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Forum Übersicht » OnlineSEXsucht .... Wir suchen Hilfe und gegenseitigen Austausch » ANGEHOERIGE von onlineSEXsuechtigen PartnerInnen berichten .... » Seine Sturheit, mein Kummer...
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Seine Sturheit, mein Kummer...
^^angel^^fehlende Rechte fehlende Rechte erste Beitrag kann nicht gelöscht werden -> lösche das ganze Thema 
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Hallo miteinander,


ich bin 31 Jahre alt, mein Freund 28. Wir sind jetzt über 2 Jahre zusammen. Unsere Beziehung läuft ganz gut-> die üblichen Höhen und Tiefen UND seine Pornosucht!
Ich bin damals (nach 4 Monaten Beziehung) per Zufall auf die Dinger gestoßen. Sein ganzer PC war voll mit diesem Müll. Meine Gedanken damals-> oje, soooo viele... Das einzig positive war, dass es der übliche Pornodreck war-> also nichts „perverses“!
Jedenfalls war das unser erster Streitpunkt, der bis heute anhält. Er hat die Pornos dann „umgelagert“, damit ich nicht mehr nachvollziehen kann wann er sich was angesehen hat.

Ich habe ihm gesagt dass ich Pornos widerlich und falsch finde. Meiner Meinung nach verzerren sie das Bild einer Frau! Klingt prüde, oder? Meint mein Freund auch immer-> er hält mir hin und wieder vor, dass ich langweilig im Bett sei... Ich finde, er denkt zu sehr „porno“... Aber ich denke durch unseren Sex wird die Sache nicht beendet werden.

Seitdem macht er es immer heimlich. Hat sich eine Festplatte mit Passwort gekauft, die voller Pornos ist. Dazu einen Laptop-> natürlich auch Passwortgeschützt.
Ich weiß, dass ist scheiße von mir, aber ich muss eingestehen, ich habe die Passwörter ohne dass er es weiß! Also war ich vor kurzem wieder am rumschnüffeln. Ich wollte mir eigentlich nur meine Hoffnung bestätigen lassen, dass er mittlerweile damit aufgehört hat-> weil er es immer gesagt hat!
Aber ich fand erneut Pornos in Massen. Ich glaube mittlerweile er hat sie alle. Jeden Tag läd er sich was runter, sammelt die Filme in unvorstellbaren Mengen. Mich hat vor allem interessiert wann er sich diesen Müll „besorgt“. Tja, man wird es kaum glauben-> während der Arbeit! Und dann wenn ich auf Arbeit bin, guckt er sie alle an... Ich möchte echt nicht wissen was zu Hause manchmal so abgeht...
Ich habe auch rausgefunden, dass er Geld dafür ausgibt. Er ist überall angemeldet wo man Filme bekommt. Und da muss man ja sein Datenvolumen bezahlen.

Ich habe es im Guten versucht, im Bösen, mit Heulen, Humor und Betteln-> ich krieg ihn nicht davon los! Er meint er mache es schon so lange wie er Internet hat und er finde nicht verwerfliches dran. Dazu wurden sie schließlich gemacht.
Aber ich sehe ja wie er so ist, er hat eine völlig falsche Vorstellung von Frauen. Er sieht Frauen nur als Geschlechtspartner und kann überhaupt nicht mit ihnen umgehen. Stammelt vor sich her und versucht krampfhaft lustig zu sein. Ich glaube wir haben zusammen noch nie ein ernstes Gespräch führen können... Ich habe ihm schon ewig nichts mehr anvertraut, weil ich weiß es interessiert ihn sowieso nicht.

Ich finde er hat diese Filme nicht nötig! Mein Freund ist ein hübscher und kluger Mensch. Manchmal arrogant und egoistisch, aber innerlich sanft und schüchtern. Irgendwie hält er an seinen Gewohnheiten fest aus Angst älter zu werden...Er ist in irgendetwas reingeraten aus Unterforderung, Neugierde, Einsamkeit und Selbstzweifel. Alles dreht sich nur noch ums verheimlichen und schönreden. Und ich bin ehrlich gesagt am Ende mit meinen Nerven. Es wird mir alles zu viel. Ich bin sooft allein. Viele sagen mir, es sei „normal“-> diese Aussage kommt jedoch überwiegend von Männern... Ich habe meinen Kummer schon oft „ertränkt“ und wieder mit ritzen angefangen. Er steigert mit seinem Pornokonsum nicht gerade mein Selbstwertgefühl. Zu meinen Freunden möchte ich auch nicht mehr gehen. Viele haben versucht mit ihm zu reden-> er stur.
Ich frage mich wie lange das noch geht, ob er irgendwann reif und erwachsen wird. Ob ich es noch so lange aushalte...

Danke für´s zuhören...


26.09.2010 14:41:42  
Verwünschtfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Hallo Angel,

ja, die OSS des Partners ist eine äußerst kraftraubende und nervenzermürbende Zeit. NEIN normal ist das Verhalten deines Mannes bei weitem nicht!

Lese dich ein wenig hier im Forum durch die Beiträge, um zu erfahren, wie wichtig ein konsequentes Verhalten ihm gegenüber ist. Nicht nur für ihn, um ihn klar zu machen, das du SO nicht mit ihm weiter zusammen leben kannst und willst.

Auch DU musst DEINEN Weg wieder finden.
Da du schreibst, das du dich WIEDER ritzt, gehe ich davon aus, dass du schon einmal mit belastenden, psychischen Problemen konfrontiert wurdest.

Ebenso schreibst du: Er steigert mit seinem Pornokonsum nicht gerade mein Selbstwertgefühl.
Dein Mann hat auch nicht die Aufgabe dein Selbstwertgefühl zu steigern, dass schaffst du durch deine eigenen, positiven Gedanken ganz allein! Bitte versteh mich jetzt nicht falsch, ich weiß wie mies du dich mit der Sucht deines Mannes fühlst, aber ich weiß ebenso aus eigener Erfahrung, dass auch wir Angehörigen an uns arbeiten müssen, um aus der Opferrolle der "betrogenen und belogenen" heraus zu kommen.

Du selbst musst m.E. einen Weg finden, um deinen Fokus positiv auf dein Leben zu richten, so, das du zufrieden und auch wieder glücklich bist.
Dann und zwar erst dann wirst du die nötige Konsequenz aufbringen können um deinem Mann unmissverständlich klar zu machen, was du von ihm verlangst. So, dass es auch bei ihm ankommt, wenn du ihm sagst, das dich sein Verhalten quält.

Wenn du ein gesundes Selbstbewusstsein erlangt hast, wirst du es einfach nur noch Leid sein, mit seiner alles zerstörenden Sucht zu leben. Du wirst nicht mehr leiden, du wirst wütend und sauer auf ihn / auf seine Sucht sein.

Entweder, er wird es dann verstehen und wird spätestens dann wach, um zu kapieren, was er aufs Spiel setzt, oder du wirst so weit sein, dich von ihm zu trennen.

Deshalb gebe ich dir den Rat, dir entweder selbst therapeutisch helfen zu lassen, oder dir ganz viel durch gute Bücher selbst zu helfen / selbst anzueignen. Welcher Weg für dich der richtige ist, musst du selbst heraus finden. Da du aber vom Ritzen schreibst, wäre eine therapeutische Hilfe sicher eine super Begleitung für dich.

Der Weg einer Besserung geht nur über deine eigene positive Veränderung.

Du schreibst:
Er sieht Frauen nur als Geschlechtspartner und kann überhaupt nicht mit ihnen umgehen.
....trifft das auch auf dich zu??? Wenn ja, warum lässt du dich so degradieren? Wo bleibst dein Stolz und Selbstwertgefühl? Hast du das als hübsche und intelligente Frau nötig? NEIN!

Ich glaube wir haben zusammen noch nie ein ernstes Gespräch führen können... Ich habe ihm schon ewig nichts mehr anvertraut, weil ich weiß es interessiert ihn sowieso nicht.
... sind ernsthafte, vertraute Gespräche und das Anlehnen an den Partner (unabhängig von OSS) nicht ein sehr, SEHR wichtiger Teil innerhalb der Basis einer jeden Beziehung / Liebe? Wie kommst du allein schon damit klar, das du diese schönen Momente mit deinem Mann nicht erfahren / teilen darfst?

Angel, meine persönliche Meinung ist, dass zwar die OSS deines Mannes eine äußerst belastende Situation für dich darstellt (ist allzu verständlich!), aber auch weitere Dinge ziemlich im argen liegen.

Ich denke, da gilt es für euch beide, eine große Baustelle anzugehen.

Es ist alles zu schaffen und machbar, dass kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen, aber beide Seiten müssen das auch wollen!

Ich wünsche dir viel Kraft und alles Liebe.

Denise











bearbeitet von Verwünscht am 26.09.2010 20:23:32
*Mit Steinen, die man mir in den Weg gelegt hat, habe ich mir einen Weg gebaut ++++++ Wenn einem die Treue Spaß macht, dann ist es Liebe -- Julie Andrews+++++*

SHG für Angehörige: Jeden 1. Montag ab 20.30 Uhr
26.09.2010 20:21:48  
^^angel^^fehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Danke für die Antwort...
Ich weiß ja noch nicht mal ob es OSS ist oder ob ich nur überreagiere?
Mein Ex hatte so ziemlich das selbe getan. Nur nicht so verheimlicht. Aber seitdem, es ist nun ca 6 Jahre her, habe ich einen Knall bekommen was Pornos betrifft. Es war schrecklich zu sehen dass mein jetziger Freund im Wesentlichen nicht anders ist als mein Ex. Damals waren die Pornos ein Hauptgrund, dass sich meine Liebe zu ihm minimiert hat.
Ich habe gestern wieder versucht ein Gespräch mit ihm zu führen. Er blockt ab-> er sagt ich nerve ihm damit und ich könne ja gehen wenn es mir nicht passt. Er sei so wie er ist. Er möchte sich nicht verändern lassen.
Ich habe gestern wieder seine Festplatte durchwühlt. Da waren natürlich wieder neue Datein drauf. Ich hätte kotzen können als ich das sah. Das war wieder ein Schlag in die Magengrube und ich musste mich echt anstrengen ihn nicht gleich anzurufen und Vorwürfe zu machen. Mittlerweile habe ich ja gelernt ruhig an dieses Thema ranzugehen...
Ich weiß wirklich nicht ob die Beziehung sich noch lohnt. Nur ich liebe ihn so sehr!
Das er mit Frauen nicht umgehen kann habe ich beobachtet wenn er mit anderen Frauen erzählt. Also da wurde in meiner Gegenwart noch nie ein ernstes Gespräch geführt. Er will immer nur lustig sein. Freunde von uns kommen nie zu ihm und reden mal über Beziehungskrisen usw. Sein Leben ist ein wahrer Spassfaktor. Von Problemen will er nichts wissen.
Und das ist auch unser Problem... Es darf zwischen uns keine Probleme geben. Ich denke dass hat er so von seiner Familie, da wird auch alles runtergeschluckt und verdrängt...
Er ist ein so schwieriger Mensch...


29.09.2010 12:36:15  
subbelfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Hallo Angel,

also mal ganz ehrlich, es ist jetzt eigentlich zweitrangig, ob er OSS ist oder nicht, er will ja nur ungestört weitermachen. Ist er nicht süchtig ist es einfach nur total rücksichtslos, wie er mit Deinen Gefühlen umspringt.

Dich stört es ungemein und Du kommst alleine schon wegen Deiner Vorgeschichte damit nicht klar. Und ihm ist das egal. Du könntest ja gehen wenn es Dir nicht passt.

Und genau das würde ich an Deiner Stelle tun. Entweder er wacht dann auf und ändert sich und holt sich, falls es doch eine Sucht ist, Hilfe, oder es ist eben vorbei.

Fühle genau in Dich rein! Kannst und willst Du wirklich wie bisher weiterleben?

LG

Karin




SHG für Angehörige: Jeden Montag ab 20.00 Uhr

29.09.2010 13:23:55  
baer40fehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Hallo Angel,

Du weißt nicht, ob Dein Freund OSS ist. Ich denke schon. Sich mal alle Schaltjahre einen Porno anzusehen ist keine Sucht, aber sich jahrelang, täglich Filme runterzuladen und sich anzusehen ist Sucht! Sich extra eine Festplatte zu besorgen und diese mit Passwörtern versehen ist Sucht.

Aber das wichtigste Merkmal von allem ist, dass er mit dem Online-Sex weitermacht und er dabei nicht sieht, bzw. sehen will wie Du dabei kaputt gehst. Als Süchtiger sieht er Dich nicht mehr, da hat er Scheuklappen auf.

Ich kann da nur zustimmen, was Karin dir geschrieben hat. Setzte ihm ein Ultimatum.! Wenn er dieses Ultimatum verstreichen lässt, dann verlasse ihn. Das klingt hart, aber nur so kannst Du dich selbst retten. Denn darauf kommt es jetzt an, dass du selbst auf dich aufpassen musst. Geh zu einem Therapeuten, so schnell wie möglich, denn das Ritzen ist nicht gut. Achte auf Dich, schaue, dass es Dir wieder gut geht. Machst Du mit ihm so weiter wie bisher, dann gehst du daran kapuut

Ein dich liebender, nicht süchtiger Partner hätte übrigens gesehen, dass es Dir nicht gut geht und hätte mit dem Online-Sex aufgehört.

Gruß
Baer40



bearbeitet von baer40 am 29.09.2010 13:54:45
29.09.2010 13:54:03  
Dormarthfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Hallo,

Spassfaktor mag das für ihn sicher nicht sein. Sowas ist total anstrengend und man merkt daran, dass er irgendwo eine größere oder mehrere Baustellen hat.

Baer40 hat recht. Ich war für meinen Partner auch total durchsichtig. Auch wenn sein Pornokonsum bei mir nicht täglich war, weil er dagegen ankämpfte um es zu verstecken.
So wusste ich doch, dass er es jahrelang vor unserer Zeit alleine tagtäglich so machte.
Für mich war das okay, dass man als Single so seine Befriedigung auslebt. Nur kam ich nie bis zur Entdeckung der Sucht auf die Idee, dass es sich bereits um eine Sucht handeln könnte.
Und die Folge davon war auch, dass er wie in seiner eigenen Welt lebte. Die Realität wurde ausgeblendet. So nahm ich ihn auch immer wahr.
Ich war wie selbstverständlich, das bestätigte er mir und das tat so weh.

Auch das er meine Vorgeschichte übergangen ist. Denn mein Ex meinte, er müsste mir seine Sb aufdrängen, indem er es sich neben mir im Bett machte. Und der dachte wohl ich würde das nicht bemerken.
Das klärte ich gleich zu Anfang unserer Partnerschaft, dass ich damit ein Problem habe.
Aber die Sucht ließ ja nicht locker und so war unsere erste Situation (da wohnte er gerade mal 2 Wochen bei mir), dass er sich am Pc Nacktfotots ansah, während ich einen Meter daneben fern guckte. Und durch Zufall..da durch Bilderwechsel im Fernsehen mal ein schwarzes Fernsehbild zu sehen war, spiegelte sich sein Monitor und ich erstarrte fast, weil sich diese Situation wieder wie aufgezwungen anfühlte.
Als ich zu ihm ging, klickte er die Seite weg. Klar, das war ihm selber unangenehm und vielleicht auch peinlich. Man weiß ja einerseits auch, dass das nicht korrekt ist.
Auch hatte ich das Gefühl, wenn ich mal den Raum verlasse, er Bildchen gucken müsste. Das bejahte er. Und auch wenn er es anfangs nicht gleich zugeben konnte, so sagte er Monate später selber, dass es Zwangsgedanken bzw. -handlungen sind.
Heute muss ich oft daran denken, dass ich mit Pornos nie ein Problem hatte. Das änderte sich durch ihn stark.

Zitat Baer40: "Sich extra eine Festplatte zu besorgen und diese mit Passwörtern versehen ist Sucht."

Oder wie bei uns...die Filmchen in einen unauffälligen Ordner verschwinden lassen. Einerseits kann ich ja heute schon ein bisschen darüber schmunzeln. Die Raffinesse ist echt Hammer. Nur doof, wenn der andere Part genauso raffiniert ist Breites Grinsen Und genau das ist der Punkt...Sucht macht erfinderisch!
Also ich würde auch sehr stark sagen Sucht bei deinem Partner.
Vielleicht ist er auch zusätzlich süchtig nach Harmonie, wenn es zwischen euch keine Probleme geben darf.
Das ist einerseits schon realitätsfremd. Probleme wird es immer geben.

Und wenn du dich fragst, ob du überreagierst..sehe ich daran, dass du vielleicht dabei bist das zu tolerieren. Möchtest du das wirklich einfach hinnehmen, dass du mit deinen Gefühlen einfach übergangen wirst?
In einer Partnerschaft ist man auch dem Partner gegenüber emotional verantwortlich. Und diese Seite entdecke ich an deinem Partner gerade nicht in deinen Erzählungen.

Liebe Grüße
Dormarth


bearbeitet von Dormarth am 29.09.2010 14:51:45
Eine Partnerschaft ist keine "One-Man-Show".
29.09.2010 14:47:04  
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Ich habe mal eine Frage...

Wenn ich aufhören soll zu kontrollieren und nachzuschnüffeln, woher weiß ich dann ob er es noch macht?

Mit meinem Kontrollwahn habe ich schon einiges kaputt gemacht und ich will damit aufhören! Er ist (soweit ich weiß) nicht fremd gegangen und es gab auch sonst keine Anzeichen darauf... Er braucht nur hin und wieder Bestätigung, dass er auch bei anderen Frauen ankommen würde -> so habe ich den Eindruck.

Und wieso sind seine Exfreundinnen damit klargekommen?? Aber ich kann das nicht? Bin ich denn so intolerant? Bin ich vielleicht so eifersüchtig, dass ich denke, diese Pornofrauen nehmen mir meinen Freund weg???


bearbeitet von ^^angel^^ am 03.10.2010 16:25:48
03.10.2010 16:21:29  
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Hi Angel,

woher weist Du, dass seine Exfreundinnen damit klar gekommen sind? Hat er Dir das gesagt? Denk mal drüber nach warum diese Beziehungen alle in die Brüche gegangen sind.

Außerdem ist es doch völlig irrelevant ob sie damit klargekommen sind oder nicht. Du kommst nicht damit klar und nur das ist wichtig. Und Du musst Dir auch jetzt kein schlechtes Gewissen einreden, nur weil Du ihm am PC nach spioniert hast. Er sollte das schlechte Gewissen haben.

Ich befürchtete leider auch, dass er süchtig ist, bei den Datenmengen, die er herunterlädt. Und das er auch schon die Ausrede parat hält, Du seist schuld, weil Du im Bett "zu langweilig" wärst, passt auch ins Bild.

Wäre er nicht süchtig, wäre er einfach nur egoistisch, denn Zitat baer "Ein dich liebender, nicht süchtiger Partner hätte übrigens gesehen, dass es Dir nicht gut geht und hätte mit dem Online-Sex aufgehört".

Nicht Du hast ein Problem, sondern er!!!!!!!!

Und wenn Du nicht konsequent handelst, wird sich nichts ändern.

LG

Karin






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04.10.2010 12:42:51  
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Hi angel,
ich denke, dass dein Partner onlinesexsüchtig ist, und du bereits co-abhängig bist. Denn Kontrolle ist ein Symptom von Co-Abhängigkeit.

Aus www.kreutzbund-kitzingen.de kopiert:

Wie erkennt man Co-Abhängigkeit?

Sie räumt heimlich seine Flaschen weg. Die Sucht des Partners wird vertuscht, entschuldigt, bagatellisiert. Co-abhängige Menschen bewahren den Suchtkranken davor, die volle Tragweite der schädlichen Konsequenzen seines Suchtmittelkonsums zu spüren. Nach und nach übernehmen sie die Kontrolle über den Suchtmittelkonsum des Abhängigen und auch über die persönlichen Verantwortlichkeiten des Suchtkranken. Ob im Haushalt, am Arbeitsplatz oder im Freundeskreis. Schließlich soll nach außen hin der Schein gewahrt bleiben. Denn: "bei uns gibt es keine Probleme". Und auch Scham spielt eine große Rolle. Je unübersichtlicher die Situation ist, desto verzweifelter wird versucht, die Kontrolle zu behalten. Co-Abhängige neigen dazu, für alles und Jeden Verantwortung zu übernehmen, sie beziehen alles auf sich, ohne sie läuft nichts, sie werden schließlich gebraucht, fühlen sich unentbehrlich, nehmen die Rolle des Märtyrers an. Klare Abgrenzungen fallen weg. Im Verlauf der Co-Abhängigkeit wird der Suchtmittelmissbrauch verniedlicht, rechtfertigt oder auch akzeptiert. Schließlich besorgt in vielen Fällen die co-abhängige Person den Stoff. Selbstbetrug lautet die Devise. Auch dann, wenn der Suchtkranke zum 100. Mal beteuert: "Jetzt ist Schluss". ?Morgen hör ich auf!? Der Gefühlszustand des Suchtkranken wird zum eigenen. Geht es ihm gut, geht es dem Co-Abhängigen gut. Eigene negative Gefühle werden verdrängt. Co-Abhängige klammern sich an die fixe Idee, dass schon alles wieder ins Lot kommt. Sie haben Angst vor dem Bruch, der Trennung. Und "opfern" sich mit falscher Hingabe nicht selten bis zum totalen körperlichen Zusammenbruch. Aber sie fühlen sich auch stark: Der Co-Abhängige übernimmt die Kontrolle, er ist der Macher. Und, er wird wichtig für den Süchtigen. Er ist faktisch sein Komplize.
Der Teufelskreis

Die Entwicklungsschritte in die Co-Abhängigkeit sind dabei ebenso schleichend, wie die Sucht selbst. So wie zum Beispiel der anfängliche Suchtmittelkonsum als völlig normal eingestuft wird (die paar Bierchen, die paar Spiele), so wird auch das co-abhängige Verhalten als normal eingestuft. Natürlich will man den Partner zunächst schützen, man übernimmt nur ab und zu die Kontrolle. Erst ein Anruf bei den Kollegen, ein Gang zum Kiosk, damit endlich Ruhe herrscht. Dann wird das Ganze zur Routine, zum vermeintlich rettenden Lügenkonstrukt. Schließlich hält man doch zu seinem Partner, will ihm helfen, ihn schützen. Das unmittelbare Ziel co-abhängiger Hilfe besteht darin, die negativen Folgen des Suchtverhaltens abzupolstern. Aber gerade dadurch wird der Suchtprozess vorangetrieben. Denn: Das Suchtverhalten hat für den Süchtigen keine negativen Konsequenzen mehr, der "Schmerz" wird gelindert. Aber es ist gerade der Schmerz, der Leidensdruck, der Süchtige bewegt, etwas gegen ihre Sucht zu unternehmen. Und genau das verhindert der Co-Abhängige mit seinem Verhalten.



"Nicht weil es schwierig ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwierig." Sokrates

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