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| EISHOCKEY / TESTSPIELAUFTAKT DER STEELERS GEGEN FRANKFURT UND IN SCHWENNINGEN
Straube schon in guter Frühform
SC verliert gegen DEL-Vertreter aus Hessen mit 2:5 – Gestern 6:4-Sieg beim Ligakonkurrenten im Schwarzwald
Die Steelers haben nach Tagen harter Trainingsarbeit ihre ersten beiden Testspiele hinter sich. Am Samstag verloren sie ein recht ruppig geführtes Spiel gegen die Frankfurt Lions vor 1200 Zuschauern in der Eisarena im Ellental mit 2:5 (1:2, 1:1, 0:1). Gestern gewannen sie beim Ligakonkurrenten Schwenningen mit 6:4, überragend dabei Chris Straube, dem drei Tore gelangen.
Die „neuen“ Steelers – im 23-Mann-Kader stehen elf Zugänge – hatten neugierig gemacht: 1 200 Zuschauer kamen zum ersten Auftritt gegen den DEL-Vertreter aus Frankfurt am Samstag in die Eisarena. Die Frankfurter hatten eine strapaziöse Anreise mit etlichen Staus vom Trainingslager in Südtirol hinter sich. Da die Lions nur schwarze Trikots dabei hatten, mussten die Steelers von ihrem Vorhaben abrücken, die neuen Trikots erst am 26. August beim Testspiel gegen Chur zu präsentieren. Die vorgesehenen dunkelblauen Aufwärmtrikots wären der Kleidung der Gäste zu ähnlich gewesen. So trat die Mannschaft von Trainer Uli Liebsch in den neuen weißen Auswärtstrikots an. Ab der kommenden Saison müssen die Heimmannschaften in dunklen, die Gastmannschaften in hellen Trikots antreten. Somit kommt es gegen Chur doch noch zur Premiere der neuen Steelers-Heimtrikots.
Uli Liebsch ließ wie angekündigt vier Sturmreihen ran. In den ersten 15 Minuten spielten die Steelers richtig gutes Eishockey, zeigten einige flüssige Kombinationen und gingen nach neun Minuten in Führung. Neuzugang Kay Hurbanek hatte noch aus einer Überzahlsituation heraus getroffen. Insgesamt verhängte der arg kleinlich leitende Schiedsrichter Reichert acht Zeitstrafen gegen die Lions alleine im ersten Drittel, sechs gegen die Steelers. Die fingen sich in der 17. und 19. Minute Gegentore von Rautert und Bouchard ein. Beide Male war der Puck abgeprallt und den Torschützen genau auf die Schläger gefallen. Im Mitteldrittel trafen Axel Hackert für die Steelers zum 2:2 (29.) sowie Corso und Kohlmann (35./36.) für die Lions zum 2:4-Zwischenstand nach zwei Dritteln.
Im Schlussdrittel gaben beide Teams nochmals Gas, leider nicht nur beim Spiel. Eine Schlägerei in der 45. Minute hatte Folgen: Spieldauerdisziplinarstrafen für Dirk Wrobel, Bouchard, Corso und den heftig protestierenden Frankfurter Trainer Rick Chernomaz, sowie eine Matchstrafe für Steelers-Verteidiger Chad Allan.
Mit einem Schlagschuss erzielte Klenner in der 55. Minute den 5:2-Endstand. In zweifacher Überzahl hatte der SC in der Schlussminute noch mehrfach Gelegenheiten, das Ergebnis zu verkürzen.
Die Steelers boten über weite Strecken schon eine sehr ansehnliche, viel versprechende Leistung, wobei nach wenigen Tagen gemeinsamer Trainingsarbeit auf dem Eis – die Ausländer sind erst seit vergangenen Montag dabei – natürlich noch längst nicht alles klappen konnte. Torhüter Jason Elliott bewies schon sehr gute Frühform, mit Jochen Molling und Dan Björnlie hat der SC zwei Verteidiger, die hinten sicher stehen, die schnell sind und gute Pässe spielen.
Starke Center
Ganz stark schon der Auftritt des neuen Centers Nick Smith, der Defensivqualitäten mit Spielwitz, Übersicht, einem guten Passspiel und Torgefahr vereint. Auch sein Mittelstürmer-Pendant Eric Schneider scheint sich schon ganz wohl zu fühlen in neuer Umgebung, erwies sich aber auch als Hitzkopf, musste im ersten dreimal auf die Strafbank. Gute Ansätze zeigte der junge Philipp Schlager, Matthias Hart und Kay Hurbanek erwiesen sich als kampfstarke Stürmer. Und alle sind sich nicht zu schade, defensiv mitzuarbeiten.
Vor 1800 Zuschauern in Schwenningen kamen die Steelers gestern bei den Wild Wings zu einem 6:4 (1:0, 3:1, 2:3), verpassten dabei im letzten Drittel einen möglichen zweistelligen Sieg. Gegen die ersatzgeschwächten Gastgeber, bei denen sich etliche junge Spieler noch für einen Profivertrag bewarben, bestach vor allem die Reihe mit Jacques, Schneider und Straube. Straube erzielte das 2:0, das 4:1 und das 5:2 und bereitete das 1:0 durch Schneider vor. Die Tore der Steelers zum 3:0 durch Hackert und zum 6:3 durch Mares fielen jeweils in Unterzahl. Im Schlussdrittel drosselten die Gäste das Tempo und verschonten die Wild Wings. Für die trafen Hoffmann, Eberhardt, Whitecotton und Pufal. VON CLAUS PFITZER
Mit Grün Weiß Blauen Grüßen |
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