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| Steht Steelers-Trainer Daniel Naud vor dem Aus? BIETIGHEIM-BISSINGEN - Die Tage von Coach Daniel Naud bei den Bietigheim Steelers scheinen gezählt. Am Donnerstag kommen Verwaltungsrat und Vorstand des Eishockey-Zweitligisten zu einer Krisensitzung zusammen. "So kann es nicht weitergehen'', erklärte Präsident Eduard Fehr.
Die Turbulenzen bei den Steelers reißen nicht ab. Der Trainer ist ratlos, die Fans verärgert und der Präsident bekommt nach eigenen Angaben nachts kein Auge mehr zu. "Mich belastet das, weil ich mir laufend den Kopf über unsere Lage zerbreche'', räumte Fehr ein. Was er am Sonntag bei der 2:6-Heimpleite gegen Regensburg auf dem Eis sah, ließen bei ihm und dem Vorstand die Alarmglocken läuten. Die Stimmung wogte zwischen Wut, Hilflosigkeit und blankem Entsetzen. Die Steelers präsentierten sich über weite Strecken wie ein Hühnerhaufen. Leistungsträger wie Center Craig Teeple sind nur noch ein Schatten früherer Tage, die Abwehr trotz der Neuverpflichtung von Alexander Schuster weiterhin ein Torso. 71 Gegentore in 18 Spielen sprechen eine klare Sprache. Die Ellental-Eisarena ist zum Selbstbedienungsladen geworden. Nur Torwart Jason Elliott sowie die jungen Spieler haben die Erwartungen erfüllt.
Fehr will nun die Notbremse ziehen. Schon während der Partie gegen Regensburg konnte sich der Geschäftsführer mehrerer Schnellrestaurants nur schwer zügeln. Als die Spieler nach dem zweiten Drittel mit Pfui-Rufen in die Kabine verabschiedet wurden, platzte ihm der Kragen. Er ließ seinen Kufencracks noch in der Kabine ausrichten, dass der anstehende Urlaub ab sofort gestrichen sei. "Wir haben es immer wieder mit Gesprächen versucht, aber das geht jetzt nicht mehr'', meinte der Präsident.
Die Signale sind klar: Der fachlich anerkannte und sympathische Trainer Daniel Naud muss wahrscheinlich seinen Stuhl räumen. Noch ist das nicht offiziell, aber dem Vorstand bleibt wohl keine andere Wahl. Fehr selbst fällt diese Entscheidung sehr schwer, "weil Herr Naud für unseren Verein viel geleistet hat''. Nur was bleibt dem Vorstand anderes übrig: Die Spieler genießen einen besonderen Kündigungsschutz, so dass man sich nicht ohne weiteres von ihnen trennen kann. Die Aussagen von Fehr deuten allerdings darauf hin, dass der Kader noch einmal verändert wird. "Es gibt einige Spieler, die ihre Leistungen auf dem Eis nicht bringen.'' Namen werden nicht genannt. Tatsache ist, dass der Kader im Vorfeld offenbar zu stark eingeschätzt worden ist. Selbst Fachleute zählten die Steelers zu den heißen Aufstiegsaspiranten. Der Club muss also reagieren, wenn er noch unter die ersten vier in der Tabelle kommen will. Der Präsident ist davon weiterhin überzeugt: "Wir haben das Potenzial, nur wir müssen es endlich abrufen.'' Sponsoren und Fans werden derweil unruhig. Sie fürchten um ihre Mannschaft. Noch sind es über 30 Spiele, doch der Rückstand zum Tabellensiebten beträgt bereits acht Zähler.
Trainer Daniel Naud selbst war für eine Stellungnahme gestern nicht zu erreichen. Der Frankokanadier, seit 2003 im Amt, hat alles getan, um das Ruder noch herumzureißen. Einzelne Spieler haben sich immer wieder hinter ihn gestellt. Doch die Gesetze des Sports sind knallhart, in Bietigheim könnte bald ein neuer Trainer an der Bande das Sagen haben.
Ich bin Steelers-Fan!!! Und das ist auch gut so!!!
Fanclub Ice-Tigers Bietigheim-Bissingen Steelers
Wir stehen zusammen, wir fallen zusammen. |
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