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Forum Übersicht » OnlineSEXsucht .... Wir suchen Hilfe und gegenseitigen Austausch » ANGEHOERIGE von onlineSEXsuechtigen PartnerInnen berichten .... » Ist mein Freund süchtig nach Cybersex?
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Ist mein Freund süchtig nach Cybersex?
Pandorafehlende Rechte fehlende Rechte erste Beitrag kann nicht gelöscht werden -> lösche das ganze Thema 
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Hallo alle zusammen. Ich bin neu in diesem Forum und erhoffe mir dadurch meine derzeitige Beziehungssituation besser verstehen und aufarbeiten zu können. Ich wäre euch dankbar wenn ihr mir irgendwie weiterhelfen könntet...
Meine Geschichte: ich bin mit meinem Freund schon seit über 14 Jahren zusammen...er ist meine Jugendliebe. Wir wohnen nun seit etwa 3 Jahren zusammen und sind eigentlich ein gutes Team und haben Spaß miteinander. seit etwa 2 Jahren hat sich unsere sexuelle Beziehung zueinander zunehmend verschlechtert. Kurz: mein Freund zeigte immer weniger Lust auf Sex mit mir. Ich hatte sehr viele Selbstzweifel usw. Wir haben immer wieder darüber gesprochen, aber konnte mir nicht sagen warum er keine lust mehr auf mich hat und schob es auf Stress in der Arbeit bzw machte mir Vorwürfe. Vor einigen Tagen hat er mich nun betrogen und wir fingen an über vieles zu sprechen. Endlich eröffnete er mir dem Grund für alles....er schreibt im Internet mit fremden Frauen und tauscht Bilder mit ihnen aus. Dazu befriedigt er sich selbst..irgendwie war es für mich befreiend und gleichzeitig auch etwas beängstigend, da er mit vielen Frauen gleichzeitig schreibt. Wir hatten ein gutes und ruhiges Gespräch, bin aber etwas verwirrt und habe Angst, dass er süchtig danach sein könnte...bitte gebt mir einen Rat.


23.07.2015 15:58:06  
Pandorafehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Zudem muss ich vielleicht noch ergänzen, dass er sich erleichtert gefühlt hat, mir endlich davon erzählen zu können. Aber ich hatte nicht das Gefühl, dass er etwas daran ändern möchte bzw. dass wir so schnell an unserem Sexualleben arbeiten werden...was meint ihr dazu?


23.07.2015 17:28:28  
Pandorafehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Ich wünsche mir so sehr, dass jemand auf meine Situation reagiert und mir einen Rat gibt....bitte bitte

Hatte heute noch ein Gespräch mit meinem Freund, indem er mir erklärt hat, dass alles mit Schreiben begann und sich mittlerweile bis zu kleinen Videos -die man sich gegenseitig zusendet- gesteigert hat. Er traf bereits zwei Frauen...aber es ist dabei nichts passiert. Er merkt jedoch, dass ihm dies nicht mehr so wirklich reicht und es könnte sein, dass er ausprobieren will, ob sich diese Fantasien die man sich dort schreibt in Wirklichkeit auch so umsetzen lassen. Ich habe wahnsinnig Angst, dass dies bald sein wird und es kein zurück mehr gibt...zudem weiß er nicht, ob er bereit sei auf das alles für eine weile zu verzichten um mit mir in einer Therapie die Problematik aufzuarbeiten um zu sehn ob wir noch eine Chance haben... wie kann ich ihm denn wach rütteln...???


24.07.2015 00:21:57  
gabriele_farkefehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Pandora,

da hilft nur eins: Eisenharte Konsequenz Deinerseits!
Stell DU die Regeln auf (und zwar NULL Kontakte neben Eurer Beziehung, Löschen aller Daten, sofortiges Einstellen der Kommunikation mit den anderen Frauen, Beratung und Therapie gegen Onlinesexsucht) und ziehe die Konsequenzen, wenn er das alles nicht will.

Tut mir leid, einen anderen Weg gibt es nicht!

Viel Erfolg,
G.


Gabriele Farke (HSO e.V.)

++++ Individuelle Onlinesexsucht-Beratung:
http://www.onlinesucht.de/Kosten HSO-2014-OK.pdf

++++ Das Buch "Gefangen im Netz?" ist auch als eBook erhältlich unter
http://www.ciando.com/ebook/bid-240826-gefangen-im-netz-onlinesucht-chats-onlinespiele-cybersex/



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24.07.2015 08:52:07    
Pandorafehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Danke für deine Antwort...ich werde versuchen konsequent zu sein und halte euch auf dem Laufenden. Zudem werde ich mit ihm auf alle Fälle das Thema Therapie besprechen.
Seit gestern merke ich, dass ich etwas neben der Spur bin...dass es mich alles sehr durcheinander bringt...fühle mich so, als ob ich meinen Partner nie wirklich gekannt habe. Teilweise wirkt er sehr hart und unverbesserlich, als ob das alles normal wäre...andererseits schämt er sich irgendwie doch etwas und er merkt, wie schlecht es mir zur Zeit geht und dies scheint ihn zu beschäftigen. Ab und an weicht er meinen Blicken aus, glaube er fühlt sich schuldig und erträgt es nicht mir in die Augen zu schauen...zudem bin ich mir sicher, dass er immer noch den Kontakt zu diesen Damen hält und mir aus Schuldgefühlen nicht in die Augen sehen kann.

Seine Aussagen verwirren mich teilweise auch etwas...andererseits sagt er mir, dass er mich nicht mehr liebt, er aber eigentlich nicht weiß wie sich Liebe anfühlt. Er hat mich gern in seiner Nähe, aber er denkt nur weil ich seine Freundin bin...er kann in mir keine Frau mehr sehen die er begehrt.. dann wieder muss ich mir anhören, dass es mit diesen Frauen Dinge gibt die er tun möchte ..die aus seiner Fantasie entspringen, die er mit mir nie tun könnte, da ich nicht die richtige dafür wäre und viel zu schade dafür bin. Der Witz kommt aber jetzt noch: ich habe ihn immer wieder in den letzten Jahren zu verstehen gegeben, dass ich im Bezug auf unsere Sexualität gerne ein paar Dinge mit ihm ausprobieren möchte...Dinge, die er nun mit anderen austestet...bei mir lehnte er dies ständig ab und gab mir das Gefühl, als ob ich etwas falsches gesagt hätte.

Ich weiß nicht, wer von euch sich für meine Geschichte interessiert oder wem es genau so geht, aber mir hilft es meine Gedanken hier zu posten..so habe ich das Gefühl ich bin nicht alleine damit und versinke nicht zu sehr darin.

Danke fürs Lesen und für dieses Forum...


25.07.2015 10:05:23  
Dormarthfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Hallo,

von welcher Motivation wirst du getrieben?
Wenn mir jemand sagt, dass er mich nicht mehr liebt, dann ist das eine starke, klare Aussage, wo weiteres kämpfen nicht lohnt.
Dann ist allein schon die Basis einer Liebesbeziehung nicht mehr gegeben.
Es ist mir selbst nicht passiert. Ich war immer in der umgekehrten Situation, gesagt bekommen zu haben , wie sehr er mich liebt und ich das Beste bin, was ihm je passiert ist. Was angesichts seiner Taten (ich war vollkommen uninteressant für ihn - kein Sex, keine Liebe, etc., was wir alle kennen) wie Hohn klang.

Auch der Rest klingt nicht sehr berauschend. Du bist für alles andere gut, nur für den Sex nicht.

geschrieben von Pandora am 25.07.2015 10:05:23Er hat mich gern in seiner Nähe, aber er denkt nur weil ich seine Freundin bin

Freunde und Familie hat man auch gerne in der Nähe, dazu muss man keine Beziehung führen. Wahrscheinlich die Gewohnheit und vorhandene Sympathie.

14 Jahre ist eine lange Zeit und dennoch, Liebe kann man nicht erzwingen.

Liebe Grüße, D.





Eine Partnerschaft ist keine "One-Man-Show".
26.07.2015 18:17:30  
Pandorafehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Hallo.
Erstmal danke für deine Sicht der Dinge.

Bezüglich Motivation...ich liebe ihn leider immer noch und trotz alledem....bitte nicht falsch verstehen - ich bin weder abhängig von ihm, noch kann ich mein Leben ohne ihn nicht führen..im Gegenteil, uns beiden war es in all den Jahren stets wichtig, eigene Entscheidungen treffen zu dürfen und eigene Wege innerhalb der Beziehung gehen zu können. Doch die vielen Jahre schweißen zusammen...und es ist nicht leicht all das einfach hin zu schmeißen. Wir haben vieles gemeinsam erlebt...sehr viele schöne und positive Erlebnisse, aber natürlich auch einige Dinge, die nicht so einfach waren...wie eben in jeder Beziehung.
Ich sehe mit ihm meine Zukunft...auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob dieses Problem sich noch kitten lässt und es noch eine Zukunft gibt. Aber grundsätzlich gehe ich davon aus, dass es immer Gründe für solche schlechten Phasen gibt und sie auch durchaus sehr viel neues und positives mit sich bringen.
Ich möchte nicht einfach so die Liebe meines Lebens aufgeben ohne nicht wenigstens ansatzweise versucht zu haben das Problem zu verstehen..liegt aber grundsätzlich in meiner Natur. Zudem habe ich bisher nur einige Tage mit dieser Thematik verbracht und muss erst einiges verstehen und hinterfragen..das braucht Zeit.

Gestern haben wir den Tag gemeinsam verbracht und über sehr vieles gesprochen...sehr ruhig und klar und auch immer auf einer respektvollen Ebene. Wir schätzen uns beide sehr und sind beide verwirrt wie wir diese Situation sehen sollen...welche Chance gibt es für uns noch usw. Nicht so einfach das ganze...ich habe durch die Gespräche wieder einiges mehr verstanden und erfahren und war am Ende des Tages relativ ruhig in meinen Gedanken.

Natürlich ist es für mich sehr traurig zu hören dass er momentan nichts für mich empfindet...andererseits sagt er aber auch, er erkennt dass er ein Problem hat und er ist froh darüber. Er verändert sich und er merkt dass alles andere in seinem Leben momentan nicht mehr richtig funktioniert...also warum sollte dies mir gegenüber anders sein. Er empfindet allgemein zur zeit sehr wenig Freude an vielen Dingen..und auch die Chats mit den Frauen selber beflügeln sein Leben nicht wirklich. Ich vertraue auf mein Bauchgefühl das mir sagt, dass ich zuerst verstehen muss um was es geht und was passiert, bevor ich eine Entscheidung treffen kann...denn nur dann stehe ich dahinter.
Zudem sprechen wir auch über die Möglichkeit einer Therapie...mal sehn was die Zeit so bringt.

Hast du deine Liebe verloren oder habt ihr wieder zueinander finden können?

Liebe Grüße


27.07.2015 21:27:32  
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Zumindest gab es eine positive Aussage...er hat mir versichert, dass er die ganze Woche keinen sexuellen Kontakt mehr zu den Frauen hatte, da ihn unsere Gespräche sehr zum Denken angeregt haben und ihm die Problematik erst dadurch wirklich bewusst wurde.
Immerhin etwas...schritt für Schritt..


27.07.2015 21:32:36  
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Hallo,

wie gesagt, bei uns hat sich die Liebesfrage erst gar nicht gestellt.
Ich bin noch immer der Meinung, jedes weitere Vorgehen kann nur von beiden Seiten klappen und da wäre mir ein "Beispiel: Ich weiß grad nicht, was ich für dich empfinde" einfach zu wenig.
Klärt in dieser Hinsicht eure Basis. Gibt es da noch was, worauf ihr überhaupt aufbauen könnt.

Wir sind zusammen, aber zueinander gefunden? Hmm, könnte ich nicht bestätigen.
Mich hat die Erfahrung sehr geprägt und verändert. Was ich sexuell offen vorher war, ist nun irgendwie verklemmt.
Auch was mein Empfinden und Gefühle betrifft bin ich sehr zurückgezogen und blockiert.
Wohl weil das bissl Vertrauen, was gewonnen wurde, nach 2 Jahren erneut erschüttert wurde.

Liebe Grüße





Eine Partnerschaft ist keine "One-Man-Show".
29.07.2015 11:47:18  
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Hallo,
Danke für deine Worte...denke viel darüber nach. Wie fühlt sich deine Beziehung aber für dich an? Fühlst du dich geborgen...ist es immer noch Liebe?

Hatte gestern ein Gespräch zum Thema liebe..
Mein Freund weiß nicht wie Liebe aussehen soll...er meint es müsste immer so kribbeln und aufregend sein wie am Anfang. Natürlich ist es nicht mehr so wie am ersten Tag, aber meiner Meinung nach, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass das schlecht ist. Die Liebe wandelt ihre Form, man wird vertrauter miteinander usw. Eigentlich ist es schöner als am Anfang.
Für mich steht fest, dass man Liebe immer wieder auffrischen muss und neu beleben muss, gemeinsam. Für ihn muss Liebe unkompliziert sein, man muss da nicht viel tun und es bleibt immer gleich. Gleichzeitig sagt er mir, dass er sich mit mir eine Zukunft vorstellen kann, es ihm aber Angst macht...wir beide haben das Gefühl, dass er durch die Gesellschaft den Druck erhält unser Beziehung müsste nun in eine neue Runde kommen...Heirat, Kinder usw., und um diesem Druck zu entfliehen sabotiert er unsere Beziehung.
Mich ärgert dies sehr, weil ich glaube, dass wir in unserer Beziehung über Wünsche und Ängste immer sprechen konnten. Aber statt mit mir zu sprechen, hat er sich in diese onlinechats geflüchtet.
Ich bekomme zunehmend den Eindruck, dass er vor der Realität flüchtet- Angst vor Zukunft, Angst zu Versagen, Fehler zu machen, ... seine Sicht der Dinge ist teilweise sehr verschoben, er beschrieb mir beispielsweise seinen Eindruck von anderen Paaren: Sie seien harmonischer als wir, glücklich, verliebt, haben keine Probleme, alles rosig. Im Gegensatz zu ihm spreche ich jedoch mit anderen über ihre Beziehung und spiele häufig Seelentröster...die Beziehungen haben genauso (wenn nicht sogar mehr) ihre Probleme und traurigen Momente...ein Paar (er war überzeugt, dass unsere Beziehung mehr so sein sollte wie diese)betrügt sich regelmäßig gegenseitig und glaubt dass der jeweils andere dies nicht mitbekommt. Es gibt viel Streit, Einschränkungen, Kränkungen...
Ich habe ihm gesagt, er soll sich alles anschauen und mit anderen sprechen und nicht immer nur das sehen, was er sehen will bzw. oberflächlich betrachten.
Dies gibt ihm zwar zu denken, aber ich habe das Gefühl es kommt nicht an....

Vielleicht ist ja mein Bild von Liebe "falsch", aber ich glaube, dass wahre Liebe nicht nur ein Fortbestehen des ersten Moments darstellt, sondern sehr viel harte Arbeit bedeutet und auch einiges durchleben muss um wirklich zur wahren Liebe zu werden. Sie soll erfüllen, Vertrautheit schaffen, Entwicklung fördern, beständig sein, sich nicht vor Problemen scheuen müssen - sie wird es überstehen
Nicht umsonst gibt es den Spruch in guten wie in schlechten Zeiten...


Was sagt ihr....wie fühlt sich Liebe an? Wie haben sich eure Beziehungen verändert?



30.07.2015 08:30:46  
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Hallo,

geschrieben von Pandora am 30.07.2015 08:30:46
Die Liebe wandelt ihre Form, man wird vertrauter miteinander usw. Eigentlich ist es schöner als am Anfang.


Normalerweise sollte das so sein. Auch wenn man sich mit dieser Ansicht/Erfahrung in der heutigen schnelllebigen Gesellschaft ziemlich alleine fühlt.
Aber es ist auch leider so, dass viele zusammen bleiben, obwohl sie nicht glücklich sind. Das erweckt ebenfalls einen schlechten Eindruck zum Thema Liebe.
Bei unserer Generation Y habe ich das Gefühl, dass die dazu gar nichts wissen.

Hm, ich glaube dein Freund sollte sich mehr belesen über Beziehungen, wie sie attraktiv gehalten werden, u.s.w.
Er würde staunen, was für harte Arbeit bei manch glücklichen Paaren dahinter steckt, die noch nach 30-40 Jahren zusammen sind. Angefangen von Buch führen bei Probleme und Sprechbarrikaden bis hin zur täglichen Beziehungspflege.
Das ist auch, was enormes Vertrauen und Sicherheit schafft. Egal, was kommt, wir bemühen uns um eine Lösung gemeinsam. Bleiben im Gespräch. Schaffen eine Basis auf der man kommunizieren kann, auch wenn man grad nicht aktuell sprechen kann.
Ich spinne mir das so weit, dass genau diese Liebe auf so einer Basis, es Menschen wahnsinnig leicht macht nicht das Gefühl haben zu müssen einen umerziehen zu wollen oder Regeln aufstellen zu müssen.
Das entsteht meiner Meinung nach aus zu wenig Kommunikation und Sicherheit, die wiederum Frust schafft und eines zum Anderen führt.

(In der Hinsicht bewundere ich das Paar, dass jahrzehntelang bei Streit in Tagebüchern schrieb und sich danach zusammensetzte und sich aussprach)
Setzt natürlich voraus, dass beide die gleiche Ansicht haben lange zusammen zu sein. Sind da die Ansichten schon anders, wird sich dieser Partner schon gar nicht so in die Beziehung reinhängen und investieren. Denn das ist es - eine Investition.
Jedes Paar muss da wohl seine eigene Kommunikation, die zueinander führt, finden.

Und ich bin überzeugt, dass genau diese Arbeit irgendwann einen Seitensprung verzeihen und überstehen könnte. Problemlos.
Denn jeder weiß, passieren kann es immer. Es gibt kein nie.
Wohl gemerkt einen einmaligen Seitensprung, keine Affäre. Denn das wäre schon eine ganz andere Konstellation.

Eine glückliche, zufriedene Beziehung fällt keinem in den Schoß. Dazu gehört vorallem gemeinsame Kommunikation und auch Sex ist Kommunikation.
Dein Freund will es wohl bequem, wie so viele Menschen. Nur, von nix, kommt auch nix :)

Mein Mann neigt auch dazu das gerne schleifen zu lassen.

Bei mir ist es definitiv noch Liebe. Das zeigen mir wenige, spezielle Situationen.
Ich glaube, da kann ich das sehr gut für mich selbst prüfen.

Liebe Grüße





bearbeitet von Dormarth am 30.07.2015 21:51:12
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30.07.2015 21:30:09  
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Hallo,

danke für diese Aussagen...dachte im ersten Moment unseres Gesprächs, ich verrenne mich dabei völlig in irgendeine Illusion. Erst im zweiten Moment war ich mir sicher, dass Liebe wirklich so ist...viel Arbeit, aber dadurch auch so wertvoll. Wenn es so einfach wäre, wäre es nichts besonderes die Liebe seines Lebens zu finden und vor allem zu erhalten.
Das mit den Tagebüchern finde ich eine sehr schöne Idee. Unsere Streitkultur möchte ich aber beispielsweise nicht wesentlich verändern..meist ist es so, dass einen von beiden was ärgert, der andere dies aber recht schnell bemerkt und es zu einer Aussprache kommt. Wir bringen das Problem auf den Punkt und dann werden Lösungen bzw. Kompromisse gesucht. Gelingt soweit eigentlich gut.
Von meiner Seite ist es definitiv Liebe...kein anderer Mensch kann mich derart beglücken und verletzen zugleich. Ich könnte mir keinen anderen Mann an meiner Seite vorstellen.
Doch ich glaube, dass es einfach an der Zeit ist, dass er sich mehr um mich und uns bemüht...kleine Gesten, kleine Taten. Ich bin kein Kitschfan...ich brauche keinen Strauß Rosen, um zu wissen, dass er mich liebt. Ich wünsche mir einfach, dass er mehr Zeit in uns investiert und nicht immer vor Angst den Schw... einzieht und davonläuft. Was sich definitiv ändern muss, ist die Kommunikation allgemein. Hab oft das Gefühl, dass ich die einzige in der Beziehung bin die wirklich kommuniziert und versucht Probleme zu erkennen und anzugehen.
Diese Onlinechats beweisen meine Theorie sehr gut. Er flüchtet sich in eine andere Welt, weil die reale Welt zu wenig Ausflüchte bietet. Er braucht sich dort nicht um eine Frau zu bemühen ansonsten lässt sie sich ja auswechseln. Mich erschreckt die Tatsache, dass für ihn Sexualität so mechanisch geworden ist und er dadurch so Gefühlskalt wurde. Scheint "normal" zu sein für einen Süchtigen...aber er ist dennoch mein Mann und ich habe ihn noch nie so erlebt. Diese Art von Befriedigung ist vielfältiger und kann jederzeit stattfinden...ohne den Partner. Er braucht sich nicht bemühen und muss niemanden zufriedenstellen.
Ich vermisse seine Nähe, seine Berührungen...aber gleichzeitig habe ich keine Lust darauf...muss aufpassen, dass ich nicht immer wieder mein Kopfkino starte.

Am meisten verletzt mich die Tatsache, dass ich scheinbar so leicht zu ersetzen war. Wir hatten eigentlich immer guten, spannenden Sex...meine Frage danach, warum er glaubte, dies sei plötzlich nicht merh so, konnte er nicht beantworten. Er kann sich nicht erklären, warum er diesen Schritt ins Internet gegangen ist.

Manchmal glaube ich, dass viele Unsicherheiten aus seiner Kindheit entstammen. Wenig Vertrauen zur Mutter, wenig Fürsorge, dieses Gefühl sich auf niemanden verlassen zu können...er kann sich nicht erklären, warum ich ihn liebe und vor allem jetzt noch bei ihm bin (so manchen Moment stellt sich auch mir die Frage). Mir erscheint er, wie ein kleines Kind, das versucht die Grenzen auszutesten...wie weit kann ich gehen...nur um zu beweisen, dass mich der andere dann sowieso fallen lässt.

Ich glaube, dass ihm auch deshalb der Gedanke widerstrebt einen Paartherapeuten aufzusuchen. Diese Angst, die Kiste der Vergangenheit öffnen zu müssen und nicht damit umgehen zu können. Verdrängung ist schließlich viel einfacher.
Er hat mir vor einigen Tagen gesagt, dass er sich davor fürchtet, dass ich sehe wie er wirklich ist und dass ich ihm dies aufzeige. Seitdem versuche ich dieses Thema etwas behutsamer anzugehen, da ich ihn damit nicht verjagen sondern unsere Beziehung retten will. Mein Gefühl sagt mir, dass er nicht soweit ist...vielleicht wird er es auch nie sein.

Mich würde interessieren, wie ihr dieses Problem angegangen seid? Wie habt ihr einen Ausweg für euch gefunden? Wie hast du versucht das alles zu verarbeiten?
Welche Situationen meinst du beispielsweise?

Liebe Grüße



31.07.2015 08:44:14  
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geschrieben von Pandora am 31.07.2015 08:44:14
Ich glaube, dass ihm auch deshalb der Gedanke widerstrebt einen Paartherapeuten aufzusuchen. Diese Angst, die Kiste der Vergangenheit öffnen zu müssen und nicht damit umgehen zu können.

Ja, so war es bei meinem Mann auch und ich sah das immer kritisch, dass er es alleine schaffen wollte.
Was nicht unbegründet war, denn es gab Rückfälle und war sicher einerseits härter. Ok, die Rückfälle hätte es mit einer Therapie aber auch gegeben.
Letztendlich hat er es doch geschafft. Anfangs wollte ich ihn zu einer Therapie bewegen, aber ich kann nicht für ihn und seinen Weg entscheiden.
Er hat dies auch begründet, dass vieles hochkommen würde, was eventuell dann nicht mehr zu kontrollieren wäre. Habe ich verstanden und akzeptiert, denn er muss damit zurecht kommen in Zukunft.
Mir war wichtig, dass er mit diesem selbstschädigenden und Paar-untauglichen Verhalten aufhört. Wie er das macht ist natürlich sein Ding.

Verarbeitet habe ich es noch nicht. Deswegen sind wohl auch die Blockaden noch da. Teils rutsche ich noch in die Gefühlswelt von damals, wenn ich etwas lese oder im Fernsehen sehe, dass irgendwie daran erinnert. So kleine Auslöser.
Müssen nicht mal direkt mit der Sucht zu tun haben, sondern mit einem Verhalten, Episode oder Situation.
Ich habe zwar Therapien angefangen, aber zwecks Unkenntnis oder weil es nicht Thema war wieder abgebrochen.
Momentan strebe ich wieder eine Therapie an, mal sehen wie es diesmal läuft.
Weil so wie es ist, fühle ich mich einfach gefangen.

Ich bin alt genug und hatte immer lange Beziehungen, dass ich gut beurteilen kann, dass ich sexuell und auch emotional sehr gefangen bin und das frustriert.
Früher war ich Frau, Mutter, Hure in einer Partnerschaft. Deswegen weiß ich auch, dass ich ganz sicher nicht prüde war/bin.
Jetzt aber irgendso ein graues Mäuschen, dass nicht das Tier wecken möchte.
Ich habe mich oft gefühlt wie eine lebendige Gummipuppe während der Sucht, wenn wir dann doch mal Sex hatten und das Gefühl kommt teilweise noch hoch oder blockiert mich.
Manchmal habe ich das Gefühl ein Misch-Masch aus allem.

Weiß nicht, ob ich es hier mal erwähnt habe.
Also eine ganz typische Situation ist z.B, wenn ich unterwegs bin und am Heimweg sehe ich meinem Mann zufällig am Balkon und freue mich einfach ihn zu sehen. Winke und lächle. Das war auch während der Sucht so.
Und das hatte ich bisher noch mit keinem.
Oder das ich ganz oft in der Nacht zu ihm rübergreife und ihn streichle, weil ich ihm meine Gefühle tagsüber nicht so zeigen kann.
Klar, wir umarmen uns sehr viel und küssen uns. Aber es kommt mehr von ihm.

Dein Freund hat wahrscheinlich in Pornos/Chats das knistern und kribbeln gesucht, was er im Leben nicht fand.
Ihr könntet euch zwecks Kommunikation ja alle 2 Wochen zusammensetzen. Ohne großes Ziel. Einfach was so aufkommt an Themen.

"Hab oft das Gefühl, dass ich die einzige in der Beziehung bin die wirklich kommuniziert und versucht Probleme zu erkennen und anzugehen. "
Ja, so geht es mir nämlich auch und dann weise ich mal darauf hin.

Liebe Grüße






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01.08.2015 11:04:30  
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Hallo Dormarth,

Danke für deine Offenheit...hast du vielleicht mal Lust zu chatten? Würde mich sehr darüber freuen, da ich glaube, dass du mir sehr ähnlich bist und Dinge bewältigt hast, die mir noch bevorstehen.

Liebe Grüße


02.08.2015 09:54:55  
Dormarthfehlende Rechte fehlende Rechte fehlende Rechte 
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Hallo,

können wir gerne machen. Glaub der neue Chat ist eh immer offen.
Kannst mir gerne eine private Nachricht schicken und wir machen uns ein Datum /Uhrzeit aus.

Was ich zu erwähnen vergaß....das Pärchen, was zuerst Buch führte bei Streiterein und dann ausdiskutierte, die beiden konnten nicht streiten miteinander. Und das war die Lösung dazu.

LG


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