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| EISHOCKEY / STEELERS-SIEG IN MÜNCHEN
Doppelschlag in Unterzahl
Aus 2:3 nach 2:0 wird binnen 17 Sekunden 4:3
Zweites 6-Punkte-Wochenende für den SC Bietigheim-Bissingen in Folge. Dem 6:1 vergangenen Freitag zuhause gegen den ESV Kaufbeuren ließen die Steelers gestern vor rund 1500 Zuschauern ein 5:3 (2:1, 0:2, 3:0) beim EHC München folgen. Nachdem Aufsteiger Dresdner Eislöwen gestern das Spitzenspiel gegen den EHC Wolfsburg mit 5:4 n.P. gewonnen hat, empfangen die Steelers kommenden Freitag als Tabellenzweiter die als Spitzenreiter anreisenden punktgleichen und um einen Treffer besseren Eislöwen.
Der Knackpunkt der Partie in München zu Gunsten der Steelers war paradoxer Weise ein Unterzahlspiel. Nachdem Chad Allan in der 38. Minute eine 2 plus 10 Minuten-Strafe von Schiedsrichter Franz (Bergischglattbach) aufgebrummt bekommen hatte - Spielstand zu diesem Zeitpunkt 3:2 für München - überstanden die Steelers bis Drittelende zunächst auch eine zweifache Unterzahl. Mit 4 gegen 5, aus SC-Sicht, ging's dann in den Schlussteil. Hier krallte sich Eric Schneider bereits nach 22 Sekunden den Puck von den Münchenern, lief alleine auf EHC-Keeper Vollmer zu und vollendete zum 3:3. 17 Sekunden später leistete sich München, immer noch in Überzahl, den nächsten dicken Schnitzer im Spielaufbau. Dieses Mal spritzte Nick Smith dazwischen und lief alleine auf Vollmer zu. Den ersten Versuch konnte der EHC-Torhüter noch abwehren. Im Fallen versenkte Smith dann aber das Spielgerät als Nachschuss zum 3:4. Damit war München völlig aus dem Konzept. Bis zur endgültigen Entscheidung verging aber noch mehr Zeit als SC-Trainer Uli Liebsch lieb. Erst in der 58. Minute markierte wiederum Nick Smith das alles entscheidende 5:3 für Bietigheim-Bissingen (Assist Jacques). Dabei war der SC dieses Mal in Überzahl. Münchens Dan Carlson hatte kurz zuvor eine 5 Minuten plus Spieldauerdisziplinarstrafe erhalten. Ursache war ein Stockstich ins Gesicht von Robert Gratza, der dadurch blutete und behandelt werden musste.
Guter Beginn Wie das Ende, so war auch der Anfang aus Steelers-Sicht gut. Bereits in der 8. Minute erzielte Straube bei Überzahl SC von der Blauen Linie und auf Zuspiel von Wieland und Hart das 1:0 für die Gäste. Und wiederum in Überzahl traf Bjornlie in der 12. Minute zum 2:0. Vorarbeiter waren Mares und Smith.
Mit dem 1:2 durch John Secinski in der 15. Minute kam aber erstmal die Wende. Denn mit diesem Anschlusstreffer im Rücken agierte der EHC vor allem im zweiten Abschnitt mutiger. Und kam jeweils bei 5 gegen 5 erst zum 2:2 (Guidarelli, 27.) und erneut durch Sicinski sogar zum 3:2 (37.). Die Sekunden zu Beginn des Schlussdrittels würde München sicherlich gerne aus seiner Vereinsgeschichte verbannen.
Die Partie in München bot aus Bietigheim-Bissinger Sicht zudem noch eine Neuerung. Verteidiger Jochen Molling spielte erstmals in dieser Saison ohne Vollbart. VON ANDREAS KLEINERT
Mit Grün Weiß Blauen Grüßen |
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