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| EISHOCKEY / SPITZENSPIEL IN DER 2. BUNDESLIGA Schneider und Smith scheitern oft an Rogles
SC Bietigheim verliert in Wolfsburg 4:7 – Weiter Erster
Trotz der 4:7-Niederlage im gestrigen Spitzenspiel bei den Grizzly Adams Wolfsburg – der zweiten Saisonniederlage – bleiben die Steelers an der Tabellenspitze der Zweiten Bundesliga. Nach einer frühen Führung gerieten die Bietigheimer zwischenzeitlich sogar mit 2:7 in Rückstand, kämpften sich dann aber noch auf 4:7 heran. „Das Ergebnis ist zu deutlich ausgefallen, so viel schlechter waren wir nicht“, so Steelers-Trainer Uli Liebsch nach dem Spiel.
Das packende Spitzenspiel nahm nach einem noch eher verhaltenen ersten Drittel im Mitteldrittel mächtig Fahrt auf, entwickelte sich zu einem erbitterten, hart geführten Kampfspiel vor 1500 Zuschauern, das aber nie unfair wurde.
Den Steelers gelang in der vierten Minute die Führung, Torschütze war Alexandre Jacques, der von einem Zuspiel Schneiders profitierte, der dem zögernden Fiebiger den Puck angeknöpft hatte. In der elften Minute machte Fiebiger seinen Fehler wieder wett, erzielte per Direktschuss bei Wolfsburger Überzahl den Ausgleich. 68 Sekunden später gingen die Gastgeber durch Lingemann in Führung. Zum besonderen Pechvogel avancierte bei den Steelers Nick Smith, der gleich mehrfach an Wolfsburgs Torhüter Chris Rogles scheiterte. Der ehemalige DEL-Torhüter verhinderte bei Bietigheimer Überzahl auch gegen Schneider den Ausgleich.
Traumtor durch Mares Aus einer Überzahl heraus gingen die Wolfsburger in der 21. Minute 3:1 in Führung, Todd Simon hatte den Puck über die Linie gestochert. Hektik und Dramatik pur erlebten die Zuschauer ab der 25. Minute. Zuerst gelang Petr Mares mit einem „Traumtor“ das 3:2, dann waren die Steelers zuerst in einfacher und kurze Zeit später sogar in zweifacher Überzahl. Den Ausgleich schafften sie aber nicht, kassierten, als gerade der vierte Wolfsburger Feldspieler wieder auf dem Eis war, in Überzahl sogar das 4:2 durch Xavier Delisle (30.). Kurz zuvor hatte Wieland den Pfosten des Wolfsburger Tores getroffen, Schneider und Smith waren – wie gehabt – an Rogles gescheitert. In der 31. und 34. Minute erzielten die Steelers jeweils ein Tor, Schiedsrichter Kleiner verweigerte aber beide Male die Anerkennung. Jacques hatte den Puck wohl mit dem Schlittschuh über die Torlinie bugsiert, Eric Schneider noch einen Sekunden-Bruchteil nach einem Schiedsrichter-Pfiff die Scheibe zwischen den Stangen versenkt.
Ganz bitter wurde es für die Steelers zunächst im Schlussdrittel. Ein Torwartfehler, als Elliott den Puck abprallen ließ und Callander abstaubte (45.), und zwei Überzahltore der Wolfsburger sorgten für den deutlichen 7:2-Vorsprung. Beim 6:2 durch Regans ersten Saisontreffer waren die Steelers in einfacher Unterzahl (53.), beim 7:2 durch Simon in zweifacher Unterzahl (54.). Beim Stande von 5:2 hatte Eric Schneider in Unterzahl zwei riesige Breakchancen, scheiterte aber einmal an Rogles, schoss beim zweiten Mal am Tor vorbei.
Die Bietigheimer kämpften sich aber nochmals ran, kamen in Unterzahl durch Jacques auf 3:7 (54.) heran. Eine Sekunde vor Spielende gelang Terry Campbell auch noch der vierte Treffer für die Gäste.
„Wolfsburg hat mit Leidenschaft und Emotionen gespielt. Wir haben im ersten Drittel defensiv gut zugemacht und dann in Unterzahl den Ausgleich kassiert. Unser Powerplay hat uns im Stich gelassen. Es waren zwei starke Teams auf dem Eis, nur der Schiedsrichter war schwach“, kommentierte Steelers-Coach Liebsch die Partie.
Nach dem sehr sparsamen Umgang mit Zeitstrafen im ersten Drittel gab sich Schiedsrichter Kleiner später sehr großzügig. Am Ende standen 13 Zwei-Minuten-Strafen für Wolfsburg und neun für die Steelers. Hinzu kamen noch eine Zehn-Minuten-Strafe gegen Petr Mares sowie eine Fünf-Minuten-Strafe sowie eine Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Matthias Hart. Der fehlt damit am kommenden Freitag gegen Bremerhaven. VON C. PFITZER / A. HELD
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