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| EISHOCKEY / HEUTE SIEBTER SPIELTAG IN DER ZWEITEN BUNDESLIGA – BAYERISCHES WOCHENENDE FÜR SC BIETIGHEIM-BISSINGEN
Liebsch warnt: Keine Selbstläufer
Steelers erwarten die Joker aus Kaufbeuren - Sonntag Gastspiel in München – Smith wieder dabei
Ein bayerisches Wochenende steht den Steelers in der Zweiten Bundesliga bevor. Heute um 20.00 Uhr gastieren die Joker aus Kaufbeuren in der Eisarena im Ellental, am Sonntag ist die Mannschaft von Trainer Uli Liebsch in der Eissporthalle im Olympiazentrum beim Aufsteiger EHC München (18.30 Uhr) zu Gast. Wieder ins Team nach seiner Sperre rückt Nick Smith, damit kann Trainer Liebsch zur Normalität bei seinen Reihe zurückkehren.
Die ungewöhnliche Konstellation mit sieben Freitag-Heimspielen in Folge scheint den Steelers zu behagen. Bislang haben sie alle drei Heimspiele gewonnen, mussten nur den Straubing Tigers einen Punkt nach Penaltyschießen überlassen. „Bei Heimspielen am Freitag fallen natürlich die langen Rückreisen weg, bei denen man zum Beispiel aus Bremerhaven erst am Samstag in der Früh zurückkehrt. So gesehen ist das nicht schlecht. Aber es dreht sich bald in die andere Richtung und dann sind wir freitags viel unterwegs“, sieht Uli Liebsch die Freitag-Heimspielserie mit gemischten Gefühlen.
Bei der entsprechenden Konzentration und Ernsthaftigkeit verbunden mit den spielerischen und taktischen Möglichkeiten droht den Steelers auch heute kaum das Ende ihrer kleinen Heimserie. Ein weiteres Sechs-Punkte-Wochenende wäre für den SC schon im Hinblick auf das Gastspiel des derzeitigen Tabellenführers Dresden am kommenden Freitag in der Eisarena im Ellental eine feine Sache.
„Das wäre schön“, kann sich auch Trainer Liebsch mit einem Spitzenspiel gegen Dresden durchaus anfreunden, sozusagen als Einstimmung auf das folgende Gastspiel zwei Tage später beim vermeintlichen Topfavoriten Wolfsburg (16. Oktober). Vor dem nächsten Doppelpack an Topspielen – einen gab es für die Steelers in dieser Saison ja schon mit den Partien gegen Straubing und in Regensburg – stehen auf dem Spielplan heute und am kommenden Sonntag die vermeintlich etwas leichteren Aufgaben gegen Kaufbeuren und in München. Aber Uli Liebsch warnt eindringlich davor, die beiden Gegner zu unterschätzen: „Da darf man nicht denken, das wird schon werden, das sind keine Selbstläufer, wir dürfen die Aufgaben nicht zu leicht nehmen. Kaufbeuren ist als Mannschaft sehr stark und München wird auch irgendwann auf die Siegerstraße kommen.“
Nach Ablauf seiner Sperre kann Nick Smith heute wieder mit aufs Eis, wird seinen angestammten Platz in der zweiten Sturmreihe neben Matthias Hart und Petr Mares einnehmen, Terry Campbell rückt zurück in die dritte Reihe neben seine beiden „Ziehsöhne“ Axel Hackert und Philipp Schlager.
Bei den Joker Kaufbeuren hat Trainer Peter Ustorf nach der lange Zeit katastrophal verlaufenen Vorsaison noch den Ligaerhalt geschafft und nun ein Team nach seinen Vorstellungen und den finanziellen Gegebenheiten zusammengestellt. Die neuen Joker haben kaum noch etwas gemein mit der Truppe, die in der vergangenen Saison lange das Tabellenende zierte, teilweise sogar zur Schießbude der Liga avancierte. Nach dem Abgang von Torhüter Cinibulk setzt Ustorf mit Reimer und Heringer auf ein deutsches Torhüter-Duo. Aus der ECHL kam mit Jim Jackson und Joe Bourne ein neues Verteidiger-Duo, bereits Führungsspieler ist der kleine Patrik Grandmaitre, einer von insgesamt acht neuen Stürmern bei den Jokern. Von denen waren am vergangenen Wochenende einige durch Erkältungskrankheiten geschwächt in die Spiele gegangen, heute sollen alle wieder bei Kräften sein. „Wir dürfen nicht so viele Schüsse des Gegners zulassen“, will Peter Ustorf eine etwas veränderte Defensivstrategie anwenden. Mit dem Sieg nach Verlängerung kamen die Kaufbeurer in München am Sonntag zu zwei Punkten, die Heimpartie am Freitag davor gegen Dresden ging knapp verloren.
Nachwuchs im Blickpunkt Mit Marcel Frank, Philipp Hodul, Achim Moosberger, Marco Windisch, Marc Wollner und Justin Zilla nahmen sechs Spieler der Steelers-Schüler in der baden-württembergischen Auswahl an einem Sichtungsturnier in Landshut teil, bei dem die beiden Junioren-Bundestrainern Ernst Höfner und Jim Setters Ausschau nach Spielern für die neue U 16 Nationalmannschaft hielten. Die BW-Auswahl belegte Platz drei. Hoffnungen auf eine Nominierung für die U 16 dürfen sich auch die Talente aus dem großen Steelers-Reservoir machen. VON CLAUS PFITZER
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