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Einigung in der NHL!
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Einigung in der NHL

NHL-Commissioner Gary Bettman (l.) kann die neue Saison planen

New York/München - Aufatmen bei den Eishockey-Fans auf der ganzen Welt! Der Arbeitskampf zwischen der NHL und der Spielergewerkschaft steht unmittelbar vor dem Ende.

Wie beide Seiten am Mittwoch in New York mitteilten, sei man sich "grundsätzlich einig" über einen neuen Kontrakt. Der ausgehandelte Pakt soll für die nächsten sechs Jahre gelten und beinhaltet dem Vernehmen nach eine Gehaltsobergrenze für die Klubs, einen sogenannten "Salary Cap".

Unterschriften sollen folgen

Wie die Einigung im Detail aussieht, wollte Jonathan Weatherdon, Sprecher der Spielergewerkschaft, noch nicht sagen. Jim Rutherford, General Manager der Carolina Hurricanes, reagierte erleichtert, wollte allerdings noch nicht in Jubel ausbrechen: "Ich werde erst richtig durchatmen, wenn die Verträge unterschrieben sind."

Die Spielergewerkschaft hat für nächste Woche ein Meeting in Toronto anberaumt. Die Vertreter der NHL-Klubs sollen über das Abkommen nächsten Donnerstag in New York abstimmen.

Kampf um die Fans

Das Ende der größten Krise in der Geschichte der NHL steht bevor. Zum ersten Mal war eine komplette Saison abgesagt worden. Damit verlor die stärkste Eishockey-Liga der Welt, die in Nordamerika ohnehin hinter den anderen großen Sportarten NBA, NFL und MLB hinterherhinkt, weiter an Reputation.

"Jetzt wird es darum gehen, die Fans zurück zu gewinnen", sagt Jim McKenzie, Stürmer der Nashville Predators. Das wird schwer genug. Schließlich sind viele darüber enttäuscht, dass beide Seiten in der vergangenen Saison stur geblieben waren und der "Lockout" schließlich zur Absage der Spielzeit führte.

Erstmals seit 1919 wurde der Stanley Cup nicht vergeben. Damals hatte eine Epidemie den Kufencracks einen Strich durch die Rechnung gemacht.

"Jeder hat verloren"

"Am Ende hat jeder verloren", sagte Wayne Gretzky, der Spieler mit den meisten Treffern in der NHL-Geschichte und Teilhaber bei den Phoenix Coyotes. "Wir haben unsere Industrie fast zugrunde gerichtet. Was geschehen ist, ist sehr traurig."

Die Spielergewerkschaft musste bei den Verhandlungen von ihren Forderungen abweichen. Sie wollte immer die Gehaltsobergrenze verhindern. Nun allerdings haben die Vertreter der Aktiven einem "Salary Cap" zugestimmt.

NHL-Stars in Turin dabei

Der soll künftig bei maximal 54 Prozent der Klub-Einnahmen liegen. Die Einnahmen für die kommende Saison werden auf 1,8 Milliarden Dollar geschätzt - gegenüber 2,1 Milliarden in der Spielzeit 2003/04.

Sichergestellt wurde, dass die Spieler an den Olympischen Spielen 2006 in Turin teilnehmen können.

Der Arbeitskampf hatte im September 2004 begonnen. Mitte Februar wurde nach weiteren erfolglosen Verhandlungen die komplette Saison 2004/05 abgesagt. In Folge dessen hatten viele NHL-Profis in Europa ihr Geld verdient.

Kräfteverhältnisse werden sich verändern

Nun eilt die Zeit. Sobald der Vertrag unterschrieben ist, soll noch vor Ende Juli ein Draft stattfinden, um den Nachwuchsspielern den Weg in die NHL zu ebnen.

Im September beginnt das Training auf die neue Saison, die im Oktober starten wird.

Die Zuschauer erwartet eine interessante Spielzeit: Viele Klubs, die lange weit oberhalb des "Salary Caps" agierten, müssen Stars abgeben. Zudem liefen zahlreiche Verträge aus. Die Kräfteverhältnisse in der NHL werden sich verändern.


Mit Grün Weiß Blauen Grüßen
14.07.2005 15:28:14  
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