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Es geht um EUREN gegenseitigen Erfahrungsaustausch und um die Hilfe zur Selbsthilfe.


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Forum Übersicht » OnlineSEXsucht .... Wir suchen Hilfe und gegenseitigen Austausch » OnlineSEXsucht » Der Erste Schritt - Neu hier
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Der Erste Schritt - Neu hier
yeo@gmx.netfehlende Rechte fehlende Rechte erste Beitrag kann nicht gelöscht werden -> lösche das ganze Thema 
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Mein Name ist Yeo,

ich bin 22 Jahre alt ich bin seit ca. 6 Monaten sicher, dass ich onlinesexsüchtig bin. Ich masturbiere seit ich ca.14 Jahre alt bin zu Internetpornographie. Momentan kann ich dem Kribbeln ca. 1-2x die Woche nicht überstehen.

Ich konsumiere primär dann wenn ich entweder unter großem Druck stehe (Studium) oder abends „nur so“ vor dem PC sitze.

Ich lebe seit 5 Jahren in einer festen Beziehung und liebe meine Freundin. Ich habe mich jetzt endlich zum handeln entschlossen, da ich seit ca. 8 Wochen unregelmäßig Erektionsprobleme beim Sex mit meiner Freundinn habe.

Ich habe es leider noch nicht geschafft mein Laster ihr zu beichten.

Ich hoffe hier Unterstützung zu finden! Ich werde am Donnerstag das erste Mal bei der Gruppenstunde teilnehmen. Entstehen mir da dadurch eigentlich Kosten?

Mein Erster kleiner Schritt: An meinem Monitor klebt ein Zettel mit der Aufschrift STOP, die ich laut aussprechen möchte falls die Verschung zu groß wird.

Viele Grüße

Yeo



25.06.2010 23:10:12   
gabriele_farkefehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Hallo Yeo,

das ist eine gute Sache, dass Du Dein Leben nun verändern möchtest! Leider haben wir momentan keine virtuellen SHGs, da wir bis Anfang August dort in der Sommerpause sind.

Was Du vorab schon mal tun kannst?
http://salfeld.de/hsoev.html

Installiere Dir das Schutzprogramm und richte es Dir entsprechend ein. Null Pornos, keine "einschlägigen Seiten". Wenn das nicht reicht, denke mal über eine Beratung nach (www.onlinesucht.de/berkos.pdf).

Viel Erfolg!
GF


bearbeitet von gabriele_farke am 26.06.2010 06:50:20
Gabriele Farke (HSO e.V.)

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http://www.onlinesucht.de/Kosten HSO-2014-OK.pdf

++++ Das Buch "Gefangen im Netz?" ist auch als eBook erhältlich unter
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26.06.2010 06:49:25    
SoSadfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Findet nicht nächsten Donnerstag, am 01.07., ein gemeinsamer SHG-Chat mit Betroffenen und Angehörigen statt?

Rollo und Denise haben das so angekündigt in ihren Gruppen.

Gruß
SoSad


26.06.2010 08:52:08  
gabriele_farkefehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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SoSad, OHJA!!!!! ....
Danke, dass Du meinem Hirn ein bisschen auf die Sprünge geholfen hast! ;-)

Ja, am Donnerstag, 01.07.2010, ist von 20-22 Uhr die gemeinsame SHG (Betroffene und Angehörige).
www.onlinesucht.de/beratung

---> dort in das Wartezimmer und dann in den HSO-Gruppenraum.

Bis dahin,
G.


Gabriele Farke (HSO e.V.)

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26.06.2010 10:54:39    
villagefreakfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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kurz zu mir:
bin 26 und gucke mir pornos an, seit ich ca. 12 bin. Vor paar Jahren habe ich mich auch vor meiner Freundin geoutet, bzw. sie hat es entdeckt. Ich bin jetzt am Ende einer Langzeittherapie und um einige Erkenntnisse reicher. In einer Selbsthilfegruppe war ich auch...

Die wichtigste ist wohl, das diese Schuld- und Minderwertigkeitsgefühle, die man nach einem "Rückfall" hat, für mich schlimmer sind als die Sache selbst. Ich war anfangs nach Rückfällen total down und habe mich tagelang elend gefühlt.
Anfangs hat mir sicher die Phase ohne jegliches Internet/Porno gut getan, aber auf Dauer kriege ich es nicht hin und finde es auch nicht erstrebenswert. Wenn man es in Maßen konsumiert und die Partnerin es ok finden und es die Sexualität zwischen euch nicht beeinflusst, spricht auch nichts dagegen. Jeder hat schließlich seine Schmutzecke und solange kein Leidensdruck entsteht, ist es für mich ok, dabei Spaß zu haben.
Außerdem sind die verbotenen Früchte die reizvollsten. Durch komplette Abstinenz wird das Verlangen nur immer größer...
Maßnahmen wie Kindersperre, Kabel verstecken, Internet abschaffen haben bei mir nichts gebracht. Zur Not bin ich zur Videothek gegangen oder habe mir heimlich mit dem notebook bei Kumpels Filme gezogen.

1-2x die Woche finde ich da auch gar nicht so viel, aber jeder ist da anders. Sollten dadurch Probleme beim Sex auftreten, so solltest Du vielleicht weniger konsumieren. Ein Therapeut kann Dich dabei sicher unterstützen, die Hintergründe bei Dir zu ergründen und dein Leben zu strukturieren.

Was mir geholfen hat, ist, dass ich meine sozialen Kontake intensiviert habe, auch wenn es mich als introvertierten Menschen viel Überwindung und Mut gekostet hat und ich einige Rückschläge erleiden musste. Die wertvollen Menschen, die ich dabei aber (besser) kennengelernt habe, waren es allemal wert.

Ich sage nicht, dass ich meinen Konsum bisher soweit reduziert habe, dass ich damit vollends zufrieden bin, aber ich habe auch gelernt, meine Erfolge zu schätzen, wie ich meine Lebensqualität und meine Beziehung verbessern konnte.
Eine Freizeitgestaltung mit Sport und neuen Hobbies kann ich auch nur empfehlen. Oder überrasch doch mal Deine Freundin mit einem besonderen Date, einer süßen Idee...

Ich weiß für mich, dass es nie die Situation geben wird, wo ich sagen werde "Ich bin über den Berg, jetzt will ich nie wieder Pornos gucken". Wenn ich auf der anderen Seite aber viele andere Interessen habe und Kontakte zu mir wichtigen Menschen pflege, geraten Computer und Pornos in den Hintergrund und werden uninteressanter.

Wenn Du unter den Folgen Deines Konsums leidest, solltest Du Dir wie schon gesagt Hilfe suchen. Probiers halt aus, ob die Gruppe Dir was bringt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich die Erfahrung der Langzeittherapie, die leider bald zuende geht, niemals missen möchte.


13.07.2010 23:17:06  
Little Billfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Hi,

bin auch süchtig und etwas von meinen bisherigen Erfahrung im Umgang mit der Sucht erzählen.

Es wurden hier ja schon einige Sperrprogramme vorgeschlagen, um die Erreichbarkeit des Suchtmittels einzuschränken. Da du allerdings schon seit acht Jahren Pornos schaust, bezweifle ich, ob das wirklich Erfolg haben kann. Bei einem Abhängigkeit über so einem Zeitraum beginnt man sich gewisse negative Verhaltensweisen anzueignen. In diesem Thread habe ich bereits schon etwas darüber geschrieben: http://www.cyberlord.at/forum/?id=4062&thread=2948

Es ist leider extrem wenig über dieses Thema im Internet frei verfügbar. Doch vor einigen Monaten bin ich auf http://www.recoverynation.com/ gestoßen. Das ist eine Webseite die sich speziell mit Porno- und Sexsucht beschäftigt. Unter anderem findet man dort einen kostenlosen Workshop, den man selbstständig durcharbeiten kann und ein Forum in dem man währenddessen von Coaches betreut werden kann. Das ganze ist halt in englisch, aber ich habe noch nichts vergleichbares gefunden, wo ich so viel über mein Leben, meine Sucht und Abhängigkeit im Allgemeinen erfahren habe. Ich habe viele plausibel klingende Begründungen für meine Verhaltensweisen erhalten und mich sehr oft in den einzelnen Beschreibungen wiedergefunden. Ich kann nur jedem empfehlen, sich diese Seite zumindest mal anzuschauen.


bearbeitet von Little Bill am 25.07.2010 17:40:19
25.07.2010 17:38:57  
gabriele_farkefehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Quoteaber ich habe noch nichts vergleichbares gefunden, wo ich so viel über mein Leben, meine Sucht und Abhängigkeit im Allgemeinen erfahren habe.


Vielen Dank für das nette Kompliment! Kennst Du unsere Seiten, in dessen Forum Du hier postest, auch?
www.onlinesucht.de

Alles Gute!


Gabriele Farke (HSO e.V.)

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25.07.2010 17:54:33    
Little Billfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Es tut mir Leid, falls ich mit meinen Beitrag Ihre Arbeit in irgendeiner Weise negativ erscheinen ließ. Das war nicht beabsichtigt. Auf keinem Fall wollte ich Ihnen Ihre Kompetenzen absprechen.

Aber es ist Fakt, dass man als Nutzer wenig Einblick in das Therapieprogramm dieser Seite bekommt, sofern man nicht bereit ist, etwas zu zahlen. Es gibt hier keine ähnlichen Do-It-Yourself-Guide, wie bei der von mir verlinkten Seite. Ihre Seite ist insofern hilfreich für mich, weil sie die Links zu Seiten über das Thema anbietet und ich mich über das Forum auch mit Deutschen über Onlinesexsucht unterhalten kann. Als Informationsquelle bietet es mir jedoch zu wenig kostenlos verfügbares Wissen. In diesem Bereich ist die von mir verlinkte Seite meiner Meinung nach einfach besser.

Mit meinem Beitrag wollte ich nicht irgendwelche Kunden von Ihrer Seite ablenken, sondern anderen Süchtigen, die wie ich mit dieser Abhängigkeit zu kämpfen haben, eine weiter Möglichkeit zur Verbesserung ihres Lebens aufzeigen. Falls das nicht gerne gesehen ist, werde ich natürlich umgehend den Link entfernen.


25.07.2010 18:25:44  
gabriele_farkefehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Nein, nein, alles ist gut! Sie haben mit Ihren Argumenten ja nicht unrecht!

Wir haben leider keine andere Wahl, als unsere Individual-Beratungen kostenpflichtig anzubieten, da wir von keiner staatl. Stelle finanziell unterstützt werden, weil die Onlinesucht immer noch nicht als Krankheit anerkannt ist. Sonst würden wir diese auch gern kostenlos anbieten. Wir bieten alle Informationen, die Teilnahme im Forum und in den virtuellen Selbsthilfegruppen, den Klinik-Sprechstunden, kostenlos an und arbeiten alle ehrenamtlich, d.h. ohne jegliche Vergütung! Das gilt für die Mitarbeiter des HSO und alle ModeratorInnen. Leider lässt sich aber auch ein gemeinnütziger Verein nicht ohne finanz. MIttel führen, das funktioniert einfach nicht!

Alles Gute!
G.



bearbeitet von gabriele_farke am 25.07.2010 19:35:58
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25.07.2010 19:34:00    
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immer
geschrieben von Little Bill am 25.07.2010 18:25:44Aber es ist Fakt, dass man als Nutzer wenig Einblick in das Therapieprogramm dieser Seite bekommt, sofern man nicht bereit ist, etwas zu zahlen.

Finde ich garnicht. Man sieht doch zum Beispiel, dass grundsätzlich immer zuerst einmal die Installation eines Kindersicherungsprogramms empfohlen wird. In etwa so, als ob man jemandem mit einer schweren Ess-Störung empfehlen würde, ein Vorhängeschloss auf den Kühlschrank zu hängen und den Schlüssel wegzuwerfen.

Das sagt doch schon einiges aus, oder nicht?

Danke für den Link. Schade, dass es nichts Vergleichbares auf Deutsch gibt.


28.07.2010 23:33:44 
Little Billfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Hallo Fliege,

hast du schon Mal versucht so lange wie möglich nicht zu blinzeln? Das geht vielleicht eine Minute gut, vielleicht zwei. Aber irgendwann wirst du blinzeln müssen, da es der Körper von dir verlangt, damit die Augen nicht austrocknen.

Ein Süchtiger fühlt ähnliches. Seine Sucht ist zur Gewohnheit geworden. Er hat das Gefühl, sein zwanghaftes Verlangen hilft ihm die Probleme des Alltags zu bewältigen. Onanieren fühlt sich normal an und was normal ist, kann ja nicht falsch sein. Das bedeutet, wenn du einem Süchtigen das Suchtmittel entziehst, wird das zwar für eine Weile gut gehen. Aber nach ein paar Wochen, vielleicht sogar Monate, wird er wieder Wege suchen, um seine Sucht ausleben zu können. Die Sucht ist ein Teil seiner Identität, es ist zur hauptsächlichen Strategie der Problembewältigung geworden. Sein Körper verlangt es. Man kann durch bloße Abstinenz nicht ändern, dass man ein fehlerhaftes Life Management besitzt.

Natürlich bedeutet es nicht, dass man während seiner Erholung einen Freifahrtschein zum Ausleben seiner Sucht hat. Aber warum sich selber die Möglichkeit nehmen, um den genauen Aufbau seiner Sucht zu verstehen und die Ursachen eines süchtigen Verhaltens zu erforschen?

Ich stecke immer noch in den Anfängen meiner Suchtbekämpfung und erlebe wöchentlich Rückfälle. Doch ich sehe das nicht als persönliches Scheitern, sondern versuche daraus Nutzen zu ziehen. Das heißt, ich mache mir klar, welche Emotionen ich vorm Masturbieren oder Pornokonsum gespürt haben, wie das Ritual angefangen hat und was genau der Auslöser war. Da meistens die selben Emotionen oder Dinge mein Suchtverhalten auslösen, hilft es mir dadurch eine besondere Vorsicht zu entwicklen, wenn ich die selben Emotionen wieder spüre. Ich weiß dann, dass es sehr wahrscheinlich ist, gleich wieder das Verlangen nach Pornos zu haben und versuche durch produktive Arbeiten schnellstmöglich diesem Gedankenprozess zu entkommen.


31.07.2010 18:23:15  
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Hallo Bill!

Ich hoffe, Du hast mein Posting nicht in der Weise missverstanden, dass ich in der Installation eines Kindersicherungsprogramms tatsächlich einen Therapieansatz (oder auch nur ein geeignetes Hilfsmittel) sehe. Tatsächlich ist nämlich das Gegenteil der Fall. Ich halte davon überhaupt nichts und sehe darin bestenfalls ein extrem hilfloses Herumlaborieren an Symptomen.

Was mich angeht, so kann ich das auf eine sehr einfache Formel bringen: Wenn ich die Kraft, die Einsicht, den Willen habe, keine Pornos zu konsumieren, brauche ich kein Sicherungsprogramm; wenn ich all das nicht habe, wird mich kein Sicherungsprogramm der Welt daran hindern (und das hat nichts mit irgendwelchen "Computerkenntnissen" zu tun!)

Abgesehen davon finde ich die Vorstellung eines erwachsenen Menschen, der stupide auf irgendeinen Link klickt und dann durch eine Kindersicherung (der Name bezeichnet ja schon die Zielgruppe) daran gehindert wird, auf der angesurften Seite zu landen, reichlich skurril. Ich jedenfalls sehe mich so nicht. Was bitte ist denn ein durch eine Kindersicherung verhinderter Rückfall anderes, als...eben ein Rückfall?

Was ich bei diesem Ansatz vermisse ist genau das, was Du in Deinem sehr ausführlichen Beitrag an anderer (oben verlinkter) Stelle beschreibst:
Die Erkenntnis, "dass nicht die Sucht die Ursache für die Probleme im Leben eines Süchtigen ist, sondern ein fehlerhaftes Lifemanagement. Sucht ist nur das Symptom eines ungesunden Lebensstils."

Wenn man in diesen beiden Sätzen "fehlerhaftes Lifemanagement" oder "ungesunder Lebensstil" durch "psychische Erkrankung" oder "Persönlichkeitsstörung" ersetzen würde, träfe es genau das, was ich meine. Entscheidend ist die sich notwendig ergebende Folgerung, dass mit dem reinen Unterdrücken des Suchtverhaltens, selbst, wenn es gelingt, überhaupt nichts erreicht ist, solange nicht an den die Sucht auslösenden Problemen gearbeitet wird. Und da sind wir wieder bei der Kindersicherung.

Ich bin eben nicht der Meinung, dass, sobald "Männe" (egal, wie) aufhört, sich nackte Frauen im Internet anzugucken und dabei an sich rumzuspielen, die Welt wieder in Ordnung ist. Sondern ich bin relativ sicher, dass es nötig ist, das abzustellen, was ihn veranlasst hat, überhaupt damit anzufangen (auch, wenn das sehr lange zurückliegt) und, dass "das unerwünschte Verhalten" dann - auch ohne Kindersicherung - von selbst aufhört.

Was mein eigenes Erleben angeht, so sehe ich beispielsweise einen sehr starken Zusammenhang zwischen depressiven Stimmungslagen und Suchtverhalten, wobei ich sehr sicher bin, dass die depressive Stimmung der Auslöser ist und nicht die Folge. Es würde mich also sehr interessieren, welche Erahrungen Leute gemacht haben, die ebenfalls mit Depressionen und OSS zu tun haben, aber nicht die OSS, sondern die Depressionen therapeutisch angegangen sind. Wie sich also eine - im Idealfall erfolgreiche - Behandlung der depressiven Störung auf ihr Suchtverhalten ausgewirkt hat.

Leider bin ich allerdings, was diesen grundsätzlichen Ansatz angeht, bisher weder hier, noch sonstwo im deutschsprachigen Internet fündig geworden. Deshalb nochmals danke für den Link zu Recoverynation (wo zumindest Wege aufgezeigt werden, die in diese Richtung gehen und - meiner Ansicht nach - im Forum eine etwas "erwachsenere" Diskussion stattfindet), sowie Deine sehr gute Zusammenfassung der Problematik in dem verlinkten Beitrag.


02.08.2010 00:18:59 
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