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Forum Übersicht » OnlineSEXsucht .... Wir suchen Hilfe und gegenseitigen Austausch » ANGEHOERIGE von onlineSEXsuechtigen PartnerInnen berichten .... » Ehemann nur OSS, oder manisch-depressiv?
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Ehemann nur OSS, oder manisch-depressiv?
fleur2209fehlende Rechte fehlende Rechte erste Beitrag kann nicht gelöscht werden -> lösche das ganze Thema 
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Ich bin seit drei Jahren mit meinem Mann zusammen (verheiratet seit zwei Jahren), unsere Beziehung ist von Anfang an von extremen Höhen und Tiefen geprägt gewesen.

Ich habe bereits zu Beginn der Beziehung sein sehr starkes Interesse am anderen Geschlecht und an Sexualität festgestellt. Später "entdeckte" ich auch sein übergroßes Interesse an pornografischen Seiten im Internet. Da mein Mann sich mir gegenüber äußerst einfühlsam, liebevoll, fürsorglich und verantwortungsbewusst verhielt, mir "den Himmel auf Erden" bereitete, verdrängte ich lange Zeit dieses Wissen. Auf sehr schöne, harmonische Phasen folgten immer wieder Phasen, in denen mein Mann aus der Beziehung ausbrach, in dem er Kontakte zu anderen Frauen knüpfte. Er spricht Frauen, die ihm gefallen, auf der Straße an, lädt sie zum Kaffeetrinken ein, tauscht Telefonnummern mit ihnen aus und beginnt mehr oder weniger intensive Telefonkontakte. Ich habe dies immer wieder sehen können, da ich unsere Telefonrechnung bezahle und somit kontrollieren kann, wann "es wieder losgeht". Auf solche Phasen folgen Perioden der Beteuerung ("da ist nichts, ich könnte Dich nie betrügen, alles ganz harmlos" bis hin zu "ich werde das nie wieder tun"), aber in den Auseinandersetzungen darüber auch bittere Gegenvorwürfe ("wenn Du anders wärst, würde ich das nicht tun"). Jedoch weiß ich heute, dass er auch bei seiner ehemaligen Lebensgefährtin genauso gehandelt hat, es also nicht an meiner Persönlichkeit liegt. Er projiziert alles Negative auf mich ("mit Dir kann man ja nicht offen reden", "du bist nicht ehrlich", "du bist krank und kontrollsüchtig").

Unsere Situation ist vor etwas mehr als zwei Monaten eskaliert, als ich nach acht Monaten "guter Periode" erneut festgetellt habe, dass er wieder außereheliche Kontakte zu anderen Frauen pflegt. Er leugnete nun nicht mehr, versuchte jedoch weiterhin, mich davon zu überzeugen, dass es sich lediglich um SMS-Kontakte, wenn auch pornografischen Inhalts, handle, um einen Austausch seiner Phantasien, was ihm mit mir nicht möglich sei. Ich habe ihm meine Trennungsabsicht und meinen Auszug aus der Wohnung mitgeteilt, seine Reaktion war nach außen gleichgültig ("was verliere ich schon, wenn Du gehst?"). Danach gab es immer wieder kleinere Versöhnungsphasen, jedoch immer nur wenige Tage. Er begann, sein Verhalten und die Frequenz, Frauen anzusprechen, immer mehr zu steigern. Es gab in den letzten vier Wochen immer mehr neue Telefonnummern, derzeit unterhält er Verhältnisse zu mindestens zwei Frauen. Beide Kontakte sind sexuell bis pornografisch geprägt, was ich bei Kontrollen seines Telefons festgestellt habe. Seit ich ihn vor zwei Wochen damit konfrontiert habe, hat er beschlossen, mich "ab sofort zu ignorieren". Dies hält er seit dem 15.12. in aller Konsequenz durch. Er spricht nicht nur nicht mit mir, er sieht mich nicht, was zu einer extrem unerträglichen Situation führt, wenn man in einer gemeinsamen Wohnung lebt.

Ich habe vor ca. sechs Wochen begonnen, mit einer befreundeten Psychotherapeutin Gespräche zu führen, jedoch nicht im Rahmen einer Therapie, sondern, um mir Rat zu holen. Sie rät mir jedoch zu einer Therapie und dazu, meinen Mann schnellstens zu verlassen, da sie ihn für manisch-depressiv mit schizophrenen Zügen hält. Hinzu komme eine ausgeprägte Hypersexualität. Sie kennt ihn persönlich nicht, aber durch mich seine Vita (dysfunktionale Familie, Vater mit ähnlichen Symptomen, sehr enge Bindung an die Großmutter, nach deren Tod er anfängt "sich seltsam zu verhalten", so seine Mutter). Er hat keine (männlichen) Freunde, zieht sich vollkommen zurück, zur Zeit noch stärker als sonst. Die einzigen Kontakte, die er pflegt, sind die zu seinen (virtuellen) Sexualpartnerinnen, wobei ich aus der SMS-Korrespondenz erkenne, dass es sich inzwischen auch um reale Sexualkontakte handelt. Er verbringt komplette Tage in seinem Zimmer und konsumiert fast ununterbrochen pornografische Seiten und masturbiert häufig.

Mein Rat, selbst eine Therapie zu beginnen, weil sein Verhalten manisch sei, wurde mit den Worten kommentiert, ihm ginge es doch gut. Körperhaltung, Mimik, Essverhalten und sonstiges Verhalten zeigen jedoch sehr deutlich, dass es ihm nicht nur körperlich schlecht geht.

Ich habe inzwischen eine Wohnung gefunden und werde in vier Wochen die eheliche Wohnung verlassen. Dies weiß mein Mann nicht, die Therapeutin rät mir zu einem "heimlichen" Auszug, da man nicht wisse, wie seine Reaktion ausfalle, wenn es ernst wird. Da ich am Ende meiner seelischen Kräfte bin und mich auch körperlich schwach fühle (starke Gewichtsabnahme, gesteigerter Nikotinkonsum, Schlafstörungen), scheint dies nach außen für mich die beste Lösung zu sein. Dennoch tue ich mcih schwer, loszulassen. Darüber hinaus mache ich mir Vorwürfe und Gedanken, wie es mit meinem Mann weitergehen soll. Er hat sich ohne mein Wissen hoch verschuldet, als Beamter hat er bei der Bank offenbar keine Probleme gehabt, höhere Kredite ohne meine Unterschrift zu bekommen. Er wird sich finanziell mit der jetztigen Wohnung übernehmen, in der er unbedingt bleiben will. Da fast alle Möbel von mir vor der Ehe angeschafft wurden, wird er im Februar in einer sehr großen, aber leeren Wohnung leben, ohne Geld, ohne familiäre Unterstützung und ohne Freunde, die ihn auffangen. Seine Mutter, die ich eingeweiht habe, fühlt sich schuldig und hilflos, will aber nicht, dass seine Geschwister davon erfahren. Diese Gedanken belasten mich stark. Ein weiteres Gespräch mit ihm zu suchen, ist beinahe unmöglich. Bei jedem Versuch wurde ich bisher beschimpft, gedemütigt und dann wieder ignoriert.

Ich bin von meiner Entscheidung, meinen Mann und unser gemeinsames Leben zu verlassen, überzeugt, da ich so einfach nicht mehr weterleben kann. Auch, wenn in den guten Perioden das Leben mit meinem Mann mehr als schön war, fühle ich mich durch sein Handeln traumatisiert, die Verdrängungsmechanismen funktionieren immer nur noch für ein paar Stunden, in denen es mir dann vermeintlich gut geht.

Denkt hier irgendjemand, dass es Möglichkeiten gibt, meinem Mann zu helfen, der sich nicht helfen lassen will? Dass er nicht gesund ist, ist ihm durchaus bewusst, er ist hochintelligent und in seinen "hellen" Phasen scheint dieses Wissen um seine Krankheit auch durch ("ich bin Dein einziger Feind", "mit mir kann man sehr hoch fliegen und sehr tief fallen", "es liegt nicht an Dir"). Ich habe wirklich Angst, dass er unter die Räder gerät und fühle mich trotz allem auch verantwortlich.

Vielen Dank im Voraus für Eure Beiträge!


28.12.2009 12:17:14  
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