hilfsorganisationen wie
Mittagessenstafeln für Kids, die sonst kein Mittagessen bekommen. Sie sind für helfende Hände dankbar. Man bekommt dafür kein Geld, aber viel Anerkennung :-)))

Ich bin nicht gegen Computerspiele. Sie sind ok, wenn sie dem Aggressionsabbau dienen, man für EINE WEILE abschalten, nach einem anstrengenden Arbeits- oder Schultag zur Ruhe kommen oder dem real life entfliehen möchte. Andere schalten nach Schule oder Arbeit gleich das TV ein und verglotzen sich total. Man darf nur nicht vergessen, wo der Aussschaltknopf ist und sein Umfeld und die Menschen, die einen lieben, vernachlässigen und leiden lassen. Sicher, die Grenze zwischen Sucht und (schlechter) Gewohnheit ist oft fliessend und schwierig zu erkennen.

Liebe Angehörige, PartnerInnen, FreundInnen lasst die WoWler, die ihre Grenzen überschreiten, nicht alleine. Bleibt mit ihnen im Gespräch oder ergreift hilfreiche Maßnahmen. Ich habe mal die Sicherungen herausgedreht, weil meine Drei unansprechbar waren und auf nichts reagierten. Das tut einem eingeschalteten PC bzw. dem Betriebssystem auf Dauer nicht gut *gemeinguck* :-))und hat zumindestens für eine Weile bewirkt, dass die Öhrchen wieder hören
konnten.

Liebe Co-Abhängige, stellt Euch nicht auf die Sucht/Gewohnheit des anderen ein, sondern zieht Konsequenzen. Eine Mutter schrieb, sie täte doch alles für ihren Sohn und brächte ihm sogar das Essen an den PC. Liebe Mutter, tun sie das bitte nicht mehr. Sie unterstützen, wahrscheinlich unbewusst, seine Abhängigkeit.
Sicher meinen sie es gut, aber gut gemeint ist nicht immer gut genug. In dem Fall würde ich den Sprung ins kalte Wasser riskieren. Ich täte keinen Handschlag mehr für ihn. Zu wenig geschlafen, zu spät zur Arbeit oder zur Schule
kommen, weil zu lange am PC gesessen? Bitte, bei Wiederholung kommt der Ärger postwendend vom Chef/den Lehrkräften. Ich würde nicht den Karren aus dem Dreck
ziehen, sondern die Person die Konsequenzen selber ausbaden lassen. Hat meistens heilende Schockwirkung :-))). Unbelehrbare Ausnahmen bestätigen leider die Regel :-(((

Vielen Dank fürs Zulesen und alle geschriebenen Beiträge.

Ich werde in ein paar Tagen berichten, ob die 'wundersame' Heilung von Dauer war.

Grüße an alle, von einer jetzt sehr rigorosen Mutter und Partnerin






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11.09.2007 14:35:41    
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