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Forum Übersicht » Onlinesucht allgemein » Onlinesucht allgemein » Online-Leben
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Online-Leben
Sir Wuselfehlende Rechte fehlende Rechte erste Beitrag kann nicht gelöscht werden -> lösche das ganze Thema 
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Das Internet eröffnet uns ungeahnte Möglichkeiten, von denen wir früher nur träumen konnten. Heute können wir unseren Träumen Namen geben und mit Ihnen in Echtzeit interagieren. Wir können uns selbst – wie früher nur in unseren Träumen – einen schönen Namen geben, unser Aussehen und unsere Charaktereigenschaften nach eigenen Vorstellungen verändern und uns in ein Leben stürzen, nach dem wir uns immer schon gesehnt haben.

Wir können unsere Träume im echten Leben virtuell ausleben!

Je schöner es ist, desto länger und öfter sind wir dabei. Wenn es unangenehm wird, machen wir den PC einfach aus.

Was für ein Leben!

Jeden Tag gibt es Neues zu entdecken, neue Foren, Chats, Spiele und vieles mehr. Die Vielfalt scheint unerschöpflich und kaum eine Frage bleibt unbeantwortet.
Was ist dagegen schon das „reale“ Leben?

Frage einen Freund wie schwer der Kölner Dom ist und Du wirst mit seiner Antwort unzufrieden sein. Du zweifelst sie an, hinterfragst seine Wissensquelle, bist genervt von den darauf folgenden Diskussionen, musst Dich rechtfertigen warum Du das wissen willst, steckst inmitten einer Krise und fühlst Dich in die Ecke gedrängt.
Das ist Dir bei Google & Co. Noch nie passiert. Da gibt es hunderte von Antworten und in wenigen Minuten ist Dein Wissensdurst gelöscht.

In meiner Welt bin ich der Held. Ich sehe gut aus, bezirze alle Mädels und rette die Welt vor der Invasion angreifender Aliens.
In meinem Raumschiff steht niemand, der mir kurz vor einer wichtigen Mission sagt: „Los, bring jetzt den Müll runter!“

In meiner Welt werde ich nicht belogen, verletzt, betrogen, verlassen oder bevormundet.
Komme ich in den Chat freuen sich alle, begrüßen mich und warten schon darauf, dass wir wieder gemeinsam lachen können.
Stehe ich bei einem Freund/Freundin vor der Tür, ist meist die erste Frage: „Was willst Du denn hier? Ich habe keine Zeit, ich muss noch dies und jenes machen.“
Passiert mir das im Internet, wechsle ich einfach den Chatroom.

Je länger ich in meiner Welt lebe, desto weniger interessiert mich das „reale“ Leben.
Viele meine Gedanken darüber habe ich auf meiner Webseite (bitte keine privaten Links, GF) veröffentlicht.

Natürlich lebe ich auch in der realen Welt und unterliege dem Leistungsdruck, schlage mich mit meinen Mitmenschen rum, muss mich unangenehmen Situationen stellen, Dinge tun, die mir widerstreben, Geld verdienen und Rechnungen bezahlen, aber ich freue mich dann schon darauf wieder in „meine Welt“ einzutauchen und dort den Ausgleich zu finden, der mich abends zufrieden einschlafen lässt.

Und nun erfahre ich, dass es für dieses Leben eine Bezeichnung gibt: ONLINESUCHT!

Meine Welt hat nun einen Namen – den ich ihr nicht gegeben habe – und ändert natürlich …. NICHTS DARAN!
Wenn man mich als „krank“ bezeichnet, weil ich Dinge mache, die mir gut tun, die mir gefallen und an denen ich Spaß habe, aber niemandem schaden, dann stimme ich dem zu. Dann bin ich „krank“.
Wenn dieses Verhalten anderen Menschen schadet, dann bin ich rücksichtslos, unsensibel und egoistisch.
Hey, dann bin ich genau so, woran ich im „realen“ Leben unter anderen Menschen so sehr leide, bin dann also nicht anders als diejenigen, durch die ich mich in meine Situation habe ich meine Welt treiben lassen.

Ich habe einfach keine Lust mehr im „realen“ Leben mitzuspielen, weil ich dessen Spielregeln nicht mag, dort auf keinen grünen Zweig komme, keinen alten Spielstand laden kann, um es besser machen zu können, mir einfach die Erfolgserlebnisse fehlen, oder zu selten sind.

In meiner Welt geht es mir hervorragend.



bearbeitet von gabriele_farke am 21.08.2010 11:08:54
21.08.2010 10:41:57   
Sammy1980fehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Niemand hat gesagt, dass du onlinesüchtig bist. Komischerweise schlagen hier im Forum immer wieder Leute auf, die sich für ihre Einstellung in Bezug auf ihr Internetverhalten in teils seitenlangen Beiträge um Kopf und Kragen rechtfertigen, obwohl sie kein Mensch angeklagt hat. Für mich riecht solch ein (unnötiges und unverständliches) Verhalten nach Selbstzweifeln. Warum sein Online-Verhalten hier breittreten, wenn man doch vollkommen zufrieden mit allem ist? Es ist doch erfreulich, wenn es dir hervorragend geht damit. Niemand will dir irgendwas aufdrängen hier.

Fakt ist, dass es auch Leute gibt, die damit unzufrieden sind und Probleme haben - schön, dass das bei dir offensichtlich nicht der Fall ist.


bearbeitet von Sammy1980 am 21.08.2010 11:07:39
21.08.2010 10:54:17  
gabriele_farkefehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Sir Wusel,

für mich stellt sich Deine Schilderung absolut so dar, als wenn Du extrem abhängig wärst. Oder willst Du behaupten, auf Deine Scheinwelt verzichten zu können? Du suhlst Dich in Deiner Sucht,Du genießt sie und flüchtest vor dem realen Leben, von dem Du glaubst, ihm nicht gewachsen zu sein. Ein Alkoholiker trinkt auch gern! Nur weil er sich dabei wohl fühlt, kann man aber nicht sagen, dass er nicht abhängig sei.

Wenn Du das für Dich okay findest, mit virtuellen Freunden und Kindern klarkommst, die NIEMALS für Dich da sein werden, wenn Du sie real mal brauchen solltest, dann mach doch weiter so. Wir haben nichts dagegen, Du verdienst nur unser aller Mitleid!

Eines Tages wachst Du auf, dann bist Du vielleicht über 50, hast vom vielen Chatten Haltungsschäden und Potenzstörungen, sitzt einsam und allein in Deiner vermüllten Wohnung (virtuelle Freunde kommen selten zu Besuch) und fragst Dich, wo Dein Leben geblieben ist. Hoffentlich ist es dann nicht zu spät, denn meistens kann man die verlorenen Jahre nicht einfach hinten dran hängen.

Mach Dir mal Gedanken darüber.

LG, GF


bearbeitet von gabriele_farke am 21.08.2010 11:17:45
Gabriele Farke (HSO e.V.)

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21.08.2010 11:16:59    
Little Billfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Es gibt viele passende Definitionen für eine Sucht. Eine davon, die dir vielleicht zu Denken geben wird, ist folgende:

Gibt es Bereiche in meinem Leben, die ich gerne ändern möchte, es aber aus diversen Gründen nicht schaffe?

Wenn du diese Frage mit "Ja" beantworten kannst, hast du eine Sucht.

Als Süchtiger denkt man natürlich, dass der Schlüssel zum Glück, die vollkommene Konzentration auf die Sucht ist. Doch was man dabei vergisst ist, dass man immer ein Teil dieser Gesellschaft bleiben wird. So sehr du dich auch zurückziehst und abschottest, so viel du dich auch mit deiner Sucht beschäftigst, irgendwann musst du wieder mit den Menschen um dich herum agieren müssen. Zum Beispiel um Geld zu verdienen oder um Nahrungsmittel zu kaufen. Selbst wenn du dir alles per Internet bestellst, musst du das Paket noch annehmen. Und wenn du gezwungen bist, für kurze Zeit wieder an dieser "schrecklichen" Gesellschaft teilzunehmen, dann hat nicht sie Schuld daran, dass du dich schlecht fühlst. Du fühlst dich schlecht, weil du nicht deine Sucht ausleben kannst. Weil du gezwungen bist, dich den Regeln des Lebens zu unterwerfen. Du kannst in solchen Momenten nicht das tun, was dir schöne Emotionen bereitet: Nämlich deine Sucht auszuleben.
Das heißt je mehr du versuchst, dich von dieser Realität zu entfernen, desto stärker werden die negativen Gedanken, wenn du wieder mit der Realität konfrontiert wirst. Und die Realität wird niemals damit aufhören, sich dir aufzuzwängen. Solange du ein Mensch auf diesem Planeten bist, wirst du immer ein Teil der Gesellschaft sein. Die einzigen zwei Lösungen sind Selbstmord oder das Beenden der Sucht.

Wobei mein Text jetzt nicht als Aufforderung zum Selbstmord zu verstehen ist. Ich will dir nur aufzeigen, dass deine Logik nicht aufgehen kann.


21.08.2010 12:04:27  
Sir Wuselfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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geschrieben von gabriele_farke am 21.08.2010 11:16:59
...
für mich stellt sich Deine Schilderung absolut so dar, als wenn Du extrem abhängig wärst. Oder willst Du behaupten, auf Deine Scheinwelt verzichten zu können?
...

Das mag sein.
Sicher könnte ich verzichten, denn es ist ja eben nicht alles Scheinwelt. Hinter den Gesprächspartnern (wie auch hier) stehen ja auch reale Personen.
Da ist das Internet eher eine andere Form der Kommunikation.

geschrieben von gabriele_farke am 21.08.2010 11:16:59
...
Du suhlst Dich in Deiner Sucht,Du genießt sie und flüchtest vor dem realen Leben, von dem Du glaubst, ihm nicht gewachsen zu sein. Ein Alkoholiker trinkt auch gern! Nur weil er sich dabei wohl fühlt, kann man aber nicht sagen, dass er nicht abhängig sei.
...

Yep, das trifft es genau!


geschrieben von gabriele_farke am 21.08.2010 11:16:59
...
Wenn Du das für Dich okay findest, mit virtuellen Freunden und Kindern klarkommst, die NIEMALS für Dich da sein werden, wenn Du sie real mal brauchen solltest, dann mach doch weiter so. Wir haben nichts dagegen, Du verdienst nur unser aller Mitleid!
...

Da hast Du wohl Recht. Wenn man jemanden braucht - auch im realen Leben - ist nur dann jemand für Dich da, wenn es ihm etwas bringt, oder derjenige in Deiner Schuld steht.
Das ist traurig, aber damit habe ich mich abgefunden.

geschrieben von gabriele_farke am 21.08.2010 11:16:59
...
Eines Tages wachst Du auf, dann bist Du vielleicht über 50, hast vom vielen Chatten Haltungsschäden und Potenzstörungen, sitzt einsam und allein in Deiner vermüllten Wohnung (virtuelle Freunde kommen selten zu Besuch) und fragst Dich, wo Dein Leben geblieben ist.
...

Interessant, was da noch alles auf mich zukommt.
An der vermüllten Wohnung zweifel ich jedoch, weil mich Müll und grobe Unordnung doch sehr stört.
Natürlich findet sich Haushalt und putzen bei mir nicht unter den Top 10 meiner Wertschätzungstabelle, aber ich lasse es nicht außer acht.

geschrieben von gabriele_farke am 21.08.2010 11:16:59
...
Mach Dir mal Gedanken darüber.
...

Mache ich. Sehr oft und sehr viele sogar.
Meine Homepage ist ja voll davon.

geschrieben von Little Bill am 21.08.2010 12:04:27
...
Gibt es Bereiche in meinem Leben, die ich gerne ändern möchte, es aber aus diversen Gründen nicht schaffe?

Wenn du diese Frage mit "Ja" beantworten kannst, hast du eine Sucht.
...

Die Frage konnte ich schon mit JA beantworten, als ich noch keinen PC hatte.
Ich denke nicht, dass sich darüber eine Sucht definieren läßt.

geschrieben von Little Bill am 21.08.2010 12:04:27
...
Als Süchtiger denkt man natürlich, dass der Schlüssel zum Glück, die vollkommene Konzentration auf die Sucht ist. Doch was man dabei vergisst ist, dass man immer ein Teil dieser Gesellschaft bleiben wird. So sehr du dich auch zurückziehst und abschottest, so viel du dich auch mit deiner Sucht beschäftigst, irgendwann musst du wieder mit den Menschen um dich herum agieren müssen.
...

Stimmt, aber das hatte ich ja auch geschrieben. Ich verschließe ja auch nicht die Augen vor dem realen Leben.

geschrieben von Little Bill am 21.08.2010 12:04:27
...
Die einzigen zwei Lösungen sind Selbstmord oder das Beenden der Sucht.
...

Wenn man keine Perspektive mehr hat, drängt sich der Gedanke natürlich auf, freiwillig aus dem Leben zu treten.
Das ist zwar nicht meine Intention, aber ich würde sofort mein Leben geben, wenn ich jemand anderen damit retten könnte.

Aber warum sollte ich mein Leben ändern?
Ich leide ja nicht darunter und schade auch niemanden.

Wenn jemand Briefmarken sammelt und dafür mehr Zeit investiert, als ihm zur Verfügung steht, dabei sein Umfeld leidet, weil er Familie und Freunde vernachlässigt, wäre es in meinen Augen eher notwendig sein Leben zu ändern, um das Hobby wieder in die richtige Relation zum realen - sorry, Briefmarken sammeln ist ja keine anerkannte Sucht - Leben zu bringen.

Das ist ja bei mir nicht der Fall. Ich widme dem realen Leben ja meine Aufmerksamkeit, es nimmt mich aber nicht 24 Stunden lang ein und erfüllt mich nicht. Ich bin also nicht "RealLebenSüchtig".

Vielleicht stimmt in den Augen eines Aussenstehenden die Relation zwischen realem und virtuellen Leben nicht, aber doch auch nur für jemanden, der sich für einen als Mensch interessiert und viel lieber mit einem etwas anderes unternehmen würde.

Ich verschließe meine Augen nicht vor der Realität.
Sie interessiert mich nur noch peripher und dient der Erhaltung meiner Exitenz.




22.08.2010 09:41:54   
pastaheadfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Solange deine nächste Umgebung nicht dadrunter leidet und du mit dem restlichen Teil des Lebens klarkommst sehe ich auch keine Sucht.


22.08.2010 10:46:37  
gabriele_farkefehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Was ist das denn für eine Logik?

Wenn jemand alleine lebt und Krebs hat, niemand anderes damit "belästigt", so lange ist er nicht krank?

Eine Sucht ist eine KRANKHEIT, nicht nur irgendein auffälliges Freizeitverhalten. Allerdings muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er MIT dieser Sucht leben will (kann) oder nicht. Diese Entscheidung nimmt Dir niemand ab! Sir Wusel hat sich offenbar entschieden, das ist ja auch sein gutes Recht!

Einen Hoffungsschimmer habe ich, da er sich offensichtlich mit dieser Sucht auseinandersetzt und im Forum von www.onlinesucht.de postet. Das ist eine erste Selbstreflektion, die kann nicht schaden!

Alles Gute,
G.


Gabriele Farke (HSO e.V.)

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22.08.2010 12:14:57    
pastaheadfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Vielleicht habe ich mich auch unklar ausgedrückt. Ob jetzt jemand von außen meint eine Person liest sehr viel oder spielt sehr für onlinegames heisst das noch lange nicht das es krank ist. Nur wenn man sich ZB selbst gefährdet, also Sachen oder Personen vernachlässigt ist geht es richtung sucht.


22.08.2010 17:21:06  
pastaheadfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Kannst ja auch nicht sagen ein bisschen Krebs ist nicht krank wie bei einem Hobby das eventuell zur sucht also krankheit werden kann. Auch keine Logik ;-)


22.08.2010 17:22:46  
Deanfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Hallo erstmal,

eine interressante Diskusion...

Essen allein ist auch keine Sucht, erst die Menge die man zu sich nimmt kann es zu einer machen oder?

Als Trinker habe ich früher auch nie Probleme mit Alkohol gehabt zumindest nicht solange mein Pegel stimmte...

Geauso wie ich als "WoW-Junkie" keine Probleme hatte, erst das darüber nachdenken half mir meine bis dahin geglaubte "Wahrheit" zu überschaun...

Die Tatsache das man sich beim Spielen, dem Chatten, dem Teamspeak oder ähnlicher Kommunikation wohlfühlt, kann ich durchaus nachvollziehen.
Aber trotz all des Spaßes ist es für mich nicht das was man als Maßstab nutzen sollte, da dabei erhebliche Zeit "verloren geht"...
Sicher, jeder ist glücklicherweise selbst in der Lage sich sein Glück zu definieren, aber wenn man nur noch eine Meinung kennt und der folgt ist es dann seine eigene "Freiheit"?
Die Aussage das es nur 2 Möglichkeiten gibt finde ich allerdings, absolut unakzeptabel das Leben selbst zu beenden sollte nie als Lösungsansatz zur Debatte stehn...

Gut, ich spreche hier nur für mich und habe keinerlei fachliches Wissen darüber, aber da sogar ich meine Meinung ändern konnte besteht für alle noch Hoffnung, da ich im RL als Dogmatiker gelte?!

In dem Sinne erstmal, bis denne...



23.08.2010 08:23:40  
pastaheadfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Ich denke allen Süchten gemeinsam ist es abzuschalten oder den Schmerz zu lindern oder ein Zufriedenheitsgefühl herbeizusteuern. Das macht man aber auch bei "Nicht-Süchten", zB einen oder auch drei Filme hintereinander gucken. Bei "Nicht-Süchten" (kann auch onlinespielen sein) hält man das Maß bei Süchten wird die Sucht das wichtigste im Leben.
Wie oben erwähnt weiß im Grunde jeder für sich was sein Glück ist. Nur ich denke zB bei dem Onlinespielen kann man leicht verdrängen. So auch sein Glück das man eigentlich sucht. SObald das SPiel läuft bin ich nicht mer da und habe keine Probleme mehr die mich eben noch beschäftigt haben. Dadurch kommmt es zu einer Art Stagnation im RL. Das passiert ja auch bei "Nicht-Süchten". Aber nicht in dem AUsmaß. Es ist doch schön für nen Moment abzuschalten.
Dadurch das man so leicht verdrängen kann im SPiel verliert sich auch das Gefühl was das eigentliche Glück ist, dass man eigentlich möchte. Ich bin mir nicht sicher ob Leute die soviel SPielen Glück mit Verdrängen verwechseln. Klar es ist ein "glückliches" Verdrängen das ist ja grad das Gefährliche, die Illusion. Es ist ein Zustand den kein Mensch auf ewig halten kann. Das als Mittel zu "missbrauchen" entzieht einem die Möglichkeit sich mit dem RL ernsthaft auseinanderzusetzen. Also mit sich selbst. Deswegen tut die Wirklichkeit auch so weh denke ich mal. Und je weniger man sich mit den Krisen der Wirklichkeit (die jeder mal hat) auseinandersetzt, kann man auch nicht an ihnen wachsen und dadruch Möglichkeiten entdecken im RL die einem sonst verborgen bleiben.
Das Leben in RL ist wirklich nicht einfach nur "bäh". Es ist nur so, weil man von dem Glücksgefühl im Spiel ausgeht. Zwei Extreme, keine Balance mehr sieht oder findet.
Sry das ich soviel dazu schreibe, aber es berührt mich wirklich dieses Thema.


23.08.2010 09:37:02  
gabriele_farkefehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Schon mal darüber nachgedacht, warum wir als MENSCH geboren wurden und nicht als Avatar?

LG, G.


Gabriele Farke (HSO e.V.)

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23.08.2010 09:56:35    
subbelfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Hallo Sir Wusel,

für mich sind Deine Zeilen sehr erschreckend und traurig. Du scheinst ja dem realen Leben total abgeschworen zu haben.

Du erläuterst, dass Du nur noch im virtuellen Leben die Bestätigung erhälst, die Dir im realen Leben fehlen.
Im virtuellen Leben veränderst Du Dein Aussehen und Deinen Charakter und erfährst danach die Anerkennung und Bewunderung,
die Dir fehlt. Hast Du mal darüber nachgedacht, das Deine Chatpartner und Deine Spielpartner dann überhaupt nicht
Dich selbst meinen, sondern nur den Charakter, den Du darstellst?
Wie kann so etwas befriedigend sein? Sie meinen doch überhaupt nicht Dich, sondern nur Deinen Avatar.

Im virtuellen Leben wirst Du nie erfahren können wie es sein kann abends in den Armen des Partners/der Partnerin einzuschlafen mit der
Gewissheit, er/sie liebt Dich so wie Du bist und nicht nur so wie Du gerne sein möchtest.
Du wirst nie den Moment erleben wenn sich kleine Kinderhände vertrauensvoll in Deine legen und sie Dich liebevoll ansehen.
Und Du wirst sicherlich auch nie den dankbaren Blick einer Freundin bemerken, die genau weiß, dass immer sie auf Dich zählen kann.

Du scheinst ein trauriges Leben zu führen, da Du jedem unterstellst, Dich zu belügen und zu betrügen. Ist es so unvorstellbar für Dich, dass
auch im realen Leben jemand Dir auch ohne Hintergedanken hilft, einfach weil er Dich mag so wie Du bist?

Verstehe mich nicht falsch, ich verteufele das Internet keineswegs, es ist eine tolle Bereicherung des Lebens, aber es sollte meiner Meinung
nach auch nur eine Ergänzung bleiben und nicht das normale Leben ersetzen.

LG

subbel




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23.08.2010 11:57:05  
Sir Wuselfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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geschrieben von pastahead am 23.08.2010 09:37:02
...
Das als Mittel zu "missbrauchen" entzieht einem die Möglichkeit sich mit dem RL ernsthaft auseinanderzusetzen. Also mit sich selbst. Deswegen tut die Wirklichkeit auch so weh denke ich mal. Und je weniger man sich mit den Krisen der Wirklichkeit (die jeder mal hat) auseinandersetzt, kann man auch nicht an ihnen wachsen und dadruch Möglichkeiten entdecken im RL die einem sonst verborgen bleiben.
...


Stimmt! Aber wir dürfen dabei auch nicht vergessen, dass wir nicht als ONLINESÜCHTIGE geboren werden!
Wir haben uns bereits ernsthaft und intensiv mit dem RL auseinandergesetzt. Deshalb finden wir ja im VL den Ausgleich, den man früher vielleicht beim Angeln, Fußball oder Briefmarken sammeln gefunden hat.
Menschen, bei denen im RL alles im Lot ist, werden sicher nicht Onlinesüchtig, erleben ihre Erfüllung im RL.

geschrieben von subbel am 23.08.2010 11:57:05
...
Hast Du mal darüber nachgedacht, das Deine Chatpartner und Deine Spielpartner dann überhaupt nicht
Dich selbst meinen, sondern nur den Charakter, den Du darstellst?
Wie kann so etwas befriedigend sein? Sie meinen doch überhaupt nicht Dich, sondern nur Deinen Avatar.
...


Yep. Genau so ist es. Man mag mich nicht wie ich bin, sondern wie ich mich darstelle. Und genauso mag ich andere so, wie sie sich darstellen und nicht wie sie wirklich sind.
Eben das macht ja das VL so angenehm und einfach.
Was soll ich denn dort, wenn sie alle so sind wir im RL?

geschrieben von subbel am 23.08.2010 11:57:05
...
Im virtuellen Leben wirst Du nie erfahren können wie es sein kann abends in den Armen des Partners/der Partnerin einzuschlafen mit der
Gewissheit, er/sie liebt Dich so wie Du bist und nicht nur so wie Du gerne sein möchtest.
Und Du wirst sicherlich auch nie den dankbaren Blick einer Freundin bemerken, die genau weiß, dass immer sie auf Dich zählen kann.
...


Ja, diese Erfahrung habe ich im RL bereits gemacht.
Mein Fehler ist, dass ich konservativ bin. Ich glaube an die Liebe und an die Treue.
Und damit bin ich im RL ein Dinosaurier und völlig fehl am Platz.

geschrieben von subbel am 23.08.2010 11:57:05
...
Du scheinst ein trauriges Leben zu führen, da Du jedem unterstellst, Dich zu belügen und zu betrügen. Ist es so unvorstellbar für Dich, dass
auch im realen Leben jemand Dir auch ohne Hintergedanken hilft, einfach weil er Dich mag so wie Du bist?
...


Im Gegenteil, ich führe sogar ein sehr lustiges Leben.
Auch wenn es hier nicht so rüberkommen mag, bin ich sogar ein sehr witziges Kerlchen. (schau mal auf meiner Homepage unter Songs). Ich konnte auch nach 10 Jahren meine Partnerin immer noch jeden Tag zum Lachen bringen, nicht als Zwang, sondern einfach nur durch mein "normales" Verhalten. Vielleicht ist das der einzige Grund, warum die Beziehung so lange gehalten hat?! *grübel* könnte sein.

Auf meiner Homepage mit dem Titel "Wusels Gedanken" habe ich einen Teil meiner Erlebnisse in meinem Leben und auch Gedanken über Umwelt, Freundschaft und Liebe beschrieben.
Darin findest Du viele Passagen, die Dich erkennen lassen, dass es mir sehr wohl zu Teil wurde eine glückliche Beziehung zu führen und Freunde zu finden/haben, die Vorurteilsfrei zu einem stehen.

Meine Freunde habe ich ja auch heute noch und lebe mit ihnen im RL. Es gibt doch nicht nur schwarz/weiß real/virtuell. Bei der Onlinesucht geht es doch um die Verhältnismäßigkeit und die Auswirkungen auf die eigene Umwelt.


23.08.2010 12:33:35   
subbelfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Du magst es, dass sie Dich im VL mögen, nicht wie Du bist, sondern wie Du Dich darstellst? Also eigentlich nur aus Bewunderung für Deine Phantasie? Und Du magst sie auch nur dafür, wie sie sich darstellen und nicht wie sie wirklich sind? Es reicht Dir also völlig aus, ein Trugbild vorgesetzt zu bekommen?

Sorry, für mich klingt das so, als ob Du nur vor weiteren Enttäuschungen im RL Angst hast, und dann wie ein kleines Kind aus Angst davor flüchtest. Findest Du nicht, dass das etwas feige ist?

Was ist daran konservativ an Liebe und Treue zu glauben? Du glaubst doch nicht im Ernst daran, das nicht die Mehrzahl der Menschen auch daran glauben? Kann es sein, dass Du da wegen Deiner leider negativen Erfahrung einfach pauschalisierst?

Und noch eine abschließende Frage: Als Du noch mit Deiner Freundin zusammen warst, zogst Du da auch schon das VL dem RL vor? Wie hat sie reagiert?

LG

subbel




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