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Forum Übersicht » OnlineSEXsucht .... Wir suchen Hilfe und gegenseitigen Austausch » OnlineSEXsucht » Lichtstrahl
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Lichtstrahl
jim1965fehlende Rechte fehlende Rechte erste Beitrag kann nicht gelöscht werden -> lösche das ganze Thema 
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So, die WM ist rum und wir alle können uns ein wenig als Gewinner fühlen, Danke Jungs, das habt ihr gut gemacht und es euch redlich verdient, Danke. So, die WM ist rum und ich bin froh darüber und hoffe schnell wieder in meinen normalen Rhythmus zu finden.

Ein kleiner Lichtstrahl traf mich völlig überraschen und unvorbereitet an diesem Wochenende, das genau wie jedes andere Wochenende der zurückliegenden Monate begann. Es ist das Zweiunddreißigste Wochenende seit meinem Auszug, seit meinem Rückzug und obgleich die Zahl zweiunddreißig nichts im Vergleich zu den über sechshundert Wochen meiner Sucht (eher mehr als weniger, ich kann es nicht mehr bestimmen) ist, kommen mir diese zweiunddreißig Wochen um eine Ewigkeit länger vor als die sechshundert davor (das menschliche Gehirn ist zu großartigen Sinnestäuschungen fähig). Ich habe das große Glück das der Samstag für mich ein normaler Arbeitstag ist und somit der Freitagabend nicht zum Wochenende gezählt werden muss und diesem Umstand ist es zu verdanken das die Monotonie erst am Samstag gegen 15:30 Uhr beginnt und Montag´s so gegen 07:30 Uhr endet. Ich bin ein wahrer Glückspils, yippiejayeah.
Meine kleine private Eintönigkeit beginnt also Samstags um 15:30 Uhr mit dem Großputz einer 65 m² großen Zweizimmerwohnung in der es eigentlich gar nichts zu Putzen gibt da ich sie auch unter der Woche von jeglichem Staubkorn oder schlimmer noch von einem Fingerabdruck auf der Glasplatte meines Couchtisches sofort und augenblicklich befreie. Ich möchte so gerne das Wort Heim oder Zuhause gebrauchen aber letztendlich ist es nur der Ort an dem ich esse, schlafe und dusche wo ich die Zeit überbrücke bis ich wieder auf Arbeit kann, der Ort an dem ich mich so unendlich alleine fühle wo ich so unendlich alleine bin. Es ist zweifelsfrei eine wirklich schöne, moderne mit einem Hauch von Luxus versehene Wohnung und seit dem ich darin Wohne auch eine von fast klinischer Reinheit (was heißt hier fast?). Seltsamerweise begrenzt sich dieser Zwang, alles und jedes nach seiner Benutzung zu säubern nur auf diesen Ort, diese Wohnung. Wieso? Wieso? Ich verstehe es einfach nicht, ich verstehe nicht was mit mir gerade passiert oder vielmehr mit mir in den letzten Monaten passiert ist. Aber ich bin viel zu weit abgeschweift, denn ich wollte ja über den Lichtstrahl berichten, der mich
heute am Montag den 14.07.2014, einem Tag nach dem Gewinn der Fußballweltmeisterschaft in mir ein Flämmchen des Glückes lodern lässt. Es dürfte so gegen 16:30 Uhr am Samstagnachmittag gewesen sein als es an meiner Wohnungstür klingelt. Für mich ein eher fremdartiges Geräusch, etwas was so selten passiert als das es sich bei mir einprägen könnte. In den zweiunddreißig Wochen war es das zweite mal das ich dieses schrille aufgeregte Summen vernahm. Ich schaltete den Staubsauger aus, der das Klingeln fast übertönt hätte und ging zur Tür um sie zu öffnen. Meine Frau stand davor, hier vor meiner Wohnung, hier bei mir und ohne, dass sie es auch nur im Ansatz hätte wahrnehmen können, ahnen können durchbrach sie mit einem einfachen Klingen meine Monotonie. Sie blieb mehrere Stunden, Stunden des Redens und auch des Schweigens und des Nachdenkens, Stunden in denen ich an mein Versagen erinnert wurde, untermauert von einer angsteinflößenden Zahl auf die ich in einem späteren Text ausführlich eingehen werde. Geblieben von diesem Nachmittag sind unendlich viele Gedanken die mich mal wieder bis sehr weit nach Mitternacht beschäftigt haben und eine Verabredung für den nächsten Tag, für den Sonntag, für den WM Finaltag. Die Verabredung war für 13:00 Uhr ausgemacht, doch was soll ich sagen, da ich ja am Samstag verständlicherweise nicht mehr mit dem Putzen fertig geworden bin, musste halt der Sonntagvormittag dafür herhalten. Trotz Hochdruck gelang es mir nicht in der gebotenen Zeit fertig zu werden und so verspätete ich mich um 1 Stunde und 10 Minuten. Wie BLÖD muss jemand sein, gib es irgendwo ein Maß eine Skala wo man abmessen könnte wo die Obergrenze liegt? Hab ich sie schon überschritten? Eine Verabredung mit einer Traumfrau mit der Traumfrau und ich wische den Fußboden?
Auf jeden Fall machten wir einen Ausflug zu einem Fest einem Firmenjubiläum um genau zu sein, haben dort einen Happen gegessen und Überlegten was wir bis zum Anpfiff des Fußballspieles noch tuen könnten. Ein kleines Mittagsschläfchen (was wir beide wirklich nötig hatten), danach schön Essen gehen und dann das Fußballspiel schauen kam dabei raus. Also fuhren wir zu Ihr an den Ort wo ich noch vor 7 Monaten Zuhause war. Und es war ohne darüber zu sprechen, klar, wo wir unseren Mittagsschlaf halten werden, Sie in ihrem Schlafzimmer und ich im Gästezimmer was im Keller lag.
Wir schlafen beide zusammen in meinem Bett sagte Sie und wir könnten noch ein wenig kuscheln vor dem Einschlafen. Diese Worte drangen aus etwa 3 Meter Entfernung in mein Ohr. In einer Deutlichkeit dass ich mich unmöglich verhört haben konnte aber so unverständlich für mich als wären sie in einer Fremdsprache verfasst. Unverständlich ist nicht richtig, vielmehr war ich vollkommen überrascht und der Satz traf mich auch vollständig unvorbereitet. Ich hatte weder den Plan noch die Absicht, nicht einmal den Gedanken hab ich daran verschwendet als wir die Verabredung ausgemacht haben. Reden, was schönes Essen und gemeinsam Fußball schauen war alles mit dem ich gerechnet hatte und was ich auch wollte. Ich lehnte ab, nicht aus Überraschung und auch nicht weil ich nicht gewollt hätte (das wäre auch eine große Lüge), ich lehnte ab weil ich mich dabei nicht wohl fühlte, nicht mir gegenüber sondern vielmehr Ihr gegenüber. Ich kann es nicht erklären, aber ich hatte das Gefühl das es (vor allen nach dem langen Gespräch vom Vortag) nicht richtig und schon gar nicht Fair wäre etwas zu bekommen was ich so und schon gar nicht so einfach, verdient hätte und natürlich spielte auch meine momentane Gemütsverfassung eine gewichtige Rolle dabei. (Seltsam, noch vor einem Jahr hätte ich mich dergleichen nicht gefragt). 10 Minuten später, auf dem Weg in den Keller der am Schlafzimmer meiner Frau vorbeiführt. Die Tür stand offen und sie stand zwei Meter dahinter „Das Angebot steht noch“ sagte sie. Ich blieb stehen, und sie ging nochmal zwei kleine Schritte rückwärts so dass ich sie besser betrachten konnte und was ich sah war Atemberaubend. Wir waren 23 Jahre zusammen, wir kennen unsere Körper in und auswendig wir wissen wie wir Aussehen, da gibt es nicht mehr viel Neues zu entdecken. Aber das was jetzt vor mir stand war entweder eine völlig andere Frau oder ich war die letzten Jahre sehend Blind gewesen. Ihr Körper, so schön wie bei unserem Kennenlernen, jede einzelne Proportion in sich stimmig, jede Rundung jede Erhebung, jedes Detail genau so wie ich es mir in meiner Fantasie immer vorgestellt habe. Und selbst die Zeit, die natürlich auch an uns gearbeitet hat, wirkt bei ihr wie eine Zierte, wie ein verschönerndes Beiwerk. Wie konnte mir das nur so lange entgehen? Und dieser Traum der da vor mir stand, der seine Geheimnisse hinter einem Stückchen Stoff verbarg, glänzend, verführerisch und in einer Farbe wie sie selbst nur die Sonne bei ihrem Weg hinter den Horizont hervor bringt, dieser Traum stand nun zum Greifen nah und ich, ja ich, ich lies den Traum stehen. Wer jetzt denkt, der hat sie doch nicht alle, der hat die Grenze der Blödheit erreicht und sie um einige Kilometer überschritten, der irrt. Was ich in diesen knapp 10 Sekunden habe sehen dürfen, überbietet alles was (und ich schäme mich jetzt das schreiben zu müssen) überbietet alles um Lichtjahre was ich schon an Bildern und Filmen aus den tiefen des Internets zu Gesicht bekam. Der Unterschied der Bilder ist, das das was ich gerade gesehen habe, ein lebendiges Bild ist, ein Bild was man Anfassen kann, ein Bild was sprechen kann, ein Bild was einen Geruch einen Duft hat und ein Bild was ungleich Attraktiver, betörender, einfach um Welten schöner ist als jegliche zweidimensionale Darstellung völlig fremder Menschen aus dem Internet (ich hoffe und wünsche mir, das ich das jetzt endlich begriffen habe). Und mit dem Bild in meinem Kopf schlief ich zutiefst zufrieden auf der Gästecouch im Keller ein.
Fortsetzung folgt …
Mein Name? Er ist Jim, ich bin 49 Jahre und allein


bearbeitet von jim1965 am 15.07.2014 18:51:01
15.07.2014 12:41:18  
Sarabandefehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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schön......


16.07.2014 10:50:11  
jim1965fehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Der Lichtstrahl ist weg, das Lodern der Kerze wisch bei ihrem Erlöschen einen kleinen dünnen Rußfaden der nach oben stieg um sich im nichts zu verlieren.
Die Lüge hat die Kerze ausgeblasen.
Jim 16.07.2014



16.07.2014 12:26:02  
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welche lüge? erzähl mal weiter...


17.07.2014 11:43:08  
hexe61fehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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ja,schreib mal weiter...ich hab das jetzt nicht ganz verstanden mit der lüge...


17.07.2014 20:15:36  
jim1965fehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Ich werde mal schauen, dass ich am Wochenende (nach dem Putzen natürlich) Zeit und Muse zum Weiterschreiben finde. (nach Zeit muss ich nicht schauen, die hab ich, so wie an jedem anderen Wochenende auch) und die Muse werde ich finden.


18.07.2014 12:13:17  
jim1965fehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Eigentlich wollte ich nach Dienstagabend keine Fortsetzung mehr schreiben, tue es jetzt aber doch, es wäre einfach schade um die schöne Erinnerung und ich habe seit einiger Zeit Spaß am Schreiben gefunden, was, wie ich finde, eine echte Alternative zu Onlinesex darstellt. Und so schreibe ich seit circa 1,5 Monaten kleine Geschichten, und Gedichte, das heißt ich probiere mich halt darin, ich lerne noch.
So wer gleich zur Lüge möchte kann jetzt einfach nach unten scrollen oder er kann auch „Lichtstrahl Teil 2“ lesen, wie ihr wollt.

Fortsetzung: Lichtstrahl
Ich erwachte nach etwa eineinhalb Stunden auf der Gästecouch. Mein erster Gedanke galt dem verführerischen Rot des Stoffes, dessen was er auf so raffinierte Weise verhüllt hatte und jenem was dem Auge, meinem Auge, bereitwillig präsentiert wurde. Ein wenig bereute ich schon, dass ich das Geschenk was da vor neunzig Minuten noch vor mir stand, nicht genussvoll, schön langsam, und mit aller größter Sorgfalt ausgepackt habe, dessen Duft zu atmen, dessen Glut zu spüren, den magischen Moment zu teilen um zusammen für ein paar Augenblicke zu entschweben. Mein zweiter Gedanke war: kommt Zeit, kommt Rat, kommt Attentat.
Ich zog mich an, legte das Bettzeug zusammen und ging nach oben. Sie schlief noch und so wartete ich auf der Hollywoodschaukel im Garten auf ihr erwachen und streichelte Funny, einen kleinen pelzigen Satansbraten mit unglaublich süßen Gesicht aus dem Göttergeschlecht der Europäischen Kurzhaarkatzen. Meiner Katzen, meiner ehemaligen Katzen.
Vierzig Minuten später gesellte sich auch mein Traum in Rot dazu, noch ein wenig benommen vom Schlaf aber schon fertig angezogen um zum Essen zu gehen. Nach einer Weile auf der Hollywoodschaukel fragte sie mich „was hast du vorhin zu mir gesagt“ und ich wiederholte die Worte, die das auf ein minimales Minimum reduzierten was ich gesehen hatte: „Du siehst lecker aus“. Augenscheinlich gefielen ihr die Worte (glaube ich zu mindestens) und so Fragte ich meinerseits „hast du das extra für mich angezogen?“. Noch bevor sie ihre Antwort fertig ausgesprochen hatte, bereute ich gefragt zu haben. „Nein, ich hatte nichts anderes mehr im Schrank, ein wenig auch für Dich, ich hätte auch was altes anziehen können“ (so in etwa ist meine Erinnerung). Leider gibt es einfach Dinge die man nicht zurückholen kann, das gesprochene Wort zählt dazu und ein Nein am Satzanfang, kann man auch in der Satzmitte nicht mehr korrigieren. Dennoch dachte ich, JA, sie hat’s für mich angezogen und da mir dieser Gedanke viel besser gefällt werde ich ihn auch so behalten.
Das Essen war nicht halb so lecker wie der Anblick meiner Frau aber dennoch sehr sehr gut. Kartoffelschiffchen mit Pfifferlingen und Salat für mich und Schweinelendchen in Schnittlauchrahm mit Spätzle und Salat für sie. Gegen 20:30 Uhr waren wir wieder bei ihr Zuhause. Sie ging ins Schlafzimmer um sich umzuziehen und ich lies mich im Fernsehsessel nieder. In Schlabber Jogging´s und T-Shirt nahm sie ein paar Minuten später auf der Couch platz. Einer Couch die ich vor vielen Jahren mit ausgesucht hatte, die zwar von hoher Qualität ist und selbst den dauerangriffen der Katzen wiedersteht aber von viel zu geringer Größe, ein Zweisitzer auf der man sich nicht mal richtig lang machen kann.
Anpfiff, vier lange Wochen auf diesen Moment wartend, ging es nun endlich los. Deutschland gegen Argentinien, WM Finale, mein Tipp war ein 4:1 für Lahm, Müller und Co. So gegen Mitte der ersten Halbzeit streifte sie ihre Baumwollsocken ab in einem so vermute ich, kleinem Anflug von Hitze. Es war auch warm im Haus, ich glaube so um die 24° C.
Der Fernsehsessel war nach hinten geklappt, so dass wir uns, durch die Lehne der Couch verdeckt, nicht direkt in die Augen schauen konnten. Dafür hatte ich freien Blick auf die über die Couch ragenden Füße meiner Frau, ohne dass sie es hätte bemerken können was ich mir gerade anschaue. Und in der Tat wanderte mein Blick immer auf und ab, vom Spiel auf die Füße, von den Füßen zum Spiel und wieder zurück, es war wie das Spiel selbst, ein ständiges hin und her. Ein hin und her der Blicke, meiner Blicke. Dann fingen sich die Füße auch noch an zu bewegen, erst ein Wippen dann ein anziehen und spreizen der Zehen um schließlich in eine Kreisbewegung überzugehen. Nach ein paar Minuten sagte ich zu ihr: „deine Füße lenken mich total ab“ worauf sie ein kurzes lachen ausstieß und fragend wiederholte: „meine Füße lenken dich ab?“ Ja, tuen sie sagte ich und als ob sie die Ablenkung noch verstärken wollte berührte sie mich mit ihren Zehen an der Außenseite meines Oberschenkels.
Ich konzentrierte mich wieder aufs Spiel und bekam echte Zweifel ob mein 4:1 Tipp zu halten war oder schlimmer noch, das wir in Rückstand geraten könnten. Die Zweite Halbzeit begann wie die erste aufgehört hat, ein hin und her des Balles und ein hin und her der Blicke. Ermutigt von der kurzen Berührung richtete ich die Lehne des Fernsehsessels auf und griff kurz entschlossen nach einem ihrer Füße. Kein zurückziehen, nein, vielmehr ein entgegenstrecken und so begann ich augenblicklich den Bereich zwischen Ballen und Ferse, diesen weichen warmen Abschnitt der eine so wunderbare Wölbung aufweist zu massieren um dann langsam über den Ballen hinaus zu fahren bis zu jener Stelle wo die Zehen anfangen und an der ich einige Zeit mal mit Druckvollen mal mit reibenden mal mit streichelnden Bewegungen verweilte bevor ich mich genüsslich jedem einzelnen Zeh zuwendete, an denen man so wunderbar drücken, ziehen und reiben kann. Als hätte ich heute nicht schon genug Rot gesehen, trug jeder Zeh, seinen kleinen Hut, seinen Nagel mit einem perfekten purpurrot zur Schau. Mit den Fingern fuhr ich nun langsam über ihren Spann, umrundete mit sanften kreisenden Bewegungen ihre Köchel um dann weiter bis zur Hälfte ihres Schienbeines nach oben zu fahren, während die Reise zurück zum Ausgangspunkt an der Unterseite ihrer Wade entlang führte die Nahtlos ins Fersenbein überging, dieser dünnen Zone an der man die Achillessehne fühlen kann. Als letztes bekam nun auch die Ferse die ihr zustehende Aufmerksamkeit bevor die Reise wieder von vorne begann. Immer und immer wieder.
Nach wie vor heuchelte ich Interesse am Fußballspiel, obwohl es längst zur Nebensächlichkeit geworden war. Vier Wochen habe ich mir die Nächte um die Ohren geschlagen und ein banaler Fuß (aber ein Wunderschöner) lässt mich den Höhepunkt dieser Weltmeisterschaft vergessen. Ich stöhnte zwar „öhh Verlängerung so was blödes“ doch war ich froh darum denn es verschaffte mir mehr Zeit zu Liebkosen was ich in diesen Momenten begehrt hatte. So gerne hätte ich auch an ihren kleinen Zehen mit den roten Hüten geknabbert, mal zärtlich reingebissen oder daran gesaugt und gelutscht, aber dazu fehlte mir der Mut. Götze, 1:0, noch 4 Minuten dann war der Abend vorbei. Ein tolles WM Finale, Deutschland ist Weltmeister auch wenn ich nicht viel mitbekommen habe.
Auf dem Weg in die Stadt, auf dem Weg zu meiner Wohnung, hunderte hupende Autos und schreiende Menschen, wehende Fahnen und dröhnende Vuvuzelas. Ich saß noch eine ganze Weile bei mir auf dem Balkon, lauschte dem Lärm des Erfolges, und lies diesen Sonntag, diesen WM Finaltag in Gedanken nochmals ablaufen. Es sind die kleinen Dinge, die Details die den Verlust manifestieren, ihn in Zement Giesen, das berühren des Fußes, das knabbern am Ohr oder der Geruch ihrer Achseln der mich immer ganz wuschig gemacht hat. Weder das lesen eines guten Buches oder mein getippsel hier, kann das auch nur im Ansatz kompensieren.
Es war ein wirklich schöner Sonntag.



Die Lüge:
Samstagabend als wir bei mir auf dem Balkon geredet haben hat sie mich gefragt ob ich Internet habe. Diese Frage habe ich verneint und das war gelogen und ich hatte diese Lüge auch noch, wie zum Beweis, mit einer kleinen Geschichte ausgeschmückt. Ich hatte mir 14 Tage zuvor einen Internetstick gekauft und das hatte sie rausgefunden (was ich aber nicht wusste). Wenn mich heute jemand fragen würde: „Wieso hast du ihr das nicht gesagt, ihr seid doch getrennt, kannst doch machen was du willst“ könnte ich keine echte plausible Antwort geben. Scheinbar befinde ich mich immer noch in einem Zustand, wo man verschleiert, versteckt, bagatellisiert und lügt so wie ich es in den letzten 12 Jahren getan habe. Die Lüge, sie kommt mechanisch und vollkommen Automatisiert. Die Sucht ist ein großartiger Lehrmeister für die Lüge.
Auf jeden Fall kam das Thema am Dienstagabend auf den Tisch mit den üblichen Ausflüchten und Verleugnungen meinerseits bis zu dem Punkt als mein Lügengebäude in sich zusammenviel. Warum hab ich wieder gelogen? Wieso? Dass hat mich total und augenblicklich runtergezogen, so tief das ich es überhaupt nicht beschreiben kann. Dienstagabend, der gesamte Mittwoch und der ganze Donnerstag, nur tiefe nur Abgrund.
Freitagmorgen bin ich aufgewacht, gut gelaunt, richtig beschwingt. Wieso? Ich habe keine Ahnung und ich habe wirklich darüber nachgedacht was wohl anders sei an diesen Morgen. Ich weiß es nicht, vielleicht hatte ich das Maximum an Traurigkeit erreicht und das Gehirn legt einen magischen Schalter um, aus Selbstschutz oder ich weiß nicht aus welchen Gründen. Ich war wieder in der Lage meine Gedankenwelt zu ordnen und mir wieder Fragen zu stellen. Einer dieser Fragen war natürlich, wieso machte sie mir so ein Angebot, obwohl sie wusste, genau wusste das ich sie angelogen habe. Sollte ich mich hinterher noch schlechter fühlen? Noch mehr schämen? Ich hasse es wenn ich keine Antworten haben und ich mir nicht mal falsche Antworten geben kann. Und so bleibt nur Grübelei, zwar gut gelaunt, aber dennoch nur Grübelei. Und heute ist Samstag, Wochenende, für mich das Grauen und ich bin immer noch gut gelaunt.



bearbeitet von jim1965 am 20.07.2014 00:47:16
20.07.2014 00:00:59  
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Fortsetzung:
Samstag, ihr wisst schon ist bei mir Großputz angesagt und während ich mit dem Staubsauger zu gange war, und mich ständig die Frage beschäftigt, wieso hab ich das Angebot bekommen und wieso habe ich es abgelehnt (ausgerechnet ich)? Dann kam mir ein Gedanke, ich schaltete den Staubsauger aus und begann zu lesen was ich am Dienstagmittag lange bevor ich wusste das sie mich beim Lügen mal wieder ertappt hatte, hier unter dem Name „Lichtstrahl“ gepostet habe. Ich habe nur nach einem einzigen Satz gesucht:
„ich lehnte ab weil ich mich dabei nicht wohl fühlte, nicht mir gegenüber sondern vielmehr Ihr gegenüber. Ich kann es nicht erklären, aber ich hatte das Gefühl das es (vor allen nach dem langen Gespräch vom Vortag) nicht richtig und schon gar nicht Fair wäre etwas zu bekommen was ich so und schon gar nicht so einfach, verdient hätte „
Und jetzt mein Gedanke:
Könnte es sein, das ich abgelehnt habe, weil mein Gewissen schleichend wiederkehrt so wie es mich schleichend verlassen hat, dass ich unterbewusst das Gefühl hatte etwas falsches (hinterhältiges) zu tun, das ich wieder anfange instinktiv zwischen richtig und falsch zu unterscheiden?
Das wäre wahrhaftig ein schöner Gedanke und würde der ganzen Sache einen Sinn geben. Aber leider kann ich den Gedanken, diese Fragen nicht mit der nötigen Präzession beantworten. Nur die Zeit wird zeigen ob es da eine Veränderung bei mir gibt. Aber dieser Gedanke gibt Hoffnung, denn wenn es so wäre, dann besteht auch die Möglichkeit andere Dinge wieder zu bekommen die mir die Sucht genommen hat. (ich beziehe das auf innere Werte)

Und wie ordne ich nun das letzte Wochenende ein?
Es war ein schönes Wochenende, geprägt von der Farbe Rot, geprägt von einem wunderschönen Bild was ich geschenkt bekommen habe, geprägt von zwei sexy Füßen, geprägt von so mancherlei Einsichten und als kleine Nebensächlichkeit ist Deutschland auch noch Fußballweltmeister geworden.
Danke

So ich werde mich jetzt auf den Balkon setzen, ein Glas Wein trinken, das Firmament bestaunen und mit etwas Glück die ein oder andere Sternschnuppe erhaschen.
Ich wünsche alle eine gute Nacht, vor allen Dingen eine Pornofrei Nacht. Schlaft schön.
Jim; 49 Jahre alt; alleine



20.07.2014 00:48:23  
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Du kannst wunderschön schreiben. Ich möchte mich hier nur kurz äußern. Ich glaube ich habe dir darauf eine Antwort gegeben. Das ich mir wohl gerne selber weh tue. Im Übrigen weißt du, dass ich immer noch Gefühle für dich habe. Aber auch mir geht es wieder besser nach wieder einmal beschiessenen Tagen. Ich habe dir auch gesagt, dass ich dir wohl nie wieder vertrauen kann.
Mein Lieblingslied. Waves.
You are drifting away, wave after wave, drifting away.


20.07.2014 02:24:02  
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@jim1965

vielleicht hast du ja auch abgelehnt, weil du instinktiv weißt, dass alles für dich seinen reiz verliert, solange es keine illusion in deinem kopf mehr ist.... vielleicht hattest du angst, dass alle schönen gefühle zerplatzen, sobald sich die realität einstellt... oss besteht auch nur aus illusion und du bist noch weit davon weg, dich wieder auf eine reale frau einlassen zu können....

oder sehe ich das falsch?

deine gedanken sind schön und da spürt man auch, dass du ein sensibler mensch bist.... allerdings denke ich, dass die sucht dazwischen steht, du bist noch nicht so weit, um das real werden zu lassen....

das denke ich zumindest... muss aber nicht stimmen...


21.07.2014 14:15:27  
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