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| Der Schiedsrichter ist (keine) Luft
Duisburg, 26. November
Der Schiedsrichter ist Luft. Jeder kennt diese Binsenweisheit im Sport. Aber manchmal, da ist er eben doch keine Luft. Fragen Sie Alexander Schuster. Der wird es Ihnen bestätigen. Der Bietigheimer Verteidiger konnte nur noch zusehen, wie Shawn McNeil davon stürmte und den Duisburger Siegtreffer erzielte. Nur noch eine Sekunde war in der Verlängerung zu spielen, als der Kanadier das Tor zum 6:5 (0:1, 2:1, 3:3, 1:0)-Endstand für den EV Duisburg im Auswärtsspiel beim SC Bietigheim-Bissingen erzielte. Wäre das nicht schon kurios genug, ist die Entstehung des Treffers noch verrückter. Der Puck wird aus dem Duisburger Drittel gebracht. Shawn McNeil bricht durch, doch SCBB-Defender Alexander Schuster prallt mit Schiedsrichter Alfred Hascher zusammen. Reflexartig hält sich Hascher fest, beide gehen zu Boden - und McNeil erzielt das sechste Duisburger Tor.
Die ersten beiden Drittel verliefen ausgeglichen. Zweimal ging der SCBB durch Terry Campbell und Alexandre Jaques in Führung. Michael Waginger sowie Calle Johansson - auf Zuspiel des wieder genesenen Leo Stefan - glichen für Duisburg aus. Die Gäste aus dem Ruhrgebiet bestimmten im letzten Spielabschnitt die Partie und erzielten durch Toni Bader und Niklas Sundblad die scheinbar sichere 4:2-Führung. Die Füchse versuchten das Ergebnis zu halten, doch die Steelers kamen zurück ins Spiel und glichen bis zur 57. Minute durch Andrej Kovalev und Brad Rooney aus. Auch die erneute Duisburger Führung durch Hugo Boisvert 64 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit reichte nicht für einen Drei-Punkte-Erfolg, denn 26 Sekunden vor der Schlusssirene rettete Craig Teeple den Gastgebern einen Punkt.
"Mit dem Sieg bin ich zufrieden, zumal wir noch nie in Bietigheim gewonnen haben", erklärte EVD-Trainer Dieter Hegen nach dem Spiel. "Aber wenn wir 4:2 im letzten Drittel führen, müssen wir schon von einem verlorenen Punkt sprechen. Da müssen wir den Sack zu machen." Die Gelegenheit dazu hatten Hugo Boisvert und Shawn McNeil nach der 5:4-Führung. Doch die beiden wollten es zu schön machen, so dass schließlich doch noch ein Bietigheimer Verteidiger dazwischen war. "Das 5:5 roch allerdings stark nach Torraumabseits", ärgerte sich Didi Hegen. "Da lag ein Bietigheimer im Torraum, bevor die Scheibe rein kam. Aber wie dem auch sei. Bietigheim hat eine starke Mannschaft. Warum die so weit unten stehen, weiß ich nicht."
Tore: 1:0 (15:50) Terrence Campbell (Markus Wieland, Craig Teeple), 1:1 (24:14) Michael Waginger (Shawn McNeil, Hugo Boisvert), 2:1 (34:29) Alexandre Jacques (Patrick Vozar, Elvis Beslagic), 2:2 (38:12) Carl-Johan Johansson (Leo Stefan, Niklas Sundblad), 2:3 (48:55) Anton Bader (Hugo Boisvert, Michael Waginger), 2:4 (50:16) Niklas Sundblad (Leo Stefan, Carl-Johan Johansson), 3:4 (51:51) Andrej Kovalev (Elvis Beslagic, Patrick Vozar), 4:4 (56:42) Brad Rooney (Alexandre Jacques, Craig Teeple), 4:5 (58:56) Hugo Boisvert (Michael Waginger, Shawn McNeil), 5:5 (59:34) Craig Teeple (Brad Rooney, Markus Wieland), 5:6 (64:59) Shawn McNeil (Petri Kujala, Carl-Johan Johansson). Strafen: Bietigheim 18 + 10 (Christian Völk), Duisburg 18. Zuschauer: 1827.
Ich bin Steelers-Fan!!! Und das ist auch gut so!!!
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