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Forum Übersicht » OnlineSEXsucht .... Wir suchen Hilfe und gegenseitigen Austausch » OnlineSEXsucht » Keine Antwort auf eine ganz einfache Frage
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Keine Antwort auf eine ganz einfache Frage
PeterHoffnungfehlende Rechte fehlende Rechte erste Beitrag kann nicht gelöscht werden -> lösche das ganze Thema 
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Guten Abend!
Vor einigen Tagen habe ich hier eine Diskussion zu eröffnen versucht unter dem Titel "Eine ganz einfache Frage an dich".
Auf diese Frage habe ich aber von euch keine einzige Antwort erhalten. Die Frage hieß:
"Denkst du beim Sex immer nur an den/die tatsächlich gerade real anwesende/n Partner/in?"
Die Frage wäre schon mit einem einfachen "Nein" oder "Ja" zu
beantworten gewesen, aber offenbar ist das Thema so heikel, dass sich niemand, noch nicht einmal unter dem Schutz des Nicknames, traut, sich dazu zu äußern.
Daraus ziehe ich den Schluss, dass genau dieses Thema in genau diesem Forum ein Tabu ist. Am ehesten kann ich das
bei den Angehörigen der Süchtlinge verstehen, denn wenn die zugeben würden, dass auch sie fremde Bilder beim Sex im Kopf habe, würden sie ihre Position deutlich schwächen.
Für uns Süchtlinge ist dieses Eingeständnis aber auch nicht
unbedingt einfach, denn damit kommen wir einer Rechtfertigung unserer Sex-Interessen im Netz doch recht nahe, und wir wollen ja alle nicht rechtfertigen, was wir
endlich überwinden wollen.
Da liegt ein Dilemma, aus dem ich für mich persönlich nur den Ausweg sehe, mir immer wieder klar zu machen, dass nicht mein Interesse an Porno-Bildern oder Sex-Chats mein
Problem ist, sondern meine, im Lauf der Jahre selbst erworbene Steuerungsunfähigkeit in diesem Bereich, also meine Sucht. Die muss ich bekämpfen und nicht die Bilder oder Situationen in meinem Kopf.
Schade, dass ihr euch auf das Thema nicht einlassen wollt,
es hätte ein netter Versuch werden können.
Gruß vom Peter



bearbeitet von PeterHoffnung am 16.05.2011 18:42:32
16.05.2011 18:31:28  
dreamcatcherfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Hallo Peter,

na, das will ich Dir dann doch nicht "antun", dass Du hier gar keine Antwort erhältst : ))))

Ich finde das Thema jedenfalls nicht heikel, wieso denn auch ? Ich denke eher, dass Viele hier zu sehr in ihren ganz persönlichen "Geschichten" verfangen sind um auf s.z.s "allgemeine" Fragestellungen zum Thema Sexualität ein zu gehen.

Was mich betrifft kann ich Dir aber gerne eine Antwort geben.
Nein, in der Regel denke ich nicht an andere potentielle Sexualpartner, wenn ich mit meinem Mann schlafe (was nicht heisst, dass ich nicht manchmal an andere Sachen denke, haha...aber das kennt wohl Jeder mal : )))
Ich konzentriere mich da aber auch stark auf mich selbst, muss ich auch zugeben.
Das heisst jetzt aber nicht,dass ich mir nie Sex mit einem anderen Mann als meinem eigenen vorstellen könnte und kann. Es gibt durchaus Männer, die ich sehr attraktiv finde, auch in erotischer Hinsicht. Ich präferiere z.B optisch dunklere Typen, d.h ich war z.b gerade in Spanien und muss sagen, da hat es mich visuell durchaus das eine oder andere Mal "gerissen" : ))) mein durchaus sehr attraktiver Mann aber ist z.B blond (naja, inzwischen grau-blond...was ich übrigens sehr gut finde)
Beim direkten Akt aber ist DER Partner für mich DA, der eben DA ist und darauf - und eben MICH konzentriere ich mich, ich brauche da keine s.z.s "Fremdphantasien", die würden mich eher ablenken.
Das käme mir ein bisschen vor, als würde ich eine Forelle blau essen und mir dabei vorstellen es wäre ein gebratener Seehecht oder so....ich weiss nicht, ob ich dann die reale Forelle noch so genießen könnte, wie ich es eben könnte, würde ich mich ganz darauf einlassen(schwierig aus zu drücken)

So, ich hoffe das war schon mal was, mit dem Du was anfangen kannst : )))

LG


16.05.2011 19:05:07  
subbelfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Guten Abend Peter,

ohje, da hatte ich Deine ursprüngliche Frage falsch interpretiert. Ich dachte, sie sei nur an Betroffene gerichtet.

Also ich kann hierzu nur schreiben, dass ich beim Sex nur an meinen Mann denke. Und wenn ich jetzt auch für meinen Mann antworten darf - und ich mal davon ausgehe, dass er bei diesem Thema ehrlich zu mir ist - ihm geht es genauso.

Ich vermute, dass Dein jahrelanger Pornokonsum auch in dieser Beziehung Auswirkungen auf Dich hat und ich bin überzeugt davon, dass sich das dann zumindest stark mindern würde. Also sei nicht so ungeduldig, das wird. Alles braucht eben seine Zeit.

LG

Karin


bearbeitet von subbel am 18.05.2011 12:37:43


SHG für Angehörige: Jeden Montag ab 20.00 Uhr

16.05.2011 19:33:58  
Someonefehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Quote"Denkst du beim Sex immer nur an den/die tatsächlich gerade real anwesende/n Partner/in?"


Natürlich nicht! Was gibt es schöneres als Kopfkino? Ich denke sowieso, dass viel mehr Leute (besonders Frauen, das weiß ich aus Gesprächen mit meinen zahlreichen Bekannten und Freundinnen) sich 'Filmchen drehen' und sich nur scheuen das einzugestehen, sogar vor sich selbst. Ich habe das schon so oft erlebt, dass erst auf explizite Nachfragen dann widerwillig sowas kam, wie: "Na ja, Brad Pitt zählt doch nicht - den finden doch alle sexy."

Ich denke, dass vielen Frauen gar nicht bewusst ist, dass sie sich genauso anturnen wie ihre Partner, nur die tun es mit Pornos, also offen, während sie irgendwelche Prominenten anschmachten und dann hinter vorgehaltener Hand hauchen: "Also den würde ich ja auch nicht von der Bettkante schubsen." Dann kommt noch hinzu, was für eine Art Bindung man lebt. In einer offene Ehe stellen sich solche Besitzansprüche und Eifersuchtsdramen erst gar nicht, wie sie hier zum Teil zu lesen sind. Aber gut, sowas ist ja nun auch nicht jedermanns Sache.

Ich persönlich kann den Stress nicht verstehen, den sich viele Frauen machen. Ich bin zwar selbst eine, mag aber auch Pornos und mastubiere dabei auch mal - so what, da darf das der Holde auch. Auch mit der geistigen Treue sehe ich es nicht eng, jeden Tag Erbsensuppe würde mich extrem nerven. Ich führe seit runden 15 Jahren eine Traumehe, die auf anderen Werten basiert als auf sexuellen Ausschließlichkeitsansprüchen und bin über dieses Forum hier duch Zufall gestolpert, da ich nach "Forensucht" gesucht habe, wegen einer Bekannten.

Ich sage immer: Keinen Stress! Entweder es passt oder aber Sachen packen, gehen, fertig.

Gruß
Someone


16.05.2011 21:37:37  
Phoenixfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Hi Peter,
ich glaube nicht, dass es in diesem Forum irgendein Tabu gibt.

Zitat: aber offenbar ist das Thema so heikel, dass sich niemand, noch nicht einmal unter dem Schutz des Nicknames, traut, sich dazu zu äußern.

Ich finde es eher lustig, statt heikel.

Wir sind ja alle Primaten....

...stell dir vor, 2 Gorillas haben Sex im Dschungel. Während er die Dame seines Herzens beglückt, denkt er an Gorilla Lady in roten Stiefeln, in Gorilla Lady mit besonderen Dessous, oder eine, die schöne Geräusche beim Sex macht....dann die andere, die ihr Fell blond färbt, oder die mit den schönen Metallringen in den Brüsten, dann an die und an die.

Während des vielen Denkens, macht die Potenz was sie will....und die Frau seines Herzens meckert genervt. Da sie ja merkt, wie er sich den Kopf verrenkt ;0)

Zur Info: wenn ich Sex mit einem Mann habe, dann brauche ich keine anderen im Kopf!

Ich habe noch nie beim Sex an irgendeinen Schauspieler gedacht. Wäre ja komisch, ich gucke meinem Partner ins Gesicht, und über sein Gesicht setze ich dann das Brad Pitt.

Gruß ;o)


"Nicht weil es schwierig ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwierig." Sokrates

Für meine eigenen Beiträge bleibt copy-right bei mir. Danke!
17.05.2011 08:01:44  
gabriele_farkefehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
Gruppe: Administrator
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Mitglied seit: 26.03.2006
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Smile, also meine persönliche Meinung dazu ist, dass auch Männer nicht alles wissen müssen und ...
es deshalb kleine Geheimnisse immer geben muss, auch beim Sex ;-)

Ich versuche jedenfalls nicht, das Gehirn meines Partners zu "sezieren", nicht "davor", nicht "dabei" und auch nicht "danach"! Warum willst DU DIR das antun? Wie heißt es so schön? Die Gedanken sind frei!

G.




bearbeitet von gabriele_farke am 17.05.2011 08:49:03
Gabriele Farke (HSO e.V.)

++++ Individuelle Onlinesexsucht-Beratung:
http://www.onlinesucht.de/Kosten HSO-2014-OK.pdf

++++ Das Buch "Gefangen im Netz?" ist auch als eBook erhältlich unter
http://www.ciando.com/ebook/bid-240826-gefangen-im-netz-onlinesucht-chats-onlinespiele-cybersex/



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17.05.2011 08:48:26    
PeterHoffnungfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Danke an alle, die jetzt doch noch gschrieben haben - und:
Hallo Gabriele!
Wenn du mit deiner Antwort mich meinst: Ich will mir genau das eben nicht antun! Mein Problem ist, dass ich diese Kopf-Filmchen aus dem IN bekomme, mich also jedes mal, wenn ich mir eine neue "Anregung" besorgen will, meiner Sucht und den Punkten aussetze, an denen sie mich packt. 30 bis 60 Min. Sex (mit SB) am Tag im IN - das wäre kein Problem (ein moralisches für mich sowieso nicht). Aber dabei bleibts dann nicht, ich bleibe hängen, es gibt immer noch was schärferes - und schwupp, sind 2 oder 3 oder 4 Stunden Lebenszeit versickert, verloren, verhunzt.
Ich finde auch, dass niemand im Kopf des anderen was zu suchen hat, aber ich habe doch lange gebraucht, um mir diese fremden Bilder zu erlauben, und nicht gleich zu denken: Wenn ich die brauche, dann kann es mit der Liebe zu meiner Frau oder Freundin nicht weit her sein.
Viele Frauen (sicher auch hier im Forum) können sich wohl gar nicht vorstellen, unter welchem Erfolgsdruck ihr Mann oder Geliebter beim Sex steht! Krieg ich ihn hoch? Bring ich sie zum Org? Bring ich mich zum Org? Bin ich einfühlsam genug? Will sie vielleicht was ganz anderes als ich? -
Da kann die Frau noch so einfühlam sein, der Mann hat seine
ganz eigene Vorstellung von Männlichkeit, und die ist so wenig zu ändern, wie ein krummer Penis oder kleine Hoden!
Wenn es mir zwei mal hinter einander beim Sex mit meiner geliebten Freundin nicht gekommen ist, habe ich vor dem nächsten Sex einfach einen gewissen Bammel.
Und da schaffe ich den Sprung in die große Lust eben (auch!) mit Hilfe meines Kopfkinos. Und da wird dann wieder die Sache kreisförmig: Ich hole mir die Bilder dazu aus dem IN, aus Videos dort oder aus Chat-Situationen, und mit deren vernünftiger Benutzung habe ich Schwierigkeiten, weil ich ein OSSüchtel bin. Was wäre verkehrt daran, vor jedem Bums ein Glas Champagner zu trinken? Nix - außer du bist Alkoholiker!
Schade, dass man sich sein Leben so versauen kann.
Peter



17.05.2011 10:51:56  
Someonefehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Hm, Peter...

QuoteViele Frauen (sicher auch hier im Forum) können sich wohl gar nicht vorstellen, unter welchem Erfolgsdruck ihr Mann oder Geliebter beim Sex steht! Krieg ich ihn hoch? Bring ich sie zum Org? Bring ich mich zum Org? Bin ich einfühlsam genug? Will sie vielleicht was ganz anderes als ich? -
Da kann die Frau noch so einfühlam sein, der Mann hat seine
ganz eigene Vorstellung von Männlichkeit, und die ist so wenig zu ändern, wie ein krummer Penis oder kleine Hoden!
Wenn es mir zwei mal hinter einander beim Sex mit meiner geliebten Freundin nicht gekommen ist, habe ich vor dem nächsten Sex einfach einen gewissen Bammel.


...dazu mal einige spontane Gedanken.

Sex besteht nicht nur aus einer Erektion und dem obligaten 'Rein-Raus'. Es könnte vielleicht hilfreich sein, sich selbst auch etwas von den ewig potenten Pornohengsten zu distanzieren und sich klar zu machen, dass das gestellt ist - Fuckywood sozusagen. Im normalen Alltag würde auch kein Mann von sich erwarten, so zu sein wie Bruce Willis in einem seiner Action-Filme. Warum also sollte man(n) sein wie ein Pornodarsteller?

Offenheit hilft. Mit der Partnerin reden und über die eigenen (Versagens)Ängste sprechen. Sich neue Bereiche zu erarbeiten, abseits von Porno und tagelangen Kruppstahl-Erektionen im 25cm Bereich. Die größten Sexualorgane sind das Gehirn und die Haut. Also hilft Einfallsreichtum und intensiver Körperkontakt. Sexualität ist etwas das erlernt werden kann, ganz besonders gemeinsam. Man(n) hat gesunde Hände, einen Mund, eine Zunge und viele Ideen.

Sexualität ist LiebesSPIEL und kein Leistungssport. ;-)

Vielleicht schaden Dir Deine Pornos ja doch, wenn auch anders als gedacht? Think about.

Gruß
Someone


17.05.2011 11:06:57  
Dormarthfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Hallo Peter,

ich kann mir den Druck schon vorstellen, aber den erlegt ihr euch selbst auf.
Wer bitte sagt denn, dass man jedesmal zum Orgasmus kommen muss? Oder das nur du dafür verantwortlich bist?

Grad beim Sex soll es auch spielerisch zugehen und nicht wie bei einem Marathon. Locker, lachen gemeinsam, erkunden, reden darüber, ...
Für mich liest sich das bei dir sehr verkrampft. Du bist so in Gedanken, dass du an realem Sex ja gar keinen Spass haben kannst, da deine wertvolle Zeit in unnötige Gedanken versinkt.

Auch bei uns war es so, dass wir dabei an uns gedacht haben. Wenn er bei dem Thema ehrlich war ;)

Unsere Paartherapeutin hat uns damals geraten, gerade im Bereich Sex klein, locker und ungezwungen anzufangen. Spass zu haben, Freude an dem miteinander. Ohne Ziel!

lg Dormarth







Eine Partnerschaft ist keine "One-Man-Show".
17.05.2011 11:21:52  
jameslustfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Lieber Peter,

bestimmt denkst Du beim Sex auch über all das nach, was Du in Deinem letzten Beitrag geschrieben hast: soll ich an die Bilder aus dem IN denken, soll ich nicht, bin ich ein Junkie? usw. Was für ein Stress! Kein Wunder, wenn da Deine Erektion oder Dein Orgasmus nicht mit dabei sein wollen... Ist vielleicht nicht so ihr Ding.

Konzentrier Dich doch mal auf genau das, was es im internet NICHT gibt: eine weibliche (schöne, geliebte?) Hand auf Deiner nackten Haut, einen weiblichen Körper zum Anfassen, spüren, Wärme, Gerüche, Geschmäcke... Die ganz natürlichen Sachen. Meine Erfahrung ist, dass der eigene Sex eben auch natürlich ist und dann viel besser funktioniert. Klingt jetzt vielleicht wie Märchenstunde, OK, ist aber meine Erfahrung.

Als (leider) Pornokenner muss ich Dir auch dringend ans Herz legen, das, was Du im IN siehst mal unter dem Aspekt der menschlichen Begegnung zu betrachten. Also: wie gehen die miteinander um? Haben die WIRKLICH Spaß? (oder tuts ihnen weh und sie gucken deshalb so?) Wie ist ihr Verhältnis zur Kamera (ängstliche Blicke, gequältes Lächeln in die Kamera)? Mir sind Pornos auch dadurch unwichtiger geworden, dass ich mehr über sie wusste (Berichte von Aussteigern: Dreh einer Szene bis zu 9 Std lang!!) und mehr hinter die Kulissen sehen konnte (wie lange drehen die jetzt schon diese Position? ISt das Stunde 1 oder Stunde 7). In meiner letzten Konsumphase hatte ich Probleme, welche zu finden, die mich nicht nervten.

Also ich finde, dass die meisten Pornos halt viel schlechter gemacht sind als ein Hollywoodfilm. Manchmal bin ich echt sauer geworden, für wie blöd die mich halten...

Das hilft dann auch gegen das Kopfkino, natürlich. Und ich hatte Kopfkino, oder hab es auch versucht, um "gut beim Sex" zu sein. Es hat aber nicht gut geklappt bei mir. Besser half, sich in den Moment fallen zu lassen und nix zu tun, worauf ich nicht Lust hatte.

lg,

Jörg




17.05.2011 11:40:30  
Dormarthfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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geschrieben von jameslust am 17.05.2011 11:40:30
Klingt jetzt vielleicht wie Märchenstunde, OK, ist aber meine Erfahrung.


Hast du sehr gut beschrieben und ist auch meine Erfahrung.

Bewusst wahr nehmen und Achtsamkeit trainieren. Ich denke mal, dass das bei Oss ziemlich unter geht. Auch im Alltag. Kann das sein?
Besonders bei Sex... was spüre ich auf meiner Haut, wie fühlt es sich an, was rieche und schmecke ich,..

Alle Sinne einsetzen und auch sinnlich sein, wenn einem danach ist.




Eine Partnerschaft ist keine "One-Man-Show".
17.05.2011 12:12:46  
PeterHoffnungfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Liebe Dormarth, Jameslust, Dreamcatcher, Someone, Phoenix, Subbel und natürlich Gabriele!
Ich danke euch sehr für eure Beiträge. Ob sie wirklich eine dauerhafte tiefgreifende Änderung in meiner inneren Einstellung bewirkt haben, wie ich sie im Moment spüre und deren Haltbarkeit ich ersehne, wird sich wohl erst im Laufe der Zeit herausstellen. Im Moment ist es aber so, dass ich gerade dadurch, dass ihr euch alle ja keineswegs als Heilige darstellt, besonders von euren Meinungen beeindruckt bin.
Ich denke immer wieder an eure Stichworte und die Tendenz
eurer Texte. Es ist eben tatsächlich so, dass dieses ganze fremde Sexzeug (Pornos waren gar nicht so sehr mein Ding, eher Chats und Live-Cams von Amateuren) eine Schicht zwischen mich und meine geliebte Freundin gelegt hat, eine Schicht, die ich noch immer weiter aufbaute, indem ich meiner Sucht nachgab.
Eure Einwände sind wie ein hilfreicher Befreiungsschlag, der Risse in diese Schicht bringt und sie hoffentlich mit meiner eigenen entschlossenen Mitwirkung ganz zersplittern lässt. Ich will nicht weiter - wie ich es in ganz vielen Beiträgen in der letzten Zeit getan habe - diese Schicht und ihre Elemente rechtfertigen oder bagatellisieren. Ich will sie durchdringen und meine Liebste anschauen, spüren, ganz bei ihr sein, aber auch wieder mehr zu mir selbst kommen und mich gegen das höhnische Gelächter der Sucht ernst nehmen.
Ich hoffe so sehr, dass ihr mir nicht umsonst geholfen habt.
Nochmal ganz lieben Dank!
Euer Peter


bearbeitet von PeterHoffnung am 18.05.2011 14:57:14
18.05.2011 10:38:03  
subbelfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Lieber Peter,

jetzt bist Du sicherlich auf einem guten Weg, indem Du diese Schicht zwischen Dir und Deiner Freundin durchdringen willst.

Bei Deinen Zeilen hier fiel mir ein Satz meines Mannes wieder ein. Er hätte nie auch nur im Traum daran gedacht, wie schön und erfüllend Sexualität mit einem realen Menschen ist. In seiner aktiven Zeit habe er das aber auch nie vermisst, weil er es eben nicht kannte. Heute ist ihm unvorstellbar, wie er sich je damit "begnügen" konnte, was ihm das Internet bot. Es sei ein völlig neues Lebensgefühl für ihn.

Weiterhin viel Mut und Kraft wünscht Dir

Karin




SHG für Angehörige: Jeden Montag ab 20.00 Uhr

18.05.2011 12:36:45  
Gastfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Hm...

Jeder Mann versucht mal wie ein Pornostar zu sein. Vorallem wenn er wenig Erfahrung mit Sex hat. Auch ich habs mal versucht. Allerdings hat mich meine Partnerin im selben Moment gefragt, obs gemütlich sei,... da kam ich mir dann schonn ziemlich dumm vor ^^"

Der Rest war sich Beschnuppern, Rantasten. 'Go with the flow' hat sich besser bewährt als irgendwas zu erzwingen :P


Ich persönlich hab von Sex noch nie was gehalten. Genaugenommen ist es in meinen Augen ein unnötiger Kraftakt, es fließen Schweiß und Sekrete, fast schon ekelig. Wie Jemand sagte, Sex ist ein Liebesspiel. Und genau so handhabe ich es auch. Ziel des Spiels ist es die Frau zu befriedigen, alles ist erlaubt.
Für mich bedeutet es, dass ich mich zuächst auf die Frau und ihren Körper konzentrieren muss. Beobachten wie sie auf was reagiert. Ob ich dabei an jemand anderen denke kommt denk ich auf die Frau an. Bisher hatte ichs jedenfalls noch nicht nötig ;)
Da ich ziemlich ehrgeizig bin, versuch ich meinen Job als Liebhaber so gut wie möglich zu machen. Bisher hab ich 100% Orgasmus Quote, was meinem Selbstbewustsein auch nicht unbedigt schadet (wenn ich mir nich sicher bin, frag ich am nächsten Morgen nach). Wobei das auf die Frau bezogen ist. Ich selber hab nicht das Bedürftniss mein Erbgut zu verteilen. Die ein oder andere findet es im äußersten Fall ungewöhnlich.

Was soll ich sonst so sagen,... nach paar Stunden Sex ist mein Schlaf am erholsamsten ^^
Achja,... pornos. In Pornos ist alles steril. Der Penis ist ellen lang und breit und kerzengerade. In der reality.exe ist es nicht so. Es ist schmutzig, man macht geräusche, die Brüste sind unsymetrisch und weiß der Kukuk was. So ist das Leben. Entweder man akzeptiert sich und seinen Partner, oder man hat ewig irgendwelche Zweifel und stellt sich unter Erfolgsdruck.
Schuld daran sind nicht die Pornos, sodnern die Tatsache, dass du sie nicht als Fiktion, sodern als Realität siehst.
Das ist als wenn du 'Deutschlads Jugend', 'Teenie Mütter' oder 'Bauer sucht Frau' als Realität interpretieren würdest. Es ist alles Scripted Reality und kein Deut realer als 'Fluch der Karibik' oder 'Krieg der Sterne'.

Denk immer dran; sie hat sich für Dich entschieden, und nicht für den Macho von nebenan.



Pornos haben meinem Sexualleben nicht geschadet. Sie haben lediglich, zusammen mit anderen Sachen, dazu beigetragen, dass ich unfähig geworden bin eine Beziehung zu führen.


lg²


PS:
wenn es hier ein Tabu gibt, werde ich es selbstverständlich brechen. :)

PSS:
Ich stimme Frau Farke zu. Zu einer Beziehung gehört es dazu nicht alles zu sagen, gewisse Geheimnisse zu haben. Vielmehrnoch gehört es dazu, sowas zu akzeptieren und dem Partner eine gewisse Freiheit zu lassen.


18.05.2011 19:07:11 
PeterHoffnungfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Hi Einstein,
danke auch für deinen Text! Es ist immer wieder erfrischend, dich so herumwirbeln zu sehen!
Ich habe nur eine Frage: Du schreibst:
"Pornos haben meinem Sexualleben nicht geschadet. Sie haben lediglich, zusammen mit anderen Sachen, dazu beigetragen, dass ich unfähig geworden bin eine Beziehung zu führen."
Demnach könnte man denken, dass es für dich kein Schaden ist, dass du keine Beziehung mehr führen kannst. Könntest du dann nicht auch sagen: "Pornos haben mir geholfen, mich vom Beziehungszwang zu befreien."? Ich denke, man sollte sich von allem befreien können, was man als Zwang empfindet!
In diesem Sinne schöne Grüße
Peter



18.05.2011 19:30:18  
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