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Forum Übersicht » OnlineSEXsucht .... Wir suchen Hilfe und gegenseitigen Austausch » ANGEHOERIGE von onlineSEXsuechtigen PartnerInnen berichten .... » Erkenntnis: Mein Partner ist OnlineSexsüchtig
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Erkenntnis: Mein Partner ist OnlineSexsüchtig
Butterblumefehlende Rechte fehlende Rechte erste Beitrag kann nicht gelöscht werden -> lösche das ganze Thema 
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Hallo zusammen,

Durch eine Suchmaschine mit den Suchworten häufige Masturbation und Erektionsstörung habe ich dieses Forum hier gefunden, und bin echt froh darüber. Denn es fiel mir wie den Schuppen von den Augen.
Mein Partner ist onlinesexsüchtig.
Unbegreiflich für mich, dass ich das nicht erkannt habe, denn ich war einmal selbst PC süchtig.
Deshalb weiß ich, dass man Niemanden von etwas abhalten kann, was er "unbedingt will".
Bei mir hat es lange gedauert bis ich überhaupt erkannt habe, dass ich süchtig bin.
Denn für einen Süchtigen, der sich das nicht eingesteht ist ja alles in Ordnung und man fühlt sich wohl in "seiner Welt".
Eine weitere Zeit hat es gedauert bis ich die Folgen für mich und meine Umwelt erfassen konnte, um dann endlich einen Schlussstrich unter dieser Sache ziehen zu können.
Ich hatte den festen Willen ein reales Leben zu leben, am Besten mit einen Partner zusammen, und habe es nun seit über 2 Jahren geschafft.

Nun zu dem was mich beschäftigt:
Vor 11 Monaten lernte ich meinen Partner übers Internet kennen. Er ist nach 4 Monaten bei mir eingezogen.
Wir sprechen über alles und zum Thema Sexseiten kam von ihm die Antwort, dass er hin und wieder einmal schaut.
Na ja, dachte ich mir, hin und wieder tut das wohl jeder Mann mal.
Aber das hin und wieder ist stark untertrieben, entspricht also nicht der Wahrheit. Täglich ist treffender.
Er nutzt sozusagen jede Gelegenheit, wenn ich nicht da bin. Z.B. wenn ich arbeiten bin (er ist leider zur Zeit arbeitslos), wenn ich z.B. das Bad putze, kurz unterwegs bin usw.
Früher hat er auch geschaut, wenn ich dabei war (unsere PC's stehen nebeneinander). Ich habe dann angefangen zu zittern und Magenschmerzen bekommen. Ich habe ihn das gesagt, und er hat es nicht mehr getan.
Manchmal habe ich echte Probleme damit. Das äußert sich in Händezittern, Magenschmerzen, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, plötzlich auftredende Eiterpickel an den Handinnenflächen.
Manchmal bin ich einfach nur wütend und manchmal ist es mir total egal. Was ich auch als nicht ganz ungefährlich empfinde, denn wenn mir das egal wird, wird er mir auch irgendwann egal.

Bei unseren Gesprächen darüber ging es nicht um Onlinesexsucht, sondern um das unsere Gefühle und Empfindungen darüber.
Er sagt, er versteht mich, aber mir würde doch nichts weg genommen. Außerdem würde es Niemanden schaden.
Wenn man außer Acht lässt, dass es mir und meiner Gesundheit, ihm selber, unserer Partnerschaft und unserem Sexleben schadet stimmt seine Aussage.
Und Letzteres ist ein weiteres Problem. Nach seiner Aussage kann er ca. 4 mal am Tag zum Orgasmus kommen, was ich bestätigen kann. Aber dieser ensteht zu 99 % durch Handbetrieb.
Selbst wenn wir miteinander schlafen macht er es sich meistens hinterher mit der Hand. Es ist selten das er dabei zum Orgasmus kommt.
Außerdem kommt es auch zu Erektionsstörungen wenn wir dabei sind, dann müssen wir wohl oder übel aufhören.
Neudering passiert dieses auch beim Oralverkehr.
Ich führe das Ganze auf seine Onlinesexsucht zurück. Wenn er schon seit Jahren vorm PC sitzt und sich dabei selbst befriedigt, muss das doch irgendwelche phsychischen Folgen haben, denke ich. Was meint ihr?

Nach einem Gespräch hat er seine ganzen CD's/DVD's vor meinen Augen vernichtet. Es waren so an die 20.
Zweimal hat er sich selbst auf "Entzug" gesetzt, was aber nicht sehr lange anhielt.
Er ist der Meinung, dass ich irgendwann zu 85 % unsere Beziehung deswegen beende.
Seine letzte Beziehung ist deswegen (laut seiner Aussage auch noch wegen anderen Dingen) gescheitert.

Was mich auch so fertig macht sind diese Heimlichkeiten. Das Löschen der Tempörären Internetfiles, die Passwortgeschützten Ordner, und das plötzliche Verschwinden des USB-Sticks...
Ich weiß es doch, was versucht er zu vertuschen?
Alles klare Anzeichen von Onlinesexsucht.

Ich weiß wie schwer es ist sich eine Sucht einzugestehen, und noch schwerer ist es sie zu besiegen.
Aber ich weiß, es geht, wenn man nur will.
Wird er es wollen???
Ich möchte die Flinte nicht ins Korn werfen, wenn noch Hoffnung besteht.
Was meint ihr dazu, und was würdet ihr mir raten zu tun?

P.S. Sorry für diesen Roman, aber da man sonst mit Niemanden darüber reden kann, musste ich einfach alles loswerden.


11.04.2008 15:28:53  
gabriele_farkefehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Hallo Butterblume ...

[Wuote]Ich weiß wie schwer es ist sich eine Sucht einzugestehen, und noch schwerer ist es sie zu besiegen.
Aber ich weiß, es geht, wenn man nur will.
Wird er es wollen???[/Quote]

Mal ehrlich, warum fragst Du UNS das? Wir kennen Deinen Partner doch gar nicht und können uns gar kein Bild machen. Fragen, ob er es will, kannst Du nur IHN! Sprecht miteinander und sucht Euch Hilfe! Was sagt er denn zu einer Beratung oder Therapie?

Leg ihm mal die Adresse www.onlinesucht.deauf die Tastatur. Vielleicht findet es ja so zu uns und wird zum Nachdenken angeregt?

Alles Gute,
G.


Gabriele Farke (HSO e.V.)

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11.04.2008 15:42:18    
Butterblumefehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Hallo Gabriele,

die Frage ob er es will war rhetorisch gemeint. Das kann nur er beantworten. Ist wohl falsch rüber gekommen.
Über das Thema OnlineSexsucht haben wir noch nicht gesprochen. Ich denke, er redet sich evtl. immer noch ein, das ich an das hin und wieder glaube.
In der letzten Zeit wurde das Thema Sexseiten einfach todgeschwiegen. Manchmal glaube ich, dass alles schaffe ich nicht, weil es an meiner Gesundheit nagt, manchmal will ich das das Problem irgendwie gelöst wird. Ich muss zugeben, das Ganze überfordert mich, und ich weiß nicht weiter.
Zum Thema Therapie. Ich glaube nicht, dass er das unbedingt möchte. Diese Beratung hier wäre evtl. etwas, ist für ihn dann aber eine Kostenfrage (er bekommt ja Hartz 4). Ich hoffe, hier Ansprechpartner zu finden, und werde vielleicht selber in Therapie zu gehen, wenn es sein muss.

Lieben Gruß Butterblume


11.04.2008 15:57:53  
release1fehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Hallo Butterblume.

Dein Freund erinnert mich an meinen. der hat auch immer wieder gelöscht, vernichtet, versprochen, sich aus den Chats gelöscht, gelogen, ..schnell PC aus, wenn ich gekommen bin, usw.usw., Endlosschleife. Erst Handy, dann PC, dann PC und Handy, Er konnte auch nicht anders.

Solltest ihm wirklich ein Ultimatum stellen, ihn fragen ob er so weiter machen will oder nicht mal eine Beziehung versuchen will, die länger dauert als die während seiner Sucht, denn je mehr du ihn drängst, desto mehr wird er dich belügen. Die Sucht wehrt sich. Mit ihr leben kann er, aber nicht du.
Arbeitslos ist er auch. Zahlst ihm auch noch den PC anschluß? Kaufst brav ein und zahlst dien Miete? Wenn ja, würd i mir überlegen, was er tatsächlich von dir will.


Wenn ers nicht ehrlich meint, und das wird dir dein Gefühl sagen, dann zieh die Konsequenz und laß dich nicht länger verar....

glg Release





11.04.2008 16:33:56  
Annaliefehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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liebes butterblümchen, ich glaube bevor du dir nun dein hübsches köpfchen zermarterst, wie seine eventuelle therapie zu bezahlen ist, habe ich eine kostenfreie, aber durchaus nicht "billige" idee:

wie wäre es, wenn du ihn einfach fragst, ob er sein treiben dir zu liebe einstellen mag. du kannst ihm sagen, du verstehst, dass es nach den vielen jahren schwierig ist, dafür gibt es unterstützung für ihn - wenn er will.

du bleibst natürlich auch bei ihm, wenn er sein treiben einstellen möchte.

du magst ihn ja sehr gerne, nur seine sucht nicht.

spannend ist doch, wie weit er mit seiner erkenntnis ist.
sein geblabber, dass ist alles harmlos, ganz normal, das problem liegt bei dir, gäääähn. gefasel der sucht.

hier solltest du mal genau hinsehen, wo steht er - und wo stehst du.

wenn er von dir finanziell etc. abhängig ist, würde ich auf keinen fall zu drohungen greifen.

jeder mensch kann in not geraten und gerade die not bietet manchmal die chance, dem leben eine neue richtung zu geben.

vielleicht hilft ihm deine liebe und deine hartnäckige forderung.

ich glaube, arbeitslose menschen bekommen in unserer seltsamen gesellschaft (auch ohne oss) schon genügend verachtung zu spüren und diese bringt nichts.

ich wünsch dir gutes gelingen. solange er nicht erkannt hat, was er macht - kann und wird! er nichts ändern.

du bist mit nicht mit einem vollständigen menschen zusammen, sondern nur mit fragmenten, von dem, was er mal war oder sein könnte. vergess das nicht.

die sucht ist terror, lüge, angst und verzweiflung.
und du hast keinen einfluss auf die sucht, überhaupt keinen. alles liegt an ihm und deine entscheidung ist, ob jeweils du mitmachst. mehr ist nicht dein part.

halt den kopf hoch, annalie




bearbeitet von Annalie am 11.04.2008 23:44:52
11.04.2008 23:38:16  
karamba68fehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Hallo Butterblümchen,
hallo Annalie,

"ob er sein Treiben dir zu liebe einstellen mag!"

Bei mir braut sich ein Aufschrei zusammen!

Vergeßt es! Vergeßt es! Vergeßt es!

Hier spricht mal wieder der Süchtige:

Die Sucht ist Teil von mir. Ich habe sie eingeladen, ich gebe ihr Raum, und nur ich kann gegen sie ankämpfen.

Normalität:
Sich mal nen Porno reinziehen mag einen Kick geben. Wenn dann die Partnerin sagt, das stört mich, dann hört man eben auf...

Sucht:
Pornos reinziehen ist ein Muss, das man durchzieht gegen den eigenen Kopf, die eigenen Gefühle, den eigenen Körper. Wenn die Partnerin dann sagt, das stört mich, weiß ich, dass sie recht hat, dass es auch mich stört. Ich höre aber nicht auf, weil im anderen Moment der Suchtteufel in mir die Liebe zu ihr, die Liebe zu mir selbst überdeckt, ich mich für ihn entscheide....Ich surfe weiter, lüge und wenn ich ertappt werde, raste ich aus (weil rechtfertigen kann ich mich ja nicht mal vor mir selbst).

Liebe und Zuneigung empfinde ich als sehr hilfreich auf dem Weg aus der Sucht. Ich mag keinen dieser Momente missen, den mir meine Frau auf diesem Weg gibt.

Gegen die Sucht anzutreten geschieht aber nicht aus Liebe zu einem anderen Menschen, sondern aus der Entscheidung heraus, diesen Schwachsinn nicht mehr zu wollen.

Ich mag hart erscheinen, aber vielleicht hat meine Frau mir am meisten geholfen, als sie bei uns zuhause vor einem halben Jahr einen Internetanschluss installiert hat und mir klar wurde, dass in Zukunft die Gefahr droht, dass ich nicht nur im Büro versacke, sondern auch zuhause.....Der Sumpf war plötzlich überall und ich hatte nur die Wahl unterzugehen oder anzufangen zu kämpfen.

Ich hoffe, ich hab euch jetzt nicht zu sehr vor den Kopf gestoßen.

nen schönen Sonntag

karamba




12.04.2008 17:19:45  
release1fehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Liebste Annalie.

Dein hübsches Köpfchen hat da was mißverstanden.
Fühle mich da etwas betroffen bezüglich Pauschalurteil gegen Arbeitslose. Aber siehst du nicht, daß die Sucht sich freut, wenn sie sich auch noch die Langeweile zunutze machen kann, und sich noch mehr Raum schaffen kann?
Ich weiß was ich sage denn ich war mit einem Arbeitslosen Alkoholiker zusammen, und der hat sich auch nicht bemüht eine Arbeit zu finden, denn er lebte bei mir und beim Würstlstand wars schön den ganzen Tag bei Bier und Hotdogs.
Komisch daß er dann arbeitete, als er von mir weg war.

Und Süchtige können genauso lieben, die Sucht hat nichts mit Liebe zu tun. Vielleicht lieben manche von ihnen sogar besonders stark, nur konnten sie es nie leben, sind oder wurden nicht geliebt und sind frustriert in die Sucht geraten? Aber nun ist sie da, und solange sie Nahrung bekommt, damit meine ich auch in Form einer Co-Abhängigen Partnerin, wird sie sich weiterentwickeln.

Der Partner von Butterblume muß selbst erkennen und wollen, daß sein Leben ohne Sucht viel besser und wertvoller ist und eine Partnerin ihm mehr gibt als hundert kicks..
Und das bedeutet: An sich zu arbeiten anfangen, sich erkennen und das Segel Richtung "Leben" setzen, mit all seiner Realität, seinen Problemen und seiner Verantwortung aber auch mit der Chance, wirklich geliebt und angenommen zu werden. Aber es ist schon ein weiter Weg allein bis zu DIESER Erkenntnis. Aber den muß er selber gehen.

lg.R.



12.04.2008 18:48:33  
Annaliefehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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hallöle release, nee - ich habe dich gar nicht falsch verstanden und sei nicht erschrocken oder betroffen oder so.

man kann "schriftlich" einfach nicht alles so rumbringen, wie es gemeint ist und wir sprechen außerdem über ein ziemlich fremdes, hoch emotionales thema.

wenn wir hier ein wenig hin und her schreiben wird viel deutlicher, was im einzelfall gemeint ist.

ich habe jetzt z.B. verstanden, dass die sucht natürlich arbeitslosigkeit auch gerne für sich ausnutzt.

in meiner welt kommt es gar nicht vor, dass menschen "freiwillig" nicht arbeiten gehen - aber klar, wenn du süchtig bist und jemand anders sorgt für deinen lebensunterhalt. prima!!!

jeder hier hat für ratschläge eben "nur" seinen eigenen erfahrungsschatz zur verfügung.

jeder "einzelfall" ist jedoch anders und jeder von uns muss vermutlich gut aufpassen, die
erfahrungen der eigenen erlebnisse nicht anderen überzustülpen. mal mag es zufällig passen und mal nicht.

es ist gut, dass du noch mal nachgelegt hast. so ist der aspekt der arbeitslosigkeit auch noch einmal ganz deutlich herausgekommen.

@karamba

lieber karamba, hat es in der sucht wirklich keine bedeutung, ob du deinen partner liebst oder nicht?

schiebt dich die liebe zu deiner frau oder familie nicht doch etwas schneller an, die sucht zu verlassen?

ich hatte baer hier auch einmal so verstanden. und jetzt verstehe ich dich ganz anders.

kannst du als süchtiger deine frau/familie endlos lieben und dich trotzdem weiter der sucht hingeben wollen?

bitte um nachsicht, wenn es eine total naive frage ist, sie
beschäftigt mich aber.

mir wäre es wichtig, dieses thema noch einmal ganz klar zu bekommen. vielen dank!!







13.04.2008 09:19:17  
gabriele_farkefehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Quotekannst du als süchtiger deine frau/familie endlos lieben und dich trotzdem weiter der sucht hingeben wollen?


.. ein ganz klares "JA"!

Du kennst diesen oft gehörten Satz: Das hat mit DIR nichts zu tun.
Und bei einem Süchtigen trifft das tatsächlich zu! Das eine hat mit dem anderen NICHTS zu tun!

LG, G.


Gabriele Farke (HSO e.V.)

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13.04.2008 10:06:59    
karamba68fehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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geschrieben von Annalie am 13.04.2008 09:19:17


Liebe Annalie,

da du mich direkt angesprochen hast, schreibe ich dir noch mal....

@karamba

"lieber karamba, hat es in der sucht wirklich keine bedeutung, ob du deinen partner liebst oder nicht?"

Es hat keine Bedeutung für mich gehabt. Vielleicht ist ein Mensch, der sich geliebt fühlt (und das ist nicht gleichbedeutend mit geliebt werden!) weniger suchtanfällig. Liebe annehmen zu können macht einen Teil des Selbstbewußtseins aus und da hapert es hier bei einigen von uns.....

"schiebt dich die liebe zu deiner frau oder familie nicht doch etwas schneller an, die sucht zu verlassen?"

Ich winde mich und sage nein... Bei mir ist es der Ekel vor mir selbst der Auslöser gewesen. Ich weiß, dass es bei anderen der erste Antrieb war, die Sucht sich und der Familie nicht mehr zumuten zu wollen. Dort trifft deine Annahme zu. Ich hatte aber durchaus auch Momente wie dein Mann, sprich eher auf die geliebte Familie verzichten bereit zu sein als auf die Onlinesessions.

"ich hatte baer hier auch einmal so verstanden. und jetzt verstehe ich dich ganz anders."

Baer und ich sind zwei Menschen und die Antriebe, Auslöser sind unterschiedlich, auch wenn wir uns im Suchtverhalten und in unserem familiären Umfeld ähneln mögen.

"kannst du als süchtiger deine frau/familie endlos lieben und dich trotzdem weiter der sucht hingeben wollen?"

Ja. Gabriele hat das ja auch schon geschrieben.

"bitte um nachsicht, wenn es eine total naive frage ist, sie
beschäftigt mich aber."

Es gibt keine naiven Fragen. Du bohrst genau an der passenden Stelle. Die Sucht zerstört die Beziehung auf vielfache Weise, aber es gibt keine Ursache der Sucht in der Beziehung zu meiner Frau oder zu meinen Kindern.

Nichtsdetotrotz kann ein/e Partner/in, wie du das auch getan hast, sich entscheiden, diesen Zustand nicht mehr ertragen zu wollen. Du rettest dich, du rettest deine Familie aus dem Sumpf und das ist gut so.

Aber wie es bei Baer und mir Unterschiede gibt, gehen auch Parnter und Partnerinnen unterschiedlich mit der Sucht um, empfinden unterschiedlich. Es gibt auch hier kein richtig und falsch, sondern die dir entsprechende Verhaltensweise.

"mir wäre es wichtig, dieses thema noch einmal ganz klar zu bekommen. vielen dank!!"

Ich schmunzle: "Klar bekommen", du versuchst gerade einen Moorsee in ein klares Gewässer zu verwandeln. Ich schwimme ja mitten im Sumpf und kriege auch noch keine Klarheit hin...

Ich drück dir die Daumen für morgen. Da haben wir ja beide wichtige Hürdern vor uns!

lg

karamba








13.04.2008 16:54:00  
Annaliefehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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vielen herzlichen dank für die antworten!

Das hat mit dir nichts zu tun. standardspruch meines mannes in der sucht.

geliebt werden - sich ungeliebt fühlen,
standardbegründung meines mannes für seine sucht.

karamba, deine offenen worte erstaunen mich immer wieder.
ich finde es wirklich bemerkenswert, wie du zu deiner sucht stehst und wie klar du die dinge siehst.

mit hilfst du mit deinen klaren ansagen ungemein. ich finde es fast unerträglich, dass mein mann nicht so weit (gekommen) ist mit mir.

mit den aussagen und seinem kampf gegen die sucht käme ich klar. es ist ja gerade die unwissenheit die angehörige halb wahnsinnig in alle möglichen falschen richtungen agieren lässt.

leider folgt mein mann immer noch dem gesang der sirenen... und unser schiffchen dümpelt mit mir und den kindern in schwierigem gewässer. ich blicke immer noch zurück und hoffe, mein mann macht kehrt und schwimmt an bord zurück. aber mit jedem tag der vergeht, sinkt meine hoffnung. ich muss ja lernen, nun allein zu segeln.

und je mehr zeit vergeht ...

RESPEKT. dich finde ich sehr mutig!! ich kann mir gut vorstellen, wie schrecklich man sich bei der auseinandersetzung mit dem eigenen besch*nen verhalten fühlen kann.

und den eigenen müll öffentlich drehen und wenden und den weg raussuchen - eine wahrhaft tolle leistung, finde ich.

das gilt auch für alle anderen süchtigen hier, die sich mit ihrer sucht (und sich selbst) auseinandersetzen.
die leistung eines jeden einzelnen, bzw. einer jeden einzelnen hier finde ich wirklich bemerkenswert.

also karamba und allen anderen, die hier kämpfen: ganz ganz viel kraft weiterhin und viel neue lebensfreude.

ob mit den "alten" partnern oder ohne - hauptsache ohne dem sirenengesang der "internetsucht" zu folgen.

ich wünsch euch was. annalie


bearbeitet von Annalie am 13.04.2008 19:38:32
13.04.2008 19:35:27  
Butterblumefehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Vielen Dank für die Antworten.

Ich war das Wochenende mit ihm weg. Schön, ein We ohne PC. Lächeln
Habe gerade die Beiträge gelesen, und werde Morgen nach der Arbeit darauf antworten. Wir hatten nämlich am Freitag Abend noch ein Gespräch, wo ich ihn auf seine Onlinesexsucht angesprochen habe.
Möchte zum Thema Arbeitslosigkeit nur mal etwas schreiben.
Er zahlt von seinem Geld die Hälfte aller anfallenden Kosten wie Miete, Internet, Haushaltsgeld usw.
Also ist er nicht finanziell von mir abhängig und ich zahle ihm auch nichts.
Natürlich ist er unzufrieden und hat vieeeel Zeit. Was natürlich die Sucht begünstigt. Ich könnte jetzt glatt noch weiter schreiben, aber ich bin jetzt kaputt.
Bis Morgen dann.

Lieben Gruß Butterblume


13.04.2008 20:26:19  
release1fehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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hallo Karamba..


"Es hat keine Bedeutung für mich gehabt. Vielleicht ist ein Mensch, der sich geliebt fühlt (und das ist nicht gleichbedeutend mit geliebt werden!) weniger suchtanfällig. Liebe annehmen zu können macht einen Teil des Selbstbewußtseins aus und da hapert es hier bei einigen von uns....."

Habe da auch eine Frage, mußt aber nicht antworten, wenn du nicht willst.

Hast du dich damit beschäftigt, warum und für was du deine Sucht als Ausweg gewählt hast?

Und spielen da gewisse verdrängte Gefühle eine Rolle, wie du eben schriebst, zum Beispiel Liebe nicht annehmen können, aus welchen Gründen auch immer?

lG, R.


13.04.2008 22:14:15  
gabriele_farkefehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Zum allgemeinen Verständnis:

Wenn Ihr etwas zitiert, dann markiert den Text bitte und setzt ihn in eckige Klammern mit dem Text "Quote", z.B. so:

[Quote]hier dann das Zitat und dahinter dann nochmal mit einem / davor einklammern, also eckige Klammer / Quote und eckige Klammer zu.



bearbeitet von gabriele_farke am 14.04.2008 07:13:52
Gabriele Farke (HSO e.V.)

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14.04.2008 07:11:54    
Butterblumefehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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@ Release 1,

ich finde diese Heimlichtuerei auch besonders schlimm.
Laut seiner Aussage sind es harmlose Bilder.
Das liegt natürlich im Sinne des Betrachters. Da er sie für sich animierend empfindet, können sie für mich nicht harmlos sein.
Und weshalb hat er sie mit einem Passwort versehen, wenn sie doch sooo harmlos sind.
Du schreibst, ich soll ihm ein Ultimatum setzen. Ich denke, das bringt jetzt gar nichts, denn wenn er nicht soweit ist von seiner Sucht los zu kommen, ist unsere Beziehung zu diesem Zeitpunkt beendet.
Den Satz, ob er eine Beziehung versuchen möchte, die länger als seine Sucht hält finde ich echt klasse.


@ Annalie,

wie Karamba68 schon schreibt, glaube ich auch nicht, dass man Jemand Anderem zuliebe einstellt.
Ich hätte es damals auch nicht getan. Auch als ich erkannte, dass ich Menschen in meiner Umwelt schade,
habe ich nicht aufgehört, erst Monate später, als ich es selbst wollte. Es ist wie mit der Raucherei.
Erst wenn man 100 % dahinter steht und selber einen festen Willen hat, funktioniert es.
Mmh, der Satz: "wo steht er - wo stehst du" lässt mich nachdenken.
Ich weiß nämlich nicht genau wo er steht, oder ich will es einfach nicht sehen.


@ Karamba68,

dank dir für deinen ehrlichen Beitrag. Er hilft mir wieder ein Stück weiter.
Ich hätte da mal eine Frage an dich (natürlich kann Jeder darauf antworten).
Wenn ein Süchtiger seine Sucht liebt, dann ist das ja ein klaren Ja für die Sucht.
Bei unserem Gespräch hat er gefragt, ob ich unsere Beziehung beenden möchte, weil das was er tut mir ja gesundheitlich schadet.
Daraufhin habe ich ihm geantwortet, dass es für ihn doch besser wäre, wenn er ein Appartment hätte.
Dann könnte er seinen Haushalt machen wenn er wollte (sorry - anderes Thema, aber gehört zu meiner Aussage)
und sich stundenlang Bilder und Filme anschauen, und es würde sich Niemand daran stören.
Wenn ihm das wichtiger wäre, sollte er das tun.
Weshalb soll ich denn die Beziehung beenden? Es ist seine Sucht. Diese Sucht gab es schon vor mir
(also habe ich ja bekanntlich nichts damit zu tun). Wenn er sie will, soll er selbst die Beziehung beenden,
wenn sie ihm so wichtig ist. Sehe ich das jetzt so falsch?
Ich liebe ihn und würde alles für ihn tun, nur von seiner Sucht loskommen muss er selber.
Ich bin natürlich da für ihn, aber letztendlich muss er etwas tun, oder sich für die Sucht entscheiden und gehen.

Wie schon geschrieben hatten wir ein Gespräch. Einen Teil davon habe ich ja gerade schon geschrieben.
Es fing damit an, dass er eine Bemerkung los ließ, dass alles mit der Zeit was nach lässt.
Daraufhin habe ich ihm gesagt, dass nur unsere gemeinsame Sexualität nachlässt, seine aber nicht. Was wäre das für eine Beziehung, wenn Jeder nur sich selber befriedigen würde.
Diese Aussage hat ihn getroffen, aber es entspricht den Tatsachen. Wenn er da Morgens schon zweimal usw usw
Er sagt selber das er krank ist, aber im gleichen Atemzug kommt hinterher: aber ich bin gerne krank.
Puuh, dass saß.
Ihm erklärt, dass ich das was er tut als geistiges Fremdgehen empfinde...
Momentan sehe ich wenig Chancen. Das Wochenende war schön, aber ich denke, er war Heute Vormittag wieder "harmlose" Bildchen schauen.
Ich weiß nicht so recht weiter, denn Ultimatum stellen ist Mist, unter Druck setzen auch, da werden die Heimlichtuereien nur vergrößert. Für mich selbst habe ich mir ein Ultimatum gestellt.
Dann muss er sich entscheiden was ihm wichtiger ist.
Oder ist das auch der falsche Weg?

Liebgruß Butterblume


bearbeitet von Butterblume am 14.04.2008 17:30:46
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