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Forum Übersicht » OnlineSEXsucht .... Wir suchen Hilfe und gegenseitigen Austausch » ANGEHOERIGE von onlineSEXsuechtigen PartnerInnen berichten .... » Liebe oder Gewohnheit?!
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Liebe oder Gewohnheit?!
Marion1974fehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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....ich telefonierte mit einer Freundin die kurz darauf bei meinem Mann anrief ob er mich nicht suchen wolle. Wie denn auch? Ich war mit dem Auto weg und ich hätte sonstwo sein können. Nach einer gewissen Überredungskunst meiner Freundin fuhr ich langsam wieder nach Hause. Reden war aber auch jetzt nicht möglich. Also wusste ich mir keinen anderen Rat als meine Schwiegermutter nachts um zwölf anzurufen und mich auszuheulen. Damit hatte mein Mann nicht wirklich gerechtnet da ich mit meiner Schwiegermutter schon einige Schwierigkeiten hatte. Aber ich tat es. Ich weiß nicht was ich erwartet habe aber was sie zu mir sagte stellte mich ganz und gar nicht zufrieden. Das wäre schon Mist was er getan hat aber ich solle nichts über's Knie brechen, er wäre mir ja real nicht fremd gegangen und ich solle ihn wieder lieb haben. Äh Hallo? Sie hat ihm auch selber noch gesagt wie dämlich das von ihm war aber mehr eigentlich nicht. Na doll, das saß ich nun und meine Ehe ging den Bach runter. Immerhin versprach mir mein Mann danach eine Therapie zu machen egal was passiert, egal wie ich mich entscheide. Nur wie sollte ich mich entscheiden?Ich stellte doch gerade die ganzen sechs Jahre in Frage. Waren seine Liebesgeständnisse ernst gemeint? Stand er aus Liebe immer hinter mir wie ein Bär oder war es nur sein schlechtes Gewissen? Fragen über Fragen,Chaos im Hirn, Chaos in meiner Gefühlswelt und nun sollte ich entscheiden ob ich unserer Liebe/Ehe eine zweite Chance geben soll? Er will es ja. Wir saßen hier nächtelang und haben geredet und geredet und dabei kam zwar keine Entscheidugn heraus sondern das wir uns im allgemeinen immer mehr entfernt haben. Wo ich auch meinen Beitrag zu geleistet habe. Wir haben soviel miteinander geredet aber wir drehten uns im Kreis. Letztendlich machte ich den Vorschlag einige Tage raus zu fahren. Raus aus der Umgebung, den Kopf frei bekommen. Das machten wir auch. Wir genossen die Tage, redeten viel und hatten ein wunderbares Sexleben. Das hatten wir eigentlich schon drei Tage nach seiner Beichtarie.
In diesen Tagen wurde mir klar das ich ihm die zweite Chance geben WILL!!! An dem Alltagstrott in der Ehe trage ich mit Schuld und was den CS angeht, dafür macht er eine Therapie. Zusätzlich zu seiner Eigentherapie machen wir auch eine Paartherapie. Trotzdem tauchen immer wieder Fragen auf oder es gibt Tage wo mich das alles wieder dermaßen runterzieht. Mein Mann versucht wirklich alles um mir zu helfen. Er tröstet mich wenn ich weine, er nimmt einfach mal so in den Arm, er sagt mir öfters das es ihm unendlich leid tut was er gemacht hat aber nun kommt das große aber. Erst nachdem ich ihm gesagt habe das ich mir das wünsche. Auf der anderen Seite ist er natürlich verdammt unsicher. Er kann mich doch nicht einfach so in den Arm nehmen und trösten. Ich weine doch dann wegen ihm und das was er mir angetan hat. Ebenso habe ich ihn gebeten mir zu versuchen zu erklären was er denkt und fühlt. Ich habe gewaret aber er sprach nicht mit mir. Nicht über seine Gedanken oder Gefühle. Daraufhin habe ich ihm vorgeschlagen, wenn es ihm leichter fällt dann solle er es aufschreiben. Hat er probiert ging aber nach hinten los. Was er geschrieben hat glich einem Schuldeingeständnis. Das störte mich aber nicht. Ganz im Gegenteil ich habe mich darüber gefreut das er es jedenfalls versucht hat. Auch wenn er mich nun häufiger in den Arm nimmt, dann denke ich nicht jaa das habe ich ihm ja auch sagen müssen, nein ich freue mich das er meinen Wunsch respektiert und sehe seine Bemühungen. Ich frage mich nur wo nehme ich die Energie her? Warum kann ich nicht einfach da sitzen und warten bis er aus sich selber auf mich zu kommt? Habe ich keine Geduld? Er freut sich natürlich darüber das ich ihm sage was ich mir wünsche. Warum musste ich den Vorschlag machen mal raus zu fahren? Wieso kam er nicht auf den Gedanken? Ich weiß ihm fällt jetzt auch vieles schwer und ich spüre auch seine Unsicherheit aber warum gehe ich dermaßen auf ihn zu? Ich nehme ihm ja quasi alles aus den Händen. Nicht das ich es bereure oder mir schwer fällt-nein ich mache es gerne. Er hat von seinem Therapeuten einen Fragebogen mit bekommen. Selbst den haben wir gemeinsam ausgefüllt. Das heißt: Ich habe ihm die Fragen vorgelesen er hat geantwortet und ich habe diese Antwort kommentarlos notiert. Es kamen auch Fragen zu seinem Elternhaus die ihn runtergezogen haben das er nur noch geweint hat. Ich habe ihn in den Arm genommen und getröstet. Ich hätte auch sagen können: Selber Schuld, hättest Du den Mist nicht gemacht müsstest Du jetzt nicht heulen. Warum sollte ich das sagen? Er ist doch mein Mann und mir tut es weh wenn er weint. Ich werde noch irre bei dem Gedanken mit mir könnte etwas nicht stimmen. Nach der ganzen Geschichte ist mein Verhalten doch nicht normal. Oder doch? Mittlerweile gehen wir wieder ganz normal miteinander um. Ab und an reden wir auch noch über seine Sucht aber es bestimmt nicht mehr den Tag. Morgen haben wir einen Termin bei der Pro Familia dessen Idee auch von mir kam. Unsere Therapeuten sind ja derzeit im Urlaub und wir wollen hilfetechnisch nichts aber auch nichts unversucht lassen. Vielleicht können mich jetzt ein oder zwei hier im Forum (Hallo Amalia,hallo baer40) besser verstehen. Wenn nicht-auch nicht schlimm ich tu' es ja auch nicht.Ich finde dieses Forum nach wie vor eine super Sache auch wenn mein Anfang nur Chaos und Mist war.
Gruß Marion


27.01.2008 20:47:38   
Ratlosfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Ich habe mir das jetzt alles durchgelesen. Und aus meiner Sicht als Expartnerin ist Deine momentane Überforderung oder der Gefühls-Zwiespalt VÖLLIG normal!!!
Wo steht denn auch geschrieben, dass Du innerhalb kürzester Zeit rauszufinden hast, was "das Richtige" wäre oder dass Du genau wissen solltest, was Du "zu fühlen hast"?
Nirgendwo.
Das bedeutet leider auch, dass es kein Patentrezept gibt und schon gar keinen Schnellkochbeutel für das genau richtige Menü in eurer Situation.
Mach Dich einfach darauf gefasst, dass es noch eine Weile so sein wird... Wenn Du um eure Beziehung kämpfen möchtest (wobei wichtig ist, dass er das genau so tut! Und das scheint ja der Fall), dann wirst Du noch eine ganze Weile mit diesem inneren Widerspruch zu tun haben.
Das liegt leider in der Natur der Sache: Man liebt jemanden, der hat einem aber weh getan, man weiß es ist eine Krankheit und keine Boshaftigkeit, fühlt sich aber trotzdem unendlich verraten... usw. usw.
Vielleicht gibst Du auch Dir jetzt ein bisschen Zeit? Genauso wie ihm?

Gegen eine vorübergehende (!) Kontrolle ist übrigens nichts einzuwenden, finde ich. WENN er Dich denn schon darum bittet, dann ist das ein Riesenschritt und zeugt von ziemlicher Einsicht: Er hat verstanden, dass nicht er die Sache im Griff hat sondern sie ihn. Und genau DAS ist Sucht... bzw. das wirkliche Eingeständnis/Begreifen, worum es geht.
Wie gesagt: Nur vorübergehend!!!! Und am Besten in Absprache mit den jeweiligen Therapeuten. Denn ansonsten - so wurde mir das gesagt und ich halte das im Nachhinein auch nach wie vor für richtig - wird die Kontrolle zum Ungleichgewicht oder aber zum Mittel der Manipulation (auf beiden Seiten!). Für eine akute "Jetzt-Zeit" fände ich es aber ok.

Was gibt es sonst noch zu sagen?
Ich kann sehr gut verstehen, wie Du dich gerade fühlst. Es ist eine verdammte Zwickmühle. Ich kenne auch dieses "Und wo bleibe ICH dabei? Ich kann eigentlich nicht mehr! Ich hab' Angst, ich bin fertig, durch, alle, verletzt, sauer, unsicher...".
Freunde Dich mit dem Gedanken an, das Problem nicht ad hoc lösen zu können. Kann er auch nicht... könnt Ihr beide nicht.
Versuch' wirklich, etwas über Co-Abhängigkeit zu erfahren - da hat Amalia Recht. Aber erst wenn Du so weit bist und mal durchgeatmet hast! Wenn ich Dich hier lese, denke ich: Du brauchst eine kleine Verschnaufpause.
Von Gefühlen eine Pause zu machen ist natürlich kaum möglich... zumal ich damals das Gefühl hatte, sobald ICH eine Pause mache, bricht er mir wieder ein, lässt sich gehen... und "es" geht wieder los.
"Es" WIRD wieder losgehen, es gibt kaum Ausstiege ohne Rückfall. Und wenn es nur gedankliche sind.

Vielleicht helfen zwei Aspekte bei der Überlegung wie es nun weitergehen soll:
1. Dein Mann ist krank. Sucht ist eine Krankheit.
2. Du bist gerade fix und fertig und wärest endlich gerne diejenige, die auch mal "dran" ist.

Dieser völlige Widerspruch WIRD bleiben. ZWEI Menschen sind gerade ziemlich fertig und brauchen Hilfe...
Ich persönlich würde Euch wünschen, dass Ihr es schafft, die Sucht als gemeinsamen Feind zu sehen und als Team (!) durchaus auch taktisch dagegen vorzugehen. Dazu braucht es aber eine gewisse Sachlichkeit. Und für die ist es einfach noch zu früh, denke ich mir.
Fakt bleibt: Wenn Du dich fragst, woher Deine Kraft kommt, gibt es drei Erklärungen und vielleicht stimmen alle irgendwie (das Leben ist ja leider sehr selten nur schwarzweiß...):
1. Das hat schon auch was mit Liebe zu tun, schließlich BEWEGT er sich endlich.
2. (und somit ein ABER) Wenn alles in Dir brüllt, dass Du gerade nicht mehr kannst, dann MUSST Du auch nicht mehr können!!! Du MUSST nicht stark sein. Du kannst auch sagen: Meine Entscheidung ist, dass ich gerade zu fertig bin, um eine Entscheidung treffen zu können wie ich damit umgehe. Ob Männlein oder Weiblein: Jeanne D'Arc, Robin Hood ... wer von uns ist das schon?
3. Manchmal HAT man einfach übermenschliche Kraft. Vielleicht, weil man "muss"?

Ergo rate ich Dir... nichts? ;-)
Nicht wirklich. Ich rate Dir im Grunde, sehr viel stärker auf dein Gefühl zu hören, als auf das, was Dir andere raten. Vielleicht hast Du das vor lauter Anspannung völlig verlernt/vergessen? (Ähem, ja, das wäre dann tatsächlich co... das böse, böse allumfassende Wort - aber "co" sein ist kein ultimatives Urteil, sondern nur ein Wegweiser!)
Mach es Dir nicht selbst zu schwer!!!!

In dem Wissen nun nicht wirklich weitergeholfen zu haben, sorry,

Ratlos


bearbeitet von Ratlos am 28.01.2008 00:58:37
Foto einschicken, dem HSO beitreten, Leserbriefe schreiben... - JEDER kann was tun!
http://www.cyberlord.at/forum/?id=4062&thread=1757
28.01.2008 00:42:51  
baer40fehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Hallo Marion,

ich habe am Wochenende mit einer Forumsteilnehmerin diskutiert. Nach deren Aussage weiß ich jetzt, was Du meinst, wenn Du schreibst, Du fühlst Dich allein gelassen. Es kam für mich zunächst halt erst einmal anders rüber.

Ansonsten schließe ich mich dem an, was „Ratlos“ in ihrem Beitrag geschrieben hat.Was Ihr beide braucht, ist Geduld, sehr viel Geduld. Auch wenn es manchmal und verständlicherweise schwerfällt.

baer40



28.01.2008 09:48:09  
Phoenixfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Lieber Baer,
ich füge zu Geduld nur eines noch hinzu: Arbeit an sich selbst, an der eigenen Sucht.

Dann hat die Beziehung eine Chance, denn Liebe allein reicht leider nicht aus...meine pers. Meinung. Gruß A.


"Nicht weil es schwierig ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwierig." Sokrates

Für meine eigenen Beiträge bleibt copy-right bei mir. Danke!
28.01.2008 10:16:04  
Marion1974fehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Liebe Forumgemeinde!
Mein Mann und ich hatten heute nachmittag ein längeres Gespräch mit einer Diplom Sozialpädagogin bei der Pro Familia. Diese Frau hat uns bestätigt das wir auf einem guten Weg sind und was wir noch verbessern können. Sie hat mir persönlich auch bestätigt das ich keine Schuld an der Sucht meines Mannes trage. Auch wenn es hier im Forum eine Person gibt die das wohl anders sieht. Mein Mann und ich sind uns einig und werden bestimmt nicht das letzte Mal bei ihr gewesen sein.
Gruß Marion


28.01.2008 16:34:13   
gabriele_farkefehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Marion,

Du darfst gern meinen Namen nennen, ich stehe dazu. Ich wurde von Deinem Mann per PN angeschrieben, ob er nur Täter sei und Du nur Opfer. Das sehe ich eben nicht so. Für mich bist Du auch Täterin, ich wiederhole es hier gern, auch wenn Du das nicht so gern hören magst. Wenn Du glaubst, nichts mit der Onlinesexsucht Deines Mannes zu tun zu haben, dann nenne ich das vermessen und realitätsfremd und will das auch gern erläutern:

Jeder Mensch, der in eine Sucht gerät, hat dafür einen Grund (den er oft selbst nicht genau definieren kann). Dies kann u.a. auch mit dem realen Umfeld zu tun haben, mit zu wenig Gesprächen in der Ehe, mit allen möglichen Dingen. Und da Du mit Deinem Mann zusammen lebst, denke ich, dass Du dies auch hättest bemerken können, dass da etwas nicht stimmt. In meinen Augen ist halt niemals einer allein "schuld" an der Sucht.

Ich weiß nicht, warum Du so großen Wert darauf legst, keine Schuld zu haben, nicht mal ein kleines bisschen. Das klingt in meinen Ohren etwas arrogant und sieht so aus, als würdest Du nur zu gern mit dem Finger auf Deinen Mann zeigen.

Sorry, wenn Dir das nicht gefällt, was ich denke, aber es ist wie es ist. Manchmal tut es ja auch weh, sich selbst und sein Verhalten zu hinterfragen, nicht wahr? Herauszuschreien, dass nur der andere schuld ist, ist mir zu einfach, tut mir leid. Aber dies ist nur meine ganz persönliche Meinung, um die Ihr mich gebeten hattet. Die muss nicht richtig sein, aber sie ist ehrlich.

Ich freue mich, dass Ihr bei ProFamilia eine professionelle Beratung bekommt.

Alles Gute,
G.


bearbeitet von gabriele_farke am 28.01.2008 17:00:16
Gabriele Farke (HSO e.V.)

++++ Individuelle Onlinesexsucht-Beratung:
http://www.onlinesucht.de/Kosten HSO-2014-OK.pdf

++++ Das Buch "Gefangen im Netz?" ist auch als eBook erhältlich unter
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28.01.2008 16:55:38    
Marion1974fehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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geschrieben von gabriele_farke am 28.01.2008 16:55:38


Jeder Mensch, der in eine Sucht gerät, hat dafür einen Grund (den er oft selbst nicht genau definieren kann). Dies kann u.a. auch mit dem realen Umfeld zu tun haben, mit zu wenig Gesprächen in der Ehe, mit allen möglichen Dingen. Und da Du mit Deinem Mann zusammen lebst, denke ich, dass Du dies auch hättest bemerken können, dass da etwas nicht stimmt. In meinen Augen ist halt niemals einer allein "schuld" an der Sucht.

Alles Gute,
G.



Liebe Frau Farke,
wie hätte ich etwas bemerken sollen/können/ müssen wenn er schon VOR MIR Cs hatte??? Er hat ALLES dafür getan nicht aufzufliegen. Hätte ich vor drei Jahren merken sollen/können/müssen als ich von der Arbeit kam das er kurz vorher Telefonsex hatte??? Hätte ich etwas merken sollen/können/ müssen als wir unsere Hochzeit geplant haben??? Hätte ich etwas merken sollen/können/müssen als wir über unseren gemeinsamen Kinderwunsch gesprochen haben???
Bis vor einigen Monaten war unsere Beziehung/Ehe in meinen Augen perfekt. Ich hatte keinen Grund daran zu zweifeln. Warum auch. Wie also sollte ich darauf kommen das er mir etwas verheimlicht??? Hätte er während unserer Beziehung damit angefangen dann JA habe ich auch Schuld aber doch nicht wenn ich zu ihm ziehe, wir glücklich sind, ich arbeiten gehe und er CS oder TS hat. Sorry ich will es ja verstehen wie Sie darauf kommen, aber Ihre Antworten sind in unserem Fall zu pauschal. Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, aber doch nicht mit solchen Antworten. Sie schreiben zum Beispiel " mit zu wenig Gesprächen". Wir haben immer offen und ehrlich über alles gesprochen daran kann es auch nicht gelegen haben. Unser Sexualleben war göttlich auch da also kein Grund für mich zu denken er hat CS. Natürlich täte es mir weh wenn ich mit Schuld an seiner Sucht hätte, aber dann müsste ich dazu stehen und das würde ich auch aber, ich konnte nichts ahnen/wissen. Vor einigen Monaten erst bekam ich den Verdacht. Ich habe ihn darauf angesprochen, ich habe angefangen zu schnüffeln ohne Erfolg. Was blieb mir dann noch. Er sagte nichts, mein schnüffeln blieb ohne Erfolg, WAS hätte ich noch tun sollen??? Und wenn es so aussieht als würde ich mit dem Finger auf meinem Mann zeigen, dann täuschen sie sich gewaltig, weil ich momentan diejenige bin die alles macht, nicht er. Liefern sie mir drei gute und plausible Gründe wieso ich mit Schuld trage???????
Gruß Marion


28.01.2008 17:50:05   
gabriele_farkefehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Nein, liebe Marion, das werde ich nicht, weil ich nicht die geringste Lust habe, mich hier zu streiten. Wenn Sie sich völlig schuldlos fühlen, ist ja alles in Ordnung für Sie ;-)

Alles Gute,
GF


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28.01.2008 19:22:46    
Marion1974fehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Okay, okay, ich bin Mitschuld. Danke das Sie bereit so bereitwillig zu helfen.DANKE!!! Bleibt nur eine Frage. Mein Mann seit zehn Jahren OSS ich, seit sechs Jahren mit ihm zusammen. Hmmmm....was ist den mit der Differenz von vier Jahren in denen er Single war???? Wer war Mitschuld??? Lassen Sie mich raten: Die Medien!!!???? Ich will mich auch nicht streiten, ganz im Gegenteil, ich hatte mir nur einige Antworten erhofft von einer Person von der man hier im Forum so viel Gutes liest. Das war anscheinend zuviel verlangt von mir. Gott war ich naiv. Nun denn, ich werde mich trennen, die Scheidung einreichen. Dann ist der Himmel wieder blauer, das Gras grüner und die Goldfische goldiger. Ein schönes Leben noch


28.01.2008 20:13:41   
gabriele_farkefehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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oh Mann, oh Mann ...



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28.01.2008 20:19:51    
Phoenixfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Hallo Marion,
ein Süchtiger Mensch sendet Signale...unbewußt...und eine co-abängige Persönlichkeit empfängt sie...auch unbewußt... Man erkennt am Partner Eigenschaften die evtl. an die eigene Kindheit erinnern...man merkt er tut nicht gut, und bleibt trotzdem.

Ein Süchtiger bleibt normalerweise nicht lange mit einem gesunden Menschen zusammen, weil der gesunde Mensch sehr schnell die Unstimmigkeiten merken würde. Ein Mensch mit einer co-abhängiger Persönlichkeitsstörung bleibt!

Weil er Leid als Bestandteil des Lebens sieht, weil man getrimmt ist zu helfen...Meist finden sich der Süchtige und der Co-Abhängige und es beginnt sich eine Spirale zu drehen...Der, der das Spiel erkennt, der am ehesten auf dem Zahnfleisch läuft, der verläßt die Beziehung.

Solche Beziehungen haben meist eine sehr große Intensität, mit Nähe, mit Distanz, Liebe, Schmerz, Helfen, mit Abhängigkeit von beiden Seiten. Oft ist es sogar so, dass solche Co-Abhängige Beziehungen ein Leben lang halten. (Z.B. der Alkohliker und seine Partnerin). Also, wenn einer psychisch gesund wäre, würde das Spiel nicht laufen....

Sorry wenn ich es auch sage, aber du bist auch krank. Wärest du gesund, würdest du den Mann wahrscheinlich längst verlassen. Er leidet wohl unter Sucht, du unter Co-Abhängigkeit. Also ein perfektes Doppel....

Beispiel deiner Co-Abhängigkeit: Zitat "weil ich momentan diejenige bin die alles macht, nicht er".

Ich denke ihr solltet die Schuldfrage mal ruhen lassen...ihr habt euer Problem erkannt, ihr wollt dran arbeiten. Dann tut es doch! Und verrennt euch nicht in der Schuldfrage...und diskutiert nur rum wer nun "Opfer" und wer "Täter" ist?!

Viel Glück! Amalia


"Nicht weil es schwierig ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwierig." Sokrates

Für meine eigenen Beiträge bleibt copy-right bei mir. Danke!
28.01.2008 21:12:57  
baer40fehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Ich schließe mich Amalia an. Was soll der Unsinn mit Schuld und Mitschuld. Entscheidend ist das das Problem, die Sucht angegangen wird!


28.01.2008 21:26:33  
Silvio1965fehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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schade das hier thesen in den raum gestellt werden...alles schön pauschal.... aber keine antworten gegeben werden. mit der opfer/täter diskussion haben wir erst am sonntag angefangen,da sie vorher für uns eindeutig geklärt war.. uns beschäftigte die frage....keine antworten....warum auch immer..... nun ist sie eh egal


28.01.2008 21:27:30   
Silvio1965fehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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man kann die sucht erst gemeinsam angehen,wenn einige grundsatzfragen beantwortet sind


28.01.2008 21:29:04   
Phoenixfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Hallo, Marion und Silvio, (oder wen schreibe ich gerad an?)
sorry, wenn ich das jetzt schreibe, habe das Gefühl es geht bei euch beiden um Machtkampf ...? Oder um Schlammschlacht?

Sieht so aus, als würden 2 Alkoholiker da sitzen und rumdiskutieren, wer hat die Schnapsflasche nun aufgemacht, wer hat nun Schuld???

Wie wäre es, wenn ihr beide den PC mal ausschaltet...eure Therapien macht ...denn ich selbst finde es irritierend, wenn ich weiß du sitzt wohl am PC, die Frau daneben schaut zu.... 10 Minuten später sitzt die Frau am PC und du siehst zu....und dann wird diskutiert, wer nun Recht hat....habe es mir grade mal bildlich so vorgestellt.

Und wenn ihr schlau seid, dann hört ihr auf Gabriele, auch wenn sie Sachen schreibt, die ihr nicht hören wollt...

"Man kann jemand die Schuhe hinstellen, aber laufen muß man alleine"...finde ich gerade passend...






bearbeitet von Phoenix am 28.01.2008 21:38:52
"Nicht weil es schwierig ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwierig." Sokrates

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