![]() Neue Anmeldungen werden nur akzeptiert, wenn Vornamen und Namen angegeben werden. Wer das nicht will und sich ohne anmeldet, wird "gesperrt", dh. auf Status "Nur lesen" gesetzt. Zurück zur Homepage |
|---|
| Admin |
| Forum Übersicht |
Seiten: (1) [1] » |
![]() ![]() |
| Bi.-Bi. Zeitung vom 26.10.05 |
| Petra |
| |
|---|---|---|
| Gruppe: Benutzer Rang: Spieler Kenner ![]() Beiträge: 516 Mitglied seit: 23.09.2004 IP-Adresse: gespeichert ![]() | EISHOCKEY / ZWEITLIGA-SPITZENREITER SC BIETIGHEIM-BISSINGEN SCHAFFT IM DEB-POKAL-ACHTELFINALE DIE SENSATION 4:2! Steelers krallen sich DEL-Spitzen-Panther Liebsch-Team besiegt vor 2000 Zuschauern DEL-Tabellenführer ERC Ingoldstadt - Gästekeeper Unsicherheitsfaktor - Special-Teams entscheiden Sensation durch die Steelers im Achtelfinale um den Pokal des Deutschen Eishockey Bund (DEB). In einem tollen Spiel besiegte der Spitzenreiter der 2. Bundesliga gestern vor rund 2000 Zuschauern in der Ellental-Eisarena das derzeit beste deutsche Eishockey-Team und zog mit einem 4:2-Erfolg (1:0, 2:1, 1!1) über DEL-Tabellenführer ERC Ingolstadt erstmals in der Vereinsgeschichte ins DEB-Pokal-Viertelfinale ein. In einem prima anzusehenden Eishockey-Spiel - vor allem hohes Tempo - waren letztlich drei Faktoren für den sensationellen Erfolg des SC Bietigheim-Bissingen verantwortlich. Zum einen boten die Steelers eine perfekte Leistung, kämpften wie die Löwen und standen diszipliniert und hervorragend eingestellt in der Defensive. Jeder erledigte seinen Job mit Bravour, nicht einer enttäuschte. Zweitens hatte der SC ein entscheidendes Plus bei den Special-Teams. Und drittens boten die Ingolstädter nicht ihren Top-Goalie Jimmy Waite auf, sondern Ersatzkeeper Sebastian Vogl. Und Vogl war alles in allem ein Unsicherheitsfaktor. Mal hielt er stark, dann wieder schienen die Nerven zu flattern. Bei zwei Toren sah er nicht allzu glücklich aus. Was die Special-Teams anbelangt - allein im ersten Drittel dreimal in Unterzahl agierend, gestattete Bietigheim-Bissingen den Panthern so gut wie keine klare Einschussmöglichkeit. Und auch die vierte Strafzeit nach 25:52 Minuten überstanden die Steelers unbeschadet. Dabei dauerte diese nur 51 Sekunden, dann herrschte wieder personeller Gleichstand auf dem Eis, da ERC-Spieler Seidenberg ebenfalls zwei Minuten erhielt. Die dann folgende 51 Sekunden gültige Überzahl für den SC - Bjornlie kam ja vor Seidenberg zurück - nutzten die Gastgeber mit einem klasse herausgespielten Treffer zur neuerlichen Führung. Auf Zuspiel von Bjornlie und letztlich Mares erzielte Eric Schneider aus rund drei Metern das 2:1. Der SC hatte gleich sein erstes Überzahlspiel genutzt. Zum ersten Mal in Führung gegangen waren die Steelers bereits nach 6:31 Minuten, es war ihr erster erwähnenswerter Angriff überhaupt in diesem Spiel, der aber zugleich auch gut vorgetragen und erfolgreich beendet wurde. Auf Zuspiel von Hart und Mares hämmerte Nick Smith den Puck aus rund vier Metern zum 1:0 in die Maschen. Nachdem der DEL-Spitzenreiter die ersten zehn Minuten noch relativ verhalten agiert hatte, legte er dann einen deutlichen Zahn zu, biss sich aber immer wieder in der bestens organisierten Steelers-Defensive die Zähne aus. So musste SC-Torhüter Elliott gar nicht allzu viel halten, was aber kam, meisterte er souverän. Fast ein bisschen wie aus dem Nichts kam der ERC Ingolstadt dann zu Beginn des Mitteldrittels zum 1:1, Doug Aast hatte die Scheibe aus rund einem Meter ins Tor geschlenzt (21:29). Was beinahe unmittelbar folgte waren die beiden bereits erwähnten Strafzeiten und das 2:1. Was dann folgte, konnte man eigentlich kaum glauben. Nicht Ingolstadt, sondern die Steelers starteten jetzt einen furiosen Sturmlauf. Und bereits nach 29:40 trafen die Gastgeber zum dritten Mal. Allerdings wurde der Treffer von Hackert nach einem Gestochere vor Vogl, an dem auch Bietigheims Schlager beteiligt war, durch den insgesamt gut leitenden Schiedsrichter Dimmers nicht gegeben. Angeblich soll Vogl die Hand auf dem Puck gehabt und sie wieder irregulär verloren haben. Außerdem soll Hackert im Torraumabseits gestanden haben. Eine sehr sehr fragwürdige Entscheidung, dieser Treffer schien nichts anderes als das Resultat eines Fehlgriffes von Vogl gewesen zu sein. Nervös und gereizt Sei's drum, spätestens jetzt wussten die Panther, dass die Steelers ihnen ernsthaft drohten, das Fell über die Ohren zu ziehen. Und darauf reagierten sie nervös und gereizt. Erst schoss Vogl den Vogel ab, in dem er die Scheibe über die Bande in die Zuschauerränge bugsierte und sich so eine Zwei-Minutenstrafe wegen Spielverzögerung einhandelte (30:2. Hatte dies noch keine unmittelbaren Folgen, geschah dies dafür aber kurze Zeit später. Zunächst konnte Steingroß im eigenen Drittel einen SC-Spieler nur noch per regelwidriger Behinderung an einem Solo hindern, musste ebenfalls für zwei Minuten raus (34:53), dann hebelte Goodall Jacques aus und durfte ebenfalls den Weg in die Kühlbox antreten (36:14). Nicht genug kassierte kurz darauf (36:45) Sutton eine 2 plus 10 Minutenstrafe wegen Check gegen den Kopf. Dieses 5:3-Überzahlspiel nutzten die Steelers durch den wie entfesselt kämpfenden Terry Campbell per Flachsschuss zum dieses Mal gültigen 3:1 (37:43). Bjornlie und Wieland hatten hierbei assistiert. Aber auch hier sah Vogl nicht gut aus, er hatte die Kelle überall, nur nicht auf dem Boden. In der letzten Minute des Mitteldrittels leistete sich Oli Bernhardt dann den einzigen groben SC-Schnitzer in dieser Partie. Links versetzt, hinter dem eigenen Tor stehend wollte er die Scheibe in die neutrale Zone passen, bediente aber leider den an der Blauen Linie lauernden ERC-Crack Cameron Mann. Doch dessen Schuss nach Solo parierte Elliott. Somit gingen die Steelers - kaum zu galuben - mit einer 3:1-Führung ins Schlussdrittel. Dort setzten sie ihrem Spiel nach 44:25 Minute die Krone auf, in dem sie ein Unterzahltor zum 4:1 erzielten und damit den DEL-Spitzenreiter schon demütigten. Bernhardt hatte die Scheibe aus dem eigenen Drittel weit nach vorne gelupft. Über rechts kam Schneider an den Puck, spitzelte die Scheibe vors ERC-Tor und dort war Jacques dann einen Tick schneller als sein Verfolger und stupfelte das Spielgerät aus kurzer Distanz zum 4:1 an „Flatter-Vogl“ vorbei in die ERC-Maschen. Die Begeisterung auf den Rängen kannte nun keine Grenzen mehr und endete letztlich in minutenlangen standing ovations. Daran konnte weder das 4:2 durch Oswald nach 45:32 Minuten etwas ändern - die Steelers waren etwas übermütig geworden und hatten kurzfristig hinten geöffnet - noch eine fulminante Schlussoffensive der Panther. Hierbei hatten die Steelers in den letzten Minuten Schwerstarbeit zu verrichten, die sie aber aufopferungsvoll kämpfend ausgezeichnet meisterten. Nach diesem sensationellen Pokalsieg heißt es nun: Den Moment genießen, aber bitte mit beiden Füßen fest auf dem Boden bleiben. Am Wochenende wartet mit Landshut (Freitag in Bietigheim) und Freiburg (Sonntag) wieder die harte Hausarbeit der 2. Bundesliga. VON ANDREAS KLEINERT
| |
| 26.10.2005 10:01:15 | ![]() | |
![]() ![]() |
| Thread-Info | |
|---|---|
| Zugriff | Moderatoren |
| Lesen: alle Schreiben: Administrator Gruppe: allgemein | keine |
| Forum Übersicht |




