Gruppe: Benutzer Rang: Spieler Kenner
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| Draisaitl geht wegen des Stadions Bremerhaven (ol). Die Saison des Eishockey-Zweitligisten REV Bremerhaven endete mit einem Misston. "Wir hatten klare Absprachen, und dann hat Trainer Peter Draisaitl sich verplappert", schimpfte Manager Hans-Werner Busch. Er hatte den scheidenden Trainer erst am Donnerstag in einem würdigen Rahmen verabschieden wollen.
Die Pressekonferenz kann sich Busch nun schenken, denn Draisaitl verriet einem Fernsehsender, dass er den REV auf jeden Fall verlassen werde.
Deshalb war gestern auch Igor Pavlov bereit, Farbe zu bekennen. Die Frage, ob er als Draisaitls Nachfolger bereits unterschrieben habe, beantwortete er mit einem klaren: "Ja."
Pavlov, dieser akribische Arbeiter und Tüftler, hat einen großen Anteil am Erfolg des REV, und er will diese Linie fortsetzen.
Familienleben
Draisaitl hat nach eigenen Angaben noch keinen neuen Verein. "Es gibt nichts, absolut nichts", sagte er gestern in Köln, wo der Ex-Coach nun erst einmal das lange vermisste Familienleben genießen möchte.
Es gibt aber Indizien dafür, dass Draisaitl nicht lange arbeitslos sein wird. So wird der Ex-Nationalspieler mit den Straubing Tigers in Verbindung gebracht, für den Fall, dass sie in die DEL aufsteigen. Auch die Landshut Cannibals, die jetzt den Vertrag mit Trainer Bernie Englbrecht aufgelöst haben, sind an ihm interessiert. Sowohl zum Straubinger als auch zum Landshuter Management hat Draisaitl allerbeste Kontakte.
Sehr wahrscheinlich ist aber, dass "Peter der Große" zum SC Bietigheim-Bissingen gehen wird. Mit Uli Liebsch haben die Schwaben zwar einen Trainer langfristig unter Vertrag, es ist aber ein offenes Geheimnis, dass Liebsch wieder als sportlicher Berater und Nachwuchscoach in die zweite Reihe treten würde, sollte sich ein anderer Kandidat finden.
In Bietigheim soll jetzt die Post abgehen. Porsche will viel Geld investieren und auch das eigene Management in den Verein einbinden. In einem Drei-Jahres-Plan soll es dann in die DEL gehen.
Das würde Draisaitl genau die Perspektiven eröffnen, die er in Bremerhaven vermisst. "Machen wir uns nichts vor, in den nächsten drei bis vier Jahren wird in Bremerhaven nicht viel passieren. So lange es kein neues Stadion gibt, gibt es auch keine Perspektive. So lange kann ich nicht warten, und deshalb gehe ich", sagte Draisaitl.
Zu den Plänen, ein neues Stadion bauen zu wollen, sagte der Coach: "Das ist nicht mehr mein Ding."
Draisaitl hat Bremerhaven nach langer Bedenkzeit abgehakt, obwohl "es eine sehr gute und wichtige Zeit für mich war."
Voll des Lobes war er für das REV-Management: "Das war total professionell, von solchen Bedingungen kann man als Trainer nur träumen. Die haben mir jeden finanzierbaren Wunsch von den Augen abgelesen. Wäre das Stadion nicht, hätte ich keinen Grund zum Wechseln gehabt."
Draisaitl legt Wert auf die Feststellung, dass er keineswegs Pavlov als Nachfolger empfohlen habe: "Damit habe ich nichts zu tun, Igor hat sich durch seine tolle Arbeit ganz von allein empfohlen."
Mit Grün Weiß Blauen Grüßen |
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