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| Play-off-Zustände am Straubinger Pulverturm
Straubing, 25. März
Straubing Tigers Play-offs pur! Mit diesen einfachen Worten lässt sich die bisherige Viertelfinal-Serie zwischen den Straubing Tigers und dem SC Bietigheim-Bissingen in der 2. Bundesliga umschreiben. Die gestrige Partie im Gäuboden, die nach einem erbitterten Kampf mit 3:2 (1:0, 0:2, 2:0) für die Gastgeber endete, bildete dabei den bisherigen, teils unrühmlichen, Höhepunkt. Fast 4.000 Zuschauer erlebten eine Eishockeyschlacht, die zwischenzeitlich aus den Fugen geriet. Im zweiten Abschnitt, in dem die Gäste mit ihren wenigen Chancen aus einem 0:1-Rückstand eine 2:1-Führung machten, konnten Ausschreitungen auf den Zuschauerrängen nur durch die polizeiliche Präsenz unterbunden werden, während Straubinger Ordner nicht in der Lage waren, die Gemüter zu beruhigen, teilweise sogar von den eigenen Kollegen selbst zurückgehalten werden mussten, um nicht handgreiflich zu werden. Ähnliche Szenen spielten sich hinter der Gästebank ab. Zwischen Betreuern, Spielern und aufgebrachten Fans kam es zu Handgreiflichkeiten, die von den überforderten Ordnungskräften erst mit Verspätung unter Kontrolle gebracht werden konnten. Ein Steelers-Betreuer, der dann vom Unparteiischen in die Kabine geschickt wurde, heizte die Atmosphäre noch zusätzlich auf, als er den tobenden Zuschauer aus Getränkeflaschen eine Gratis-Erfrischung bescherte. Im Mittelpunkt des Zuschauerunmutes stand auch Bietigheims Verteidiger Christian Völk, der sich nach einem Zusammentreffen an der Bande mit Jason Dunham (Spieldauerstrafe) auf der Trage in die Kabine bringen ließ, um dann wenig später wieder auf dem Eis zu stehen. Die Serie zwischen den als Rundenerster unter Erfolgsdruck stehenden Straubingern und den am letzten Spieltag mit Schützenhilfe der Gäubodenstädter in die Runde der letzten Acht eingezogenen Steelers ist - auf beiden Seiten wohlgemerkt - von allen Haken und Ösen geprägt, die der Eishockeysport bietet. Das spiegelt sich auch in der Medienwelt wider. So heizt etwa die Straubinger Lokalpresse die Stimmung noch über die Maßen zusätzlich an, schlägt inzwischen gar die Spieler der Gegner für neu ausgerufene Oscar-Awards vor. Die Kampagne schlängelt sich über die Homepage der Tigers mit Statements von Trainer Daniel Naud und Vorstand Jürgen Pfundtner weiter. Es wird gekämpft, nicht nur auf dem Eis, sondern auch daneben. Play-offs pur. Neben derartigen Randphänomenen bietet das Geschehen auf dem Eis spannenden Sport. Straubing tut sich gegen Bietigheim-Bissingen erstaunlich schwer, konnte in bislang fünf Partien erst drei von vier nötigen Siegen, die allerdings jeweils vor heimischem Publikum in Ordnung gingen, einfahren. Die Steelers, angetrieben von Spielern wie Chris Straube oder Brad Rooney, überraschen vor allem zu Hause mit einem aggressiven Forechecking und haben den großen Favoriten ins Wanken gebracht.
Info Hockeyweb
bearbeitet von Petra am 25.03.2005 19:57:35 Mit Grün Weiß Blauen Grüßen |
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