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| EISHOCKEY / PROFI-SCHIEDSRICHTER FÜR DIE DEL Rick Looker ist Wegbereiter
Einsatz ab Mitte November geplant
Rick Looker wird der erste ausländische Profi-Schiedsrichter in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Zwei weitere professionelle Unparteiische sollen Looker folgen.
Bei den DEL-Schiedsrichtern hält Professionalität Einzug.
Der Weg für den ersten hauptamtlichen Schiedsrichter aus dem Ausland im deutschen Eishockey ist frei. Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) und die Deutsche Eishockey Liga GmbH (DEL) einigten sich darauf, den US-Amerikaner Rick Looker (USA) als Profi-Referee einzustellen. Er soll bereits Mitte November in der DEL zum Einsatz kommen und wird auch von selbiger bezahlt. Über die Höhe seines Salärs schweigt die DEL, "sein Gehalt liegt aber weit unterhalb des dreistelligen Bereichs", sagt Geschäftsführer Gernot Tripcke.
Fest eingeplant sei, dass zum nächsten Jahr zwei weitere Profi-Schiedsrichter zum Einsatz kommen. "Das sollen dann jedoch zwei deutsche Unparteiische sein", erklärte Looker. Er soll die neue Profi-Gilde leiten und langfristig ein Programm umsetzen, das die weitere Optimierung des Schiedsrichter-Wesens beinhaltet. Dazu gehört der gezielte Einsatz von ausländischen Referees in Deutschland und die Schafung eines Berufsbilds Schiedsrichter. Bislang war Peter Chvatal einziger deutscher Profi-Schiri, der aber inzwischen die Altersgrenze von 50 Jahren überschritten hat. Der DEB hat Looker lizensiert, jetzt können wir ihn mit einem Vertrag ausstatten. Ich werde zu ihm sofort Kontakt aufnehmen", erläutert Tripcke. Looker ist noch in seiner Heimat USA, doch an einem Zustandekommen der Zusammenarbeit zweifelt Tripcke nicht mehr: "Ich schicke ihm den Vertrag zu, er unterschreibt, schickt ihn zurück, und dann ist die Sache geregelt." Looker soll nicht ausschließlich in der DEL zum Einsatz kommen: "Es kann auch gut sein, dass Looker in anderen Klassen pfeift, zum Beispiel in der Nachwuchs-Liga", erläutert DEB-Sprecherin Alexandra Heinze.
Ein weiterer Schritt hin zum Ausbau des Schiedsrichter-Wesens ist die Nominierung des ehemaligen Hauptschiedsrichters Gerhard Müller als Ausbilder. Seine Aufgaben beziehen sich vor allem auf die gezielte Förderung junger Schiedsrichter-Talente mit wöchentlichen Schulungen, Regelkunde, Videoarbeit und Psychologie.
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