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Forum Übersicht » OnlineSEXsucht .... Wir suchen Hilfe und gegenseitigen Austausch » OnlineSEXsucht » Sucht in kleinen Dosen und fehlende Offenheit => Beziehung vorbei
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Sucht in kleinen Dosen und fehlende Offenheit => Beziehung vorbei
jjjfehlende Rechte fehlende Rechte erste Beitrag kann nicht gelöscht werden -> lösche das ganze Thema 
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Beiträge: 3
Mitglied seit: 23.02.2012
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Hallo zusammen,

ich möchte weder meinen Namen noch Wohnort oder Gegend hier mitteilen, aber ein paar Rahmendaten sind wahrscheinlich wichtig.

Ich bin Ende 20 und komme gerade, ganz frisch, aus einer fast fünfjährigen Beziehung.

Ich bin soweit objektiv in meinem Leben erfolgreich (Studium fast fertig, Noten super, eine eigene Firma gegründet, die ziemlich boomt) und dachte, bis vergangenen Sonntag, dass alles gut ist. Ich war überzeugt, dass ich meine Partnerin liebe und dass ich glücklich bin.

Dass ich meine Partnerin liebe, das fühle ich immer noch, auch wenn es fürchterlich seltsam ist. Ich liebe sie, aber ich habe sie verletzt.

Dass ich glücklich bin, darüber weiß ich mittlerweile, dass ich nicht wirklich glücklich war. Das zeigt sich vor allem darin, dass ich immer wieder Dinge der schnellen Befriedigung gesucht habe - dazu gehören Pornos, aber auch ein zeitweise krankhaftes Verhältnis zu Essen sowie eine mit dem Internet verbundene Kaufsucht, die mich bei weitem nicht in den Ruin getrieben hat, aber ich habe schon viel überflüssiges Zeug. Alles drei erzeugt kurze Momente des Glücks, allerdings eines nicht bleibenden Glücks. Dass ich danach gesucht habe, das zeigt mir, dass ich nicht wirklich glücklich war.

Aber zunächst noch etwas mehr Hintergrund, auch zu meiner Ex-Partnerin: In ihrer vorherigen Beziehung waren Pornos ein großes Problem - ihr Partner hat teilweise onaniert, während sie im Raum war und er dachte, dass sie schlafen würde. Das größere Problem war aber, dass sie auf seinem Rechner Spuren gefunden hat und er trotzdem alles geleugnet hat. Er hat sie angelogen.

In meiner vorherigen Beziehung gab es noch ganz andere Umstände, meine Ex-Ex-Partnerin litt unter einem weit zurückliegenden sexuellen Missbrauch und hat durch mich angefangen daran zu arbeiten. Das war für uns beide ein Problem, und so wurde der Sex weniger. Ich habe damals World of Warcraft angefangen zu spielen, aber war auch hier nie so krass, dass ich nicht mehr geduscht hätte oder 3 feste Raids in der Woche hatte. Ich habe irgendwann auch angefangen, meine fehlende sexuelle Befriedigung durch Pornos zu unterstützen. Ich bin nie der Mensch gewesen, der Probleme offen anspricht und ich bin überzeugt, dass das ein Grund ist, weshalb wir uns weiter voneinander entfernt haben.
Als diese vorletzte Beziehung vorbei war, da habe ich ihr einen langen Brief geschrieben, in dem ich auch beschrieben habe, dass ich Pornos geguckt habe und dass ich glaube, dass das ein Problem war. Ich habe diesen Brief nie abgeschickt, weil ich zu stolz war.

In der jetzt frisch vergangenen Beziehung sind wir zu Anfang kaum aus dem Bett gekommen - es gab keinen Grund, kein Defizit, was ich mit Pornos hätte auffüllen müssen. Irgendwann, als sie für eine Weile weg war, habe ich mich dann aber zu Pornos selbst befriedigt, und das, obwohl wir noch private Aufnahmen aus dem letzten Urlaub hatten. Ich weiß bis heute nicht, ob ich mich an den Rechner gesetzt habe, weil ich explizit etwas anderes wollte, oder weil es mir einfach zu umständlich war, die Videokamera rauszuholen. Das war das letzte mal, dass ich mit gutem Gewissen zu Pornos onaniert habe. Denn, als sie das erfahren hat, da brach ein Sturm los, sie war fürchterlich verletzt, auch gekränkt, weil sie sich mit dem verglichen hat, was ich mir angesehen hatten.

Ich war überrascht, und später, als sie mir fürchterliche Dinge an den Kopf geworfen hat, auch schockiert, und ich habe versprochen, es nicht wieder zu tun, und habe daran geglaubt, dass das kein Problem sei. Seit dem hatten wir aber schon weniger Sex und unser erstes Problem, was ich von mir aus nie angesprochen habe. Es wurde besser, es ging uns gut, und irgendwann habe ich wieder zu Pornos onaniert. Ich habe wieder versprochen, es nicht erneut zu tun, und es doch wieder getan. Es ging mehrfach hin und her, sie hat es immer wieder entdeckt. Während ich anfangs noch gelogen habe und behauptet habe, ich hätte mir aber gar keinen runtergeholt, wurde ich mit der Zeit ehrlicher. Irgendwann war sie sogar so weit, dass sie sagte, dass ich ihr sagen muss, wenn es nicht ohne geht, damit sie das weiß. Aber selbst dann habe ich höhere Ansprüche an mich gestellt, als ich erfüllen konnte.
Ich habe auch mich und damit auch sie teilweise so sehr verarscht, dass ich mir dann keine Pornos mehr angesehen habe, aber zu Musikvideos onaniert habe, die ja heutzutage fast wie ein Softporno sind. Es waren aber auch immer wieder nur Phasen, einzelne Vorkommnisse, und ich war hin und her gerissen zwischen zwei Gedanken, die hier vielleicht auch viele andere denken:

* Ich muss es ihr sagen
* Wenn ich es ihr sage, dann wird sie mich verlassen

Ich hatte die Alternativen, ehrlich und aufrichtig zu sein und Fehler an mir zuzugeben, oder, so dachte ich, sie nicht zu verletzen, indem ich ihr dies nicht sage.

Ich war niemals vollkommen offen zu ihr, und bisher denkt sie wohl auch immer noch, dass ich immer nur zu Pornos onaniert habe.

Vielleicht ist es nicht unwichtig, dass ich aber insgesamt gerechnet auf die Zeit selten zu Pornos onaniert habe. Es gab einzelne Zeitpunkte, da habe ich es dann zwei Tage in Folge gemacht, aber ansonsten war schon 5 Wochen ein kurzer Abstand. Weshalb ich das trotzdem irgendwie auch als Sucht sehe ist, dass ich es getan habe, obwohl ich wusste, dass ich sie damit verletze.

Gegen Ende der Beziehung habe ich mich dann, so weiß ich nun, in andere Quellen der Lust gestürzt - wie gesagt: Essen, Kaufen. Und das krankhafte Verhältnis dazu ist ihr auch aufgefallen, sie hat es angesprochen und ich habe mich, wie auch schon beim Thema Pornos so gefühlt, als wolle sie mir etwas verbieten. Wir haben uns also gestritten, und das immer wieder, um Belanglosigkeiten, die aber meist mit einem dieser drei Probleme von mir zusammanhangen, ohne dass mir das direkt bewusst war.

Ich bin durch das, was ich in mich eingegraben habe, ein anderer Mensch geworden, und das merke ich erst jetzt, im Nachhinein, aber sie hat es schon immer gespürt und das ist auch der Grund, so denke ich, weshalb sie mich nun nicht mehr liebt.

Ich weiß heute, dass ich nicht der Mensch bin, der gut damit leben kann, vor dem Partner Geheimnisse zu haben. Es gibt bestimmt Menschen, bei denen das funktioniert, die Affären haben ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu spüren, aber bei mir geht es einfach nicht. Und ich verhalte mich anders, ich bin anders, wenn ich versuche, diese Schuldgefühle zu unterdrücken.

Ich habe nun, dadurch dass sie die Beziehung beendet und klar gesagt hat, dass es auch keinen Weg zurück gibt (den ich mir natürlich trotzdem erhoffe) und ich sogesehen auch eigentlich nichts mehr zu verlieren habe, etwas für mich ganz entscheidendes eingesehen:
Ich kann nicht jedes Problem alleine lösen. Das große Risiko bei Problemen, von denen nur ich weiß ist nämlich, dass ich sie verdrängen kann. Ich muss mit Menschen, die mir nahe stehen, darüber reden. Erst dann habe ich den Punkt erreicht, an dem es keine Möglichkeit mehr gibt, sie wegzuschieben. Das ist so, als würde man die Boote, mit denen man eine neue Insel entdeckt hat, verbrennen: Es gibt kein Zurück. Deshalb ist dieses Forum für mich auch nur eine zusätzliche Möglichkeit, mich mitzuteilen. Denn auch dieses Forum könnte ich einfach aufhören, zu benutzen. Menschen, die mir nahe stehen, haben aber einen zu festen Platz im meiner Seele, um das einfach wegzuschieben.

Ich habe mich bereits einer sehr guten Freundin mitgeteilt, und habe ihr einen Text geschickt, der ungefähr dreimal so lang ist wie das hier, und in dem viele Dinge stehen, für die ich Scham empfinde - beispielsweise das mit den Musikvideos, oder auch die Tatsache, dass das letzte mal, dass ich es getan habe, einen Tag vor Ende unserer Beziehung war (davor allerdings innerhalb eines halben Jahres nur 1x). Und ich werde auch meiner Ex-Partnerin erzählen, dass ich glaube, dass meine unterdrückten Sehnsüchte der Grund sind, weshalb ich schließlich jemand anderes war. Und ich werde ihr erzählen, dass ich nicht offen und ehrlich zu ihr war und was ich getan habe. Egal, wie es mit ihr weitergeht: Ein Neuanfang ginge nicht ohne, und es ihr nicht zu sagen, dann hätte ich gar nichts gelernt. Ich werde es ihr nicht sagen mit dem Ziel, sie zurückzugewinnen, sondern einfach, weil ich es sagen muss.

Die leise Sorge, die ich damit habe, ist, dass ich sie damit fürchterlich verletze - und natürlich, dass sie mich dann hasst. Die gleichen Sorgen, die ich auch in der Beziehung hatte - ich wollte sie nicht verletzen, und die Bürde lieber auf mich nehmen. Ich weiß, dass es richtig ist, es ihr jetzt zu sagen, aber ein bisschen zusätzliche Bestätigung kann nicht schaden, weil ich auch Zweifel habe.

Ich hoffe, dass es vielleicht irgendjemanden gibt, der sich der Möglichkeit des entgültigen Verlustes der großen Liebe durch diesen Beitrag hier ausreichend bewusst wird, um endlich offen zu sein.


bearbeitet von jjj am 23.02.2012 11:53:42
23.02.2012 11:31:46  
PeterHoffnungfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Hallo du!
Immer wieder laufen wir Menschen doch alle in dieselbe Falle: Wir vergessen, dass wir in und mit der Zeit leben, dass nichts, eben auch das Schöne, so bleibt wie es ist. Nach einer Zeit tollster, geilster, liebevollster Erfüllung lässt die Lust am anderen nach. Beim anderen passiert das auch, aber nicht in derselben Art und Weise - und schon ist die Tragödie da. Es ist wirklich eine echte Tragödie, wie die alten Griechen sie erdacht haben: Der Mensch verstrickt sich, ohne das explizit zu wollen, in ein Problem, das er nicht in den Griff bekommen kann. Wir werden unsere Lust auch nie in den Griff bekommen, denn sie ist ja keineswegs für unser Glück da, sondern für die Erhaltung und Fortzeugung unserer Gene. Ich bin sicher, dass weder du noch ich noch sonst jemand dieses Problem lösen kann.
Erleichterung verschaffen allenfalls ein verständnisvoller Partner und ein verständnisvolles Umgehen mit sich selbst,
das Einüben von vernünftiger Selbstkontrolle ohne Selbsthass.
Viel Kraft wünscht dir Peter


29.02.2012 13:23:08  
Sarabandefehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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@peter: es wäre schön, wenn du bei dir bleibst und nicht von allen menschen redest, denn das halte ich für einen trugschluss.

gefühle verändern sich im laufe einer beziehung, aber sie müssen nicht aufhören, sondern können sich sogar intensivieren. da du das noch nicht erlebt hast, glaubst du, dass das überall der lauf der dinge ist.

damit hast du dir (meiner meinung nach) ein alibi für deine sucht geschaffen..


p.s. und wenn die lust nur zur erhaltung unserer art dient, dann würde sie ja ab einem bestimmten alter aufhören ;)


bearbeitet von Sarabande am 29.02.2012 13:57:56
29.02.2012 13:39:27  
jjjfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Unsere Beziehung war intensiv, und sie war stets die einzige Person, nach der ich Verlangen hatte. Ich habe mir das nie angesehen, weil ich mich nach jemand anderem sehne. Und, ich habe mir auch nie etwas angesehen, was ich nicht in der Beziehung auch haben könnte (also irgendwelche Praktiken, mit denen sie nicht klar kommen würde, wir waren sexuell sehr auf einer Wellenlänge) - ich bin aber sehr wohl in gewisser Weise verklemmt und habe mit ihr nicht offen gesprochen. Ich saß auch nie Stunden davor oder habe es am Arbeitsplatz gemacht oder Geld dafür ausgegeben, über all das habe ich noch nicht mal nachgedacht, deshalb auch die "Sucht in kleinen Dosen".
Ich glaube, das Problem (und damit meine ich nicht oss, sondern die Situation, die unsere Beziehung hat zerbrechen lassen) ansich entstand bei mir aus meinem Verständnis heraus, ich habe das Recht dazu (was auch nicht unbedingt falsch ist, je nach den moralischen Bahnen in denen man sich bewegt) und ich muss es trotzdem lassen, weil ich sie liebe (was vielleicht auch ein falsches Verständnis von Liebe ist). Ich habe Liebe empfunden *und* ich hatte das Bedürfnis, es mir, wenn ich es mir denn selbst mache, so gut wie möglich zu machen - und da sind für mich deutliche Bilder stärker als die meisten Phantasien. Gleichzeitig hatte ich Verlustängste, die in der Dimension in einer normalen Beziehung auch nicht vorhanden sein sollten. Ich glaube, *ich* -und das bedeutet nur für mich etwas, und sonst für niemanden- habe kein Suchtproblem, allein weil ich es nicht lassen konnte; denn ich hätte möglicherweise auch gegen andere selbst oder fremd auferlegte Verbote "rebelliert". Lest bitte weiter, bevor ihr dem entschieden widersprechen wollt.

Seit ich das geschrieben habe ist viel passiert. Ich habe die Trennung akzeptiert und blicke in die Zukunft. Natürlich bin ich zwischendurch kurz davor, einfach in Tränen auszubrechen, aber insgesamt komme ich für eine lange, intensive Beziehung gut klar.

Jetzt, wo sie weg ist, tue ich "es" auch wieder (ich weiß nicht, wie das hier im Forum mit Triggern oder ähnlichem ist, also spreche ich frei heraus), und habe dazu natürlich auch gemischte Gefühle. Ich frage mich, ob es nicht ein Fehler ist, es zu tun. Und ich frage mich, ob es nicht ein Fehler wäre, es mir weiter zu verbieten. Vor allem aber bin ich mir einem bewusst geworden: Das kann mir nicht annährend das geben, was mich in meinem Leben glücklich macht, und da bin ich mir sicher. Es ist ein schönes Gefühl, an Pornos das Interesse zu verlieren (d.h. ich sitze nicht wie ein Junkie rum, sondern fülle meine Leere lieber mit anderen Tätigkeiten, ohne mich dazu zwingen zu müssen), da teilweise drüber zu lachen und auch das restliche Leben geregelt zu bekommen, obwohl es keine Schranken mehr gibt.

Was aber wohl das Wichtigste ist, ist dass ich von mir aus zu einem Sexualtherapeuten gegangen bin, mit dem ich einerseits offen rede und andererseits klären möchte, wie ich verhindere, dass sich das alles so oder so ähnlich in Zukunft wiederholt. Ich denke, das ist auch ein sehr wichtiger Schritt, zumal der Blick dort breiter ist, und es um die gesamte Psyche und nicht nur um Onlinesexsucht geht. Die Lösung wird wohl kaum sein, dass ich mein Leben lang keine Pornografie mehr ansehe - ich bin mir des Risikos, dass alles zu einer Sucht werden kann dafür wohl ausreichend bewusst. Die Frage ist nur, wie ich in Zukunft damit umgehe, sollte ich wieder eine Partnerin haben, die das nicht akzeptiert, dass ich das hin und wieder tue. Ich denke, professionelle Hilfe ist eigentlich das einzig richtige für mich - vielleicht ist das ja auch alles nur Selbstbetrug, das hab ich schließlich in der Beziehung perfektioniert ;)


29.02.2012 19:18:54  
Dormarthfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Du schreibst von hin und wieder. Das ist ja noch lang keine Sucht.
Dann hast du wohl wirklich die falsche Partnerin erwischt, die schon von Haus ein Problem damit hatte.
Am besten schon zu den Anfangszeiten klären.


Eine Partnerschaft ist keine "One-Man-Show".
01.03.2012 12:50:22  
amelyyfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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@Dormath
Zitat: "...Das ist ja noch lang keine Sucht..."
- mit solchen Äusserungen wäre ich vorsichtig. Woher willst Du das denn wissen, mit Verlaub?

Der Mann hat immerhin für sich selbst ein Problem erkannt.

Und ausserdem finde ich die Bemerkung: "Am besten schon zu den Anfangszeiten klären." zynisch.

Also ICH habe noch nie beim Kennenlernen die erste Debatte darüber geführt, ob, wie oft, WIE und warum überhaupt es "sich eine/r selbst macht" und ob das gut oder schlecht ist.

Merkwürdiges Kennenlernprinzip, meiner Meinung nach, nichts für Ungut. Ich glaube, das Leben und das Zwischenmenschliche bestehen noch aus anderen Themen und Interessen als aus P und SB. Ich finde, der Themenstarter hat zunächst einmal "einfach" eine sensible Wahrnehmung und die sollte nicht einfach durch solche unqualifizierten Pauschalurteile plattgemacht sondern respektvoll unterstützt werden!



@jjj
Es gibt hier irgendwo so eine Art "Selbsttest", soweit ich weiss. Dieser kann einem selbst tendentielle Antworten darüber geben, wie weit/ob Sucht oder nicht. In dem Büchlein von Frau Farke findest Du ihn jedenfalls. Vielleicht weiss hier jemand, wo der Test steckt?

Ich kann aus dem was Du schreibst in keinster Weise erkennen, inwieweit Du lügst/untertreibst/abwiegelst - nicht nur Deiner Umwelt sondern hauptsächlich Dir selbst gegenüber - oder nicht. Dieser Frage muss halt irgendwie jede/r selbst auf den Grund gehen, da kommt keine/r ´raus. M.E. der erste wahre große Schritt.

Therapeut ist schon ganz mutig und gut, allerdings auch nur ein manipulierbarer Mensch - wenn Du weisst was ich meine ;-)

Viel Kraft für Dich und alles Gute! - Vielleicht ist der Weg ja garnicht so steinig, wie Du befürchtest...- Nur Du selbst kannst Dir die Antwort geben und auch hier gibt es kein Schwarzweiss, sondern m.E. immer nur Tendenzen, Prozesse, Entwicklungen, Fort- und Rückschritte.

Langfristig jedenfalls Entwicklung. Bewusstwerdung ist schon mal ganz wichtig, und dabei bist Du ja gerade. - Weiter so!!!

amelyy


06.03.2012 12:36:41   
jjjfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Niemand belügt einen so gut, wie man selbst.

Insofern kann es natürlich auch sein, dass ich durch diesen Einschnitt jetzt zwar meine, mich zu verändern, aber immer noch falsche Annahmen habe. Ich weiß es nicht, und ich nehme den Therapeut als eine Hilfe, mir da hoffentlich sicherer zu werden - oder eine Form des Selbstbetrugs zu finden, mit der ich das ganze Leben klar kommen werde ;)

Ich habe "Das ist noch lange keine Sucht" nicht als das einzig wahre angenommen, trotzdem ist der Nachtrag dazu bestimmt für andere wichtig, die sich daran festhalten. Diesen Selbsttest finde ich aber, verzeihung, ziemlich banane. Natürlich gibt es Anzeichen, die darin enthalten sind, aber letztendlich sagt die Punktezahl, so denke ich, wenig aus. Wenn man viele Fragen mit "Ja" beantwortet sollte man sich damit beschäftigen, warum das so ist. Ob man das alleine macht oder Frau Farke oder ein Psychologe, der mindestens 8 Jahre Berufsausbildung hinter sich hat, nun allgemein die besseren Ansprechpartner sind, kann ich nicht entscheiden - ich habe jedenfalls für mein Verhalten keine eindimensionalen Erklärungen akzeptieren wollen, bitter erfahren müssen, dass ich mich nicht nur mit mir selbst beschäftigen kann und mich deshalb an jemanden gewandt, der nicht so spezialisiert/eingeschränkt ist.

Zu dem "Am besten schon zu den Anfangszeiten klären" aber auch noch was: Ich denke schon, dass es wichtig ist, Grenzen des Partners früh zu erfahren - ganz gleich in welcher Dimension. Dazu gehören ja nicht nur Pornos, sondern auch viele Wertevorstellungen und Ideale, mit denen man vielleicht nicht leben will. Das ist nicht das, worüber man beim ersten Date spricht, aber wenn man erkannt hat, dass man bestimmte Einstellungen (oder Verbote) nicht akzeptieren kann, dann sollte das schon auf den Tisch.

Bei diesem ganzen Wirrwarr kommt noch dazu, dass ich ein fürchterliches Verlangen auf jeder Ebene nach meiner Ex-Freundin habe - und alleine das wäre schon genug, worum die Gedanken kreisen können. Mein größter Wunsch ist, dass sie irgendwann wieder zu mir findet und ich weiß genau, dass ich da nichts dran ändern kann. Das blöde daran ist, dass ich aus einer Situation komme, in der das Schlechte in meinem Leben von mir veränderbar war. Und jetzt bin ich bei dem, was mir am Wichtigsten wäre, tatsächlich unfähig, irgendetwas zu verändern.


06.03.2012 13:53:37  
amelyyfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Wenn der Therapeut dafür fundiert ausgebildet ist, kann er Dir evtl. bei der Beantwortung Deiner Grundsatzfrage helfen. Wenn nicht, dann hilft er Dir dabei, Deiner Lebenslüge weiter erfolgreich zu fröhnen, sehr gut erkannt...

Die Entscheidung liegt letztendlich immer noch bei DIR, und da kann Dir keiner helfen, da hilft kein Jammern und kein Schreien. Diese Grundlage musst letztendlich ZUERST einmal DU SELBST schaffen. Das nimmt Dir niemand ab, auch wenn Du es anders gewöhnt bist, sorry.

LG
amelyy




06.03.2012 14:48:19   
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