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Forum Übersicht » Hinweise, Infos » Medienspiegel » Bi.-Bi. Zeitung vom 18.10.05
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Bi.-Bi. Zeitung vom 18.10.05
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EISHOCKEY / SPORTLICHER AUFSTIEG AUS DER ZWEITEN BUNDESLIGA IN FRAGE GESTELLT – DEL-GESCHÄFTSFÜHRER ERTEILT STEELERS UND WOLFSBURG SCHON JETZT EINE ABSAGE

Trotz Tripckes Nein: DEL gibt es nur in Bietigheim!

SC Bietigheim-Bissingen und Hauptsponsor Porsche geben klares Bekenntnis zum Standort Eisarena Ellental ab – DEB setzt auf Widerstand der Fans

„In Wolfsburg hat sich beim Bau einer neuen Halle nichts getan und auch Bietigheim schließt einen Standortwechsel bei einem möglichen sportlichen Aufstieg bislang aus. Daher werden beide Teams in der kommenden Saison nicht in die DEL aufgenommen.“

(Gernot Tripcke, Geschäftsführer der Deutschen Eishockey-Liga, am Rande eines DEL-Spiels in Hannover vor Journalisten.)



Zehn von 52 Spielen der Vorrunde in der Zweiten Bundesliga sind erst gespielt, die Play-Offs noch in weiter Ferne, da sorgt die obige Aussage von Gernot Tripcke bei zwei der Branchenführer der Zweiten Liga für gehöriges Aufsehen und Empörung. Tripcke hat sowohl den Steelers aus Bietigheim-Bissingen als auch den Grizzly Adams schon heute, ein halbes Jahr vor der sportlichen Entscheidung um den für wohl lange Zeit letzten Aufstieg in die DEL eine klare Absage erteilt. Der Grund: Die Eisarenen in Bietigheim-Bissingen und Wolfsburg sind nach Ansicht Tripckes nicht DEL-tauglich!

Dass es im Jahr 2006 keinen sportlichen Aufstieg in die DEL geben könnte, dass wird in der Zweiten Bundesliga schon lange befürchtet. So gut wie sicher scheint mittlerweile, dass die DEL ab der Saison 2006/07 zu einer geschlossenen Gesellschaft ohne jährlichen Auf- und Abstieg werden wird. Am Ende der Saison 2005/06 läuft der Vertrag zwischen der DEL und der Eissportbetriebs-Gesellschaft des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) aus, der in den vergangenen Jahren den Auf- und Abstieg jeweils einer Mannschaft geregelt hat. Derzeit bastelt der DEB an einem neuen Kooperationsvertrag, steht in Verhandlungen mit der DEL.

„Mittlerweile liegt ein schlüssiges Konzept vor, der DEB hat schwer nachgearbeitet“, weiß Alexander Jäger, der Geschäftsführer des SC Bietigheim-Bissingen. Der SC gehört ebenso wie die Vereine Regensburger und Wolfsburg der Kommission an, die die Einstiegskriterien für die DEL erarbeitet, die der DEB dann der DEL als Vorschlag unterbreiten wird.

Bislang ist der Aufstieg nach diesen Gesichtspunkten erfolgt: Der Meister der Zweiten Bundesliga ist aufgestiegen, wenn er die wirtschaftlichen und strukturellen Voraussetzungen erfüllen und eine taugliche Eishalle vorweisen konnte, oder es wenigstens Pläne über einen Neubau in absehbarer Zeit gab. Genau dieser Punkt wurde den sportlich geretteten Wolfsburgern am Ende der vergangenen Saison zum Verhängnis. Da der mehrfach avisierte Baubeginn immer wieder verschoben und bis zum heutigen Tag noch immer nicht vollzogen wurde, ist die Aussage Tripckes in Bezug auf die Grizzly Adams sogar noch verständlich. Die haben als klares Ziel den sofortigen Wiederaufstieg in die DEL proklamiert.


SC top professionell
Nach mehreren gescheiterten, eher mit angezogener Handbremse unternommenen Versuchen, die DEL zu erreichen, sind beim SC Bietigheim-Bissingen mittlerweile beste Voraussetzungen geschaffen, das offen auch vom Hauptsponsor für einen Zeitraum von drei Jahren ausgegebene Ziel DEL zu realisieren. Angefangen von der wirtschaftlichen Potenz und Weitsicht, über die sportliche Kompetenz mit Cheftrainer Uli Liebsch und seinem Assistenten Corrado MIcalef, einer bestens funktionierenden, professionell und effektiv arbeitenden Geschäftsstelle mit Alexander Jäger als Geschäftsführer, einer prima Presseabteilung mit Oliver Mayer bis hin zu einer Mannschaft, die in der Lage ist, auf sportlichem Weg den Aufstieg auf zu packen. Durch die Anfangserfolge und der schier unerschütterlichen Heimstärke ist der Zuschauerzuspruch für das frühe Stadium in der Saison sehr gut.

Einziges Manko für die DEL wäre die Kapazität der Eisarena im Ellental, die mit 3 500 Besuchern ihr Limit erreicht hat, erforderlich für die DEL wären mindestens 5 000 Plätze. Da kann die Ellental-Eisarena mit anderen DEL-Spielstätten wie der KölnArena oder der nagelneuen SAP-Arena in Mannheim nicht mithalten. Eine vergleichbare multifunktionale Spielstätte entsteht derzeit auf dem Cannstatter Wasen in unmittelbarer Nähe des Stuttgarter Daimler-Stadions, die ab Mai 2006 bezugsfertig sein soll und den Namen Porsche-Arena tragen wird. Dass sich da ein Puzzle zusammenfügen lassen würde, dass allen Ansprüchen der DEL genügen könnte, ist unschwer zu erraten: Eine aufstrebende, sportlich und wirtschaftlich starke GmbH – in eine solche soll der Spielbetrieb der Steelers zum Jahr 2006 ausgegliedert werden – spielt in einer Landeshauptstadt mit einem weltweit bekannten Hauptsponsor im Rücken in der DEL. Genau darauf zielt wohl auch die Aussage Tripckes „schließt einen Standortwechsel bislang aus“ hin.

Diesem Gebilde steht aber das klare Bekenntnis der Verantwortlichen des SC sowie der Firma Porsche gegenüber, wenn DEL, dann nur in Bietigheim-Bissingen. Dies bekräftigte SC-Präsident Eduard Fehr dieser Tage im Fernsehen nochmals, und zwar schon bevor die Aussagen Tripckes publik geworden sind: „Wir werden unter keinen Umständen nach Stuttgart gehen. Nicht so lange ich Präsident bin.“ Bei der Präsentation der Steelers 2005 im Hauptquartier von Porsche in Stuttgart-Zuffenhausen bekannte sich Christian Dau, stellvertretender Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und Presse bei der Firma Porsche und Mitglied im SC-Verwaltungsrat unmissverständlich zum Standort Bietigheim-Bissingen. Diese Aussage wiederholte Christian Dau auch gestern nochmals gegenüber unserer Zeitung: „Wir unterstützen den Verein auf seinem Weg in die DEL. Wir stehen voll und ganz hinter ihm und hinter der David-Story. Wenn DEL, dann nur in Bietigheim-Bissingen.“

Die Steelers können sich auch auf die Verwaltungsspitze der Stadt verlassen, wie der Erste Bürgermeister Kurt Leibbrandt versichert: „Wir haben mit Freude und Zufriedenheit den Aufschwung registriert, der auch der Allgemeinheit zu Gute kommt. Es besteht ein Vertrauensverhältnis zwischen den Herren Fehr und Lehmann vom Verein und es gibt sehr, sehr gute Kontakte zur Firma Porsche. Die David-Story gefällt uns, hier ärgert ein Kleiner die Großen. Die Sache stimmt und ist nachvollziehbar. Sollte es zum Aufstieg kommen, den wir den Steelers von Herzen gönnen, wird es Gespräche mit uns als Partner geben. Wir haben volles Vertrauen zum Hauptsponsor.“

Der SC hält sich mit Kommentaren zu den Äußerungen Tripckes zurück, geht nicht auf Konfrontationskurs. Pressesprecher Oliver Mayer sieht zunächst andere in der Pflicht: „Wenn die Mannschaft Fakten auf dem Eis schafft, werden wir die Voraussetzungen für den Aufstieg in die DEL schaffen.“

Da die DEL nach Schließung nach unten ab 2006 auf Jahre hinaus den Spielbetrieb in größeren Städten und vor allem in attraktiven Eisstadien abwickeln möchte, stehen nach unseren Informationen vor allem zwei Clubs im Fokus: Die Eisbären Regensburg mit ihrer zugegebenermaßen tollen DonauArena und der Aufsteiger Dresden. Dort wird derzeit die erforderliche Eisarena gebaut, die Stadt Dresden wäre ein idealer Standort auf der – Ausnahme Berlin – weißen DEL-Landkarte im Osten.


Kultur wird missachtet
Die DEL achtet offensichtlich bei ihren Kriterien für die geschlossene Gesellschaft nicht auf die sportliche Kultur und die Strukturen in unserem Land, die in anderen Sportarten einen Auf- und Abstieg als selbstverständlich vorsehen. Die Amerikanisierung im Sport soll offensichtlich vorangetrieben werden. Aber die Rechnung scheint ohne die Fans gemacht, und deren Druck spürt die DEL schon gewaltig. Der DEB setzt neben seinen Verhandlungen ganz stark auf den Einfluss der zahlenden Kundschaft, die den Auf- und Abstieg im Sport gewöhnt ist und nicht auf diesen sportlichen Wettbewerb verzichten will. Mittlerweile scheint die Front bereits zu bröckeln, einige DEL-Vereine rücken nach unseren Informationen mehr und mehr vom Kurs Gernot Tripckes ab. Derzeit allerdings nur hinter verschlossenen Türen.
VON CLAUS PFITZER


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20.10.2005 00:04:14  
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